Fußball: 3. Liga
Preußen-Verteidiger Heidemann: „Das kitzelt einen schon etwas mehr“

Münster -

Eine gewisse Vorfreude auf das Kräftemessen mit dem Top-Favoriten KFC Uerdingen am Montag in Duisburg lässt sich nicht abstreiten. Preußen Münster ist heiß auf das Spiel, das wegen der Umbauarbeiten an der Grotenburg, in der Nachbarstadt ausgetragen wird. Angst kennt Münster jedoch nicht.

Freitag, 22.02.2019, 15:10 Uhr aktualisiert: 23.02.2019, 21:55 Uhr
Niklas Heidemann (r.) freut sich auf die großen Kaliber im Kader des KFC Uerdingen.
Niklas Heidemann (r.) freut sich auf die großen Kaliber im Kader des KFC Uerdingen. Foto: Jürgen Peperhowe

Auch wenn der Gegner eine Truppe aufs Feld schickt, die vor einigen Jahren noch als Bundesliga-Kombo durchgegangen wäre, steht den Preußen kein Angstschweiß auf der Stirn. Gastgeber KFC Uerdingen, der die Münsteraner am Montag (19.30 Uhr) in Duisburg begrüßt, hat schließlich seit Mitte Dezember nicht mehr gewonnen und trotz Trainerwechsel und weiterer aufsehenerregender Transfers nach der Winterpause nicht in die Spur gefunden.

„Natürlich haben viele Spieler ihre Verdienste in der Vergangenheit, aber inzwischen bewegen wir uns in einer Liga“, sagt SCP-Coach Marco Antwerpen. „Das ist ein normaler Konkurrent, ein Aufschauen gibt es nicht.“ Der prominenteste Name wird wohl auf dem Spielberichtsbogen fehlen. Ex-Weltmeister Kevin Großkreutz muss mit Wadenproblemen passen.

Kompromiss der Drittligisten

19 von 20 Drittligisten haben sich für einen Kompromiss bei der Abstiegsregelung und einer Neuordnung der Regionalligen ausgesprochen. In einer gemeinsamen Erklärung nach der Tagung in Frankfurt diese Woche heißt es, dass vier direkte Absteiger in Verbindung mit einer Reduzierung der Regionalligen von fünf auf vier mitgetragen werden. Einzig Energie Cottbus ließ sich von dem Vorschlag nicht überzeugen.

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Im Hinspiel war der 30-Jährige Widerpart von SCP-Linksverteidiger Niklas Heidemann. „Es ist schön, auch mal gegen Leute mit so einer Erfahrung zu spielen. Das kitzelt einen schon etwas mehr“, sagt der Blondschopf. „Aber wir schauen natürlich auf uns, sind gut wieder reingekommen in die Saison, stehen sehr stabil, Jetzt müssen wir vorne nur wieder mehr zu Aktionen kommen.“ Vielleicht sind die grundsätzlich offensiv ausgerichteten Uerdinger ja der richtige Gegner hierfür.

So richtig einordnen kann Antwerpen die Spielweise der Krefelder noch nicht, schließlich hat Neu-Coach Norbert Meier erst seit zwei Partien das Sagen. „Da hat sich einiges geändert. Andere Spielphilosophie, andere Anlaufhöhen, auch anderes Personal“, sagt der 47-Jährige. Auffällig ist, dass der KFC zuletzt acht Punkte nach Führungen verschenkte, in Meppen (2:3 nach 2:0), gegen 1860 München (1:1 nach 1:0) und in Großaspach (2:3 nach 1:0). „Das ist für die 3. Liga schon ungewöhnlich“, so Antwerpen.

Ein kleines Fragezeichen steht bei den Preußen noch hinter Fabian Menig, der am Freitagmorgen einen Schlag auf die Wade bekam. Moritz Heinrich fehlt wegen einer Risswunde am Sprunggelenk. Die Anreise der Gäste erfolgt bereits am Sonntag, ein paar Stunden vor dem Anstoß halten sie in Duisburg noch eine Aktivierungseinheit mit Standardtraining ab.

Neuer Veranstaltungsleiter

Der pensionierte Polizeibeamte Thomas Hennemann übernimmt ab sofort den Posten des Veranstaltungsleiters bei SCP-Heimspielen. Der 62-Jährige wird Nachfolger des plötzlich verstorbenen Wilfried Kramer. „Er kennt die Abläufe noch sehr gut und bringt ein Feingefühl für die Kommunikation mit Fans mit“, sagt Geschäftsführer Bernhard Niewöhner. In seinem Job leitete Hennemann jahrelang die Einsätze im Stadion.

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