Fußball: A-Junioren-Bundesliga
Preußen-Nachwuchscoach Tasdelen: „Ein normaler Job kommt nicht infrage“

Münster -

Erfolgstrainer darf sich Cihan Tasdelen zweifellos nennen. Als Coach im Nachwuchsbereich hat der 43-Jährige Spuren hinterlassen beim SC Preußen. Am Saisonende geht er, wohin ist noch offen. Aber im Sportbusiness möchte er bleiben. Vorher steht allerdings noch ein wichtiger Auftrag aus.

Donnerstag, 31.01.2019, 13:58 Uhr aktualisiert: 31.01.2019, 15:46 Uhr
Cihan Tasdelen
Cihan Tasdelen Foto: Jürgen Peperhowe

Vier Aufstiege feierte Cihan Tasdelen in den vergangenen 18 Jahren mit dem Nachwuchs des SC Preußen. 2002 ging es mit der U 17 in die damals höchste Klasse, die Westfalenliga. Mit der U 19 gelang 2007 und 2013 der Sprung in die Bundesliga, mit der U 23 gelangte er auch in die Westfalenliga. Im Sommer endet seine Ära an der Hammer Straße. Groll ist dem 43-Jährigen, der vor vier Jahren ein Reisebüro aufgab und hauptamtlich (auch als Videoanalyst für die Profis) an die Hammer Straße kam, aber fremd. Er kennt die finanzielle Lage seines Clubs, hat aber ­gleichsam eigene Pläne für die Zukunft entwickelt – und dabei die Mission Klassenerhalt nicht aus dem Auge gelassen.

Schwingt bei Ihnen Wehmut mit, wenn Sie gehen?

Tasdelen: Schon. Ich hatte ja eine super Zeit. Jetzt suche ich aber eine andere echte Herausforderung.

Was schwebt Ihnen vor?

Tasdelen: Alles ist möglich, wirklich. Konkrete ­Gespräche gab’s noch nicht. Ich informiere mich aber auch außerhalb des Trainergeschäfts. Eine Rückkehr in einen normalen Job kommt nicht mehr infrage. Ich habe in den letzten Jahren ja auch viel investiert, irgendwas mit Sport wird es sein. Der bezahlte Fußball ist schon mein Anreiz.

Mit der U 19 liegen Sie zwei Punkte über einem Abstiegsplatz in der Bundes­liga. Am Sonntag geht es in Mönchengladbach weiter. Wie lief die Vorbereitung?

Tasdelen: Wir haben einiges gemacht, auch viermal getestet. Zuletzt war es aufgrund vieler Ausfälle aber nicht so rosig, dazu kam jetzt noch die Schneedecke. Aber ich gehe sicher davon aus, dass am Niederrhein gespielt werden kann.

Wie haben sich in den letzten Wochen die Neuen Johannes Siregar und Florian Rausch integriert?

Tasdelen: Eigentlich gut, für Johannes fehlt allerdings noch die Spielberechtigung. Florian war in allen Partien dabei, er brauchte Praxis, wird aber immer besser und soll am Sonntag spielen.

Wie stufen Sie die Chancen auf den Klassenerhalt ein? Wird es ein langer Kampf?

Tasdelen: Wir haben immer gute Aussichten. Ich weiß, wie man in dieser Liga spielen muss und auch, wie man die Mannschaft an­sprechen muss. Aber klar ist, dass diese Rechnung auch mal nicht aufgehen kann, wenn zu viele Verletzte da sind etwa. Wir wollen uns so früh wie möglich retten. Mit Gladbach und dann Dortmund kommen aber am ­Anfang schon zwei Brocken – wobei wir gegen die Fohlen in der Vergangenheit oft gut ausgesehen haben.

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