Fußball: 3. Liga
Preußen-Coach Antwerpen appelliert vor Gastspiel des SV Meppen an die Fans

Münster -

Der neue Ausrüster für die kommenden vier Jahre steht fest. Noch nicht 100-prozentig gesichert ist dagegen der Klassenerhalt des SC Preußen. Um einen Riesenschritt in die passende Richtung zu machen, wünscht sich Trainer Marco Antwerpen gegen den SV Meppen am Freitagabend volle Fan-Unterstützung.

Donnerstag, 04.04.2019, 16:10 Uhr aktualisiert: 04.04.2019, 21:17 Uhr
Offensiv wie defensiv einsetzbar: Philipp Hoffmann (r.) übernimmt die rechte Seite von Fabian Menig.
Offensiv wie defensiv einsetzbar: Philipp Hoffmann (r.) übernimmt die rechte Seite von Fabian Menig. Foto: Jürgen Peperhowe

An Fabian Menig führt kein Weg vorbei. Diese Erfahrung machen Woche für Woche diverse Angreifer in der 3. Liga. Jüngst etwa die der Würzburger Kickers, als der Rechtsverteidiger des SC Preußen in der Schlussphase dreimal mit letztem Einsatz ein Konter-Gegentor und damit die vorzeitige Entscheidung beim 2:3 verhinderte.

Für seinen Trainer Marco Antwerpen gilt dieser Leitsatz aber ebenfalls. Seit er im Dezember 2018 den Posten in Münster übernahm, spielte Menig immer von Anfang an. 49-mal Startelf, nur fünfmal ausgewechselt – fester kann eine Größe nicht sein. Einzige Ausnahme war bisher das 1:2 gegen den Halleschen FC vor knapp einem Jahr. Damals saß der 25-Jährge eine Gelbsperre ab. Dieser Punkt ist nun wieder gekommen.

Wegen der fünften Verwarnung fehlt „Eisen“ im Heimspiel gegen den SV Meppen am Freitag (19 Uhr). „Er ist für uns nicht zu ersetzen“, sagt der Coach. Am ehesten traut er dies Allrounder Philipp Hoffmann zu. Der laufstarke Rechtsfuß übernimmt die Außenbahn im 3-5-2. „Weil er sich immer voll reinhaut, habe ich keine Bedenken“, sagt Antwerpen.

Systemumstellung ausgeschlossen

Bei Ugur Tezel, der erst einmal für eine Halbzeit in der 3. Liga ran durfte, wäre ihm das Risiko zu groß. Das gilt aktuell allgemein für die zweite Reihe. Weil Lucas Cueto weiter mit Problemen am Hüftbeuger ausfällt, ist mangels Flügelspielern auch eine Systemumstellung ausgeschlossen. Gute Karten auf einen Einsatz hat Cyrill Akono, der in Würzburg traf und sich zu Hause leichter tut.

Der Partie gegen die Emsländer misst Antwerpen eine „Bedeutung“ zu, wenn auch keine höhere als sonst. Er will das Thema Abstiegskampf nicht zu hoch hängen. „Dass wir nichts mehr holen, halte ich für ausgeschlossen. Wir tun alles dafür, um die Punkte, die wir noch brauchen, zu holen.“

Viele Gästefans werden erwartet

In der Vorwoche gefiel ihm ohne Sandrino Braun, der am Samstag Vater wurde, vor allem die – nach Daten belegte – schwache Laufleistung nicht. „Wir wollten da vermehrt pressen, hatten aber nicht das gewünschte Anschlussverhalten und haben so wenig zweite Bälle bekommen“, sagt Antwerpen. Die Partie gegen den SVM wird vermutlich ganz anders laufen. „Die Verantwortlichen haben die richtigen Schlüsse gezogen und die Mannschaft noch sehr gut verstärkt“, wertet der 47-Jährige.

Gerade weil rund 1600 Fans den Gast anfeuern dürften, wünscht sich der Preußen-Trainer aus den eigenen Reihen noch mehr Rückhalt. „Ich sage ganz gezielt, dass wir uns die Unterstützung der Fans wünschen. Der größte Teil steht konsequent hinter uns, aber in diesem wichtigen Spiel gegen einen Gegner auf Augenhöhe brauchen wir alle.“ SCP: Schulze Niehues – Schweers, Kittner, Scherder – Hoffmann, Rodrigues Pires, Braun, Heidemann – Klingenburg – Rühle, Akono

► Wie bereits mehrfach angedeutet, wechselt der SCP zur neuen Saison den Ausrüster. Das bestätigte der Verein am Donnerstag. Statt Nike (seit 2008 im Boot) stellt nun der Sportartikelhersteller Jako aus Baden-Württemberg die Trikots für sämtlich Mannschaften. Der Vertrag gilt bis 2023. Bereits zwischen 2002 und 2008 pflegten beide Seiten eine Zusammenarbeit.

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