Fußball: 3. Liga
Preußen-Verteidiger Borgmann hat nicht nur sportliche Pläne

Münster -

Auch wenn Jannik Borgmann aktuell nicht die erste Geige in der Preußen-Innenverteidigung spielt, soll er ein Mann der Zukunft werden. Sein neuer Vertrag läuft bis 2022. Pläne hat der 1,97-Meter-Mann aber auch außerhalb des Fußballfelds.

Montag, 01.04.2019, 15:46 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 17:23 Uhr
1,97 Meter groß und auch in den kommenden drei Spielzeiten beim SC Preußen gefragt: Jannik Borgmann.
1,97 Meter groß und auch in den kommenden drei Spielzeiten beim SC Preußen gefragt: Jannik Borgmann. Foto: Jürgen Peperhowe

Der positiven Nachricht vom Freitagnachmittag folgte 48 Stunden später die schmerzhafte Erfahrung. Jannik Borgmann, der seinen Vertrag beim SC Preußen zum Wochenende vorzeitig bis 2022 verlängert hatte, sollte am Sonntag eigentlich für die U 23 beim SC Herford auflaufen. Doch beim Warmmachen traf ihn ein Ball so hart am Kopf, dass der Abwehrspieler k.o. ging. „Da ging für einen kurzen Moment nichts mehr“, sagt der Pechvogel. Das Sammeln von Spielpraxis fiel flach. Seit Dezember wartet Borgmann auf einen Einsatz im Drittliga-Team. „Ich würde der zweiten Mannschaft sowieso natürlich gern helfen aufzusteigen“, sagt er.

Gelegenheiten dazu dürften sich in den nächsten Wochen noch ergeben. In der Reserve ist der Innenverteidiger gereift, hier kennt er fast alle Kollegen. „Er ist ein Paradebeispiel für den Weg, den wir unseren Nachwuchsspielern aufzeigen wollen“, sagt Sportchef Malte Metzelder. „Sein Werdegang verdeutlicht die Bedeutung unserer Zweiten, auf die wir auch in Zukunft bauen.“

Entwicklungssprung in Rekordzeit

In der Vorsaison bestritt der Emsdettener schon drei Drittliga-Partien, als er noch offiziell zum Westfalenliga-Aufgebot zählte. Dann gab’s den Profivertrag und 16 größtenteils sehr souveräne Einsätze in der Hinserie. „Jannik hat den Sprung in Rekordzeit geschafft“, so Metzelder, der mit dem Spieler gern perspektivisch planen wollte und ihn zum Mann mit der längsten Laufzeit im Team machte.

Und das obwohl Borgmann zuletzt keine Berücksichtigung mehr fand. „Eine Erklärung habe ich nicht, aber da gibt es auch kein böses Blut“, sagt er. „Ich war zu Beginn der Winter-Vorbereitung verletzt, bin dann etwas schwer reingekommen, inzwischen fühle ich mich aber gut und bin fit.“ Ole Kittner, Simon Scherder, Lion Schweers und Dominik Lanius erhalten derzeit den Vorzug. „Zwei Innenverteidiger auf der Bank ergäben keinen Sinn. Aber die Geduld muss ich haben. Ich mache mir keinen Kopf. Spätestens im Sommer geht es eh bei null los.“

Die Freude über das neue Arbeitspapier ist dem 21-Jährigen anzumerken: „Ich bin echt glücklich. Den ersten Schritt im Profigeschäft habe ich gemacht, die Sicherheit ist mir jetzt wichtig.“ Aus gutem Grund. Im Wintersemester soll sein Lehramtsstudium in Münster beginnen. Die Fächerkombination ist noch offen, vielleicht Sport und Deutsch für Real-, Gesamt- und Hauptschule. Er wäre bei weitem nicht der Einzige beim SCP, der zur Uni geht. Keeper Max Schulze Niehues etwa wird auch Pauker. „Er ist natürlich ein Musterbeispiel bei uns“, so Borgmann.

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