Fußball: 3. Liga
Aktive Fanszene der Preußen gibt nach einem Jahr ihr Comeback

Münster -

Nach einem Jahr Sendepause hat sich die aktive Fanszene des SC Preußen in Jena mit einem gelungenen Auftritt zurückgemeldet. Im Januar 2018 hatten die Ultra-Gruppen ihre Unterstützung aus Protest gegen die Ausgliederung eingestellt. Wohin der Weg des neuen Kollektivs führt, ist noch offen.

Montag, 28.01.2019, 21:00 Uhr
Gemeinsamer Support für den SCP: Die neue Fangruppe präsentierte sich in Jena erstmals geschlossen.
Gemeinsamer Support für den SCP: Die neue Fangruppe präsentierte sich in Jena erstmals geschlossen. Foto: Sebastian Sanders

Nach einem Jahr Stillstand in der Kurve hat sich passend zum Wiederbeginn der Meisterschaft eine neue aktive Fangruppe des SC Preußen gezeigt. Beim 0:0 in Jena trat eine knapp 100-köpfige Supporter-Crew in Erscheinung, die ein geschlossenes Bild abgab, frische Fahnen schwenkte und über 90 Minuten die Mannschaft anfeuerte.

„Gezweifelt aber nicht gebrochen“

Ins Auge stach das Zaunbanner: „Gezweifelt aber nicht gebrochen“. Eine Anspielung auf die Schaffenspause der Ultra-Szene, die nach der im Januar 2018 beschlossenen Ausgliederung der Profi-Abteilung in eine Kapitalgesellschaft sämtliche Aktivitäten eingestellt hatte.

FC Carl Zeiss Jena – SC Preußen Münster

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  • Niederlagenserie beendet, ...

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  • ... Serie der sieglosen Spiele verlängert. Die Nullnummer des SC Preußen Münster beim FC Carl Zeiss Jena ließ am Samstag alle Bewertungen zu.

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  • Allemal begann das neue Jahr mit einem Punktgewinn und einigen guten Ansätzen.

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  • Sehen Sie im Folgenden zahlreiche Impressionen vom Auswärtsspiel der Preußen in Jena.

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Schon seit mehreren Wochen hatten es die Spatzen an der Hammer Straße von den Dächern gepfiffen, dass ein Comeback in der Anhängerschaft geplant wird. Burkhard Brüx, Vorstandsmitglied mit Schwerpunkt Fans, sagt: „Offiziell war es nicht, aber wir wussten Bescheid. Uns hat der erste Auftritt sehr gut gefallen, alles megaentspannt, keine übertriebene Darstellung. Von unserer Seite gibt es die Gesprächsbereitschaft, um Schulter an Schulter zu arbeiten.“

Comeback im positiven Licht

Das gelte auch für den Fall, dass mal Rückschläge oder unterschiedliche Auffassungen auftreten. „Aber wir lassen es auf uns zukommen und freuen uns über die runde Sache in Jena.“ Auch der Fanprojekt-Vorsitzende Benjamin Sicking begrüßt den Schritt: „Es ist positiv, dass wieder Stimmung ins Stadion kommt, auch wenn wir sicher auch oft verschiedene Meinungen haben werden“, sagt er. „Ob und wie wir zusammenkommen, wird man dann sehen.“

Die Zusammensetzung der neuen Gruppe, die noch keinen Namen nach außen getragen hat, ist natürlich geheime Kommandosache. Beobachter erkennen jedoch einen bunten Mix aus einstigen Mitgliedern der verschiedenen Fraktionen in der Fiffi-Gerritzen-Kurve, aber auch früheren „Deviants“ – und natürlichen einigen frischen Gesichtern. Die beiden Ultra-Kombos hatten sich nach jahrelanger Trennung Ende 2017 im Kampf gegen die Ausgliederung wieder zusammengeschlossen , sie waren mit dem Tag der Entscheidung aber beide sofort aus dem Stadionbild verschwunden.

Alte Fans, neues Ensemble

„Da ist natürlich erst mal eine ganze Führungsriege weggebrochen“, so Brüx. „Daher hat es verständlicherweise auch lange gedauert, alles neu zu organisieren.“ Viele einstige Köpfe (nicht alle) kommen zwar weiter ins Stadion, allerdings als normale Fans. Eine ganze Reihe aus dem Kreis hat sich nun aber eben auch dem neuen Ensemble angeschlossen. Vielleicht hat der eine oder andere auch abgewartet, ob mit der Gründung der GmbH & Co. KGaA tatsächlich kein Einfluss nehmender Investor im „Heuschreckenformat“ einsteigt. Bisher zeigen die Clubbosse einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Brisanzthema.

Am Freitag (19 Uhr) gegen den 1. FC Kaiserslautern könnte ein klareres Bild entstehen, wie sich die Gruppe einordnet, für welche Werte sie steht. Die Zeiten des absoluten Schweigens, wie es in den vergangenen Monaten öfter zu betrachten war, dürften aber fürs Erste Geschichte sein.

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