Fußball: 3. Liga
Preußen Münster will Unterhaching mit Flanken knacken

Münster -

Nach drei Niederlagen am Stück sollte Preußen Münster gegen die SpVgg Unterhaching möglichst gewinnen, um nicht noch in den Abstiegsstrudel zu rutschen. Dazu braucht es: Tore. Und für die benötigt man: Chancen. Die wiederum resultieren oft aus: Flanken.

Freitag, 22.03.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 22.03.2019, 19:53 Uhr
Gefragter Mann für Trainer Marco Antwerpen: René Klingenburg (l.) hat seit Mittwoch seinen Infekt überwunden.
Gefragter Mann für Trainer Marco Antwerpen: René Klingenburg (l.) hat seit Mittwoch seinen Infekt überwunden. Foto: Jürgen Peperhowe

Drumherumreden hilft ja nicht. So prekär wie jetzt, nach 29 Spielen, war die Lage für Preußen Münster in dieser Saison noch nie. Die schlechteste Ausbeute aller Drittligisten in der englischen Woche, nämlich null Punkte und null Tore, hat zumindest eine Sinnkrise ausgelöst. Der Abstand zur Abstiegszone ist auf sieben Zähler geschrumpft, auch der Langzeittrend spricht nicht für die Adler. Gegen die SpVgg Unterhaching ist ein Sieg am Samstag (14 Uhr) Pflicht, um sich Ruhe und Luft zu verschaffen.

So ließe sich die Situation von außen betrachtet zusammenfassen oder gar dramatisieren. Trainer Marco Antwerpen sieht das etwas anders. Mit dem, was im Falle einer Niederlage passiert, mag er sich erst recht nicht befassen. „Wir verlieren nicht, wir versuchen zu gewinnen“, sagt er voller Überzeugung und mit Verweis auf eine gute Heimbilanz. Allerdings räumt er schon ein, dass der Negativlauf auch die Spieler beschäftigt. „Sie sind natürlich nicht glücklich und schon frus­triert.“

Was helfen kann? Natürlich Tore. In zehn der letzten zwölf Spiele gelang dem SCP keins, dabei hatte die Mannschaft im Herbst noch die gefährlichste Angriffsreihe der Liga. „Die Gegner stellen sich inzwischen auf uns ein, überspielen unser Pressing. Dadurch haben wir wenig Ballgewinne im letzten Drittel“, erklärt der Coach. Klingt plausibel. Nur fehlen bisher die Lösungen und damit vor allem Torchancen. „Das Schwierigste ist es, aus dem Ballbesitz und der Spieleröffnung zum Erfolg zu kommen. Außerdem sind unsere Standards nicht mehr so effektiv, in der Vorsaison haben unsere Abwehrspieler ja auch noch getroffen.“

Alles nachvollziehbar. Und Antwerpen liefert auch gleich einen Ansatz mit, um der Misere zu entkommen. „Wir haben diese Woche sehr viel im Flankenbereich gearbeitet. Die Jungs sollen sich die Kugel einfach mal nehmen und vor die Kiste hauen.“ Dort wartet zwar in Abwesenheit von Rufat Dadashov (Gelbsperre und Länderspielreise) kein ausgemachter Kopfballspieler, doch auch Abpraller, auf den zweiten Pfosten durchrutschende Bälle oder Hachinger Fehler wären ja willkommen. Den Gästen könnten durchaus ein paar Körner fehlen, sie haben die dritte englische Woche am Stück in den Knochen. „Ich hoffe, daraus ziehen wir einen Vorteil“, so Münsters Trainer.

Personell lässt er sich diesmal kaum in die Karten blicken. René Klingenburg ist wieder fit. Er ist einer von nur vier gesetzten Feldspielern. Auch Ole Kittner, Fabian Menig und Niklas Heidemann gehören dazu. „Alle anderen müssen natürlich bangen.“ Bei Lucas Cueto liegt das vor allem an einer Hüftbeuger-Blessur. Ob es für Samstag reicht, ist fraglich. Ihn könnten die Preußen im richtungsweisenden Match gut gebrauchen. SCP: Schulze Niehues – Menig, Kittner, Scherder, Heidemann – Braun, Klingenburg – Hoffmann, Rodrigues Pires, Müller – Akono

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