Fußball: 3. Liga
Ein Klingenburg-Tor reicht dem SC Preußen Münster nicht

Münster -

Ein Punkt – oder eher doch nur ein Pünktchen: Das 1:1 des SC Preußen Münster gegen den SV Meppen bringt den Drittligisten nur einige Zentimeter voran auf dem Weg zum Klassenerhalt. Drei Zähler wären drei Mal so gut gewesen – aber am Freitag nicht drin.

Freitag, 05.04.2019, 21:46 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 21:55 Uhr
Spektakuläre Einlage: Preußen-Stürmer Tobias Rühle trifft den Ball mit hohem Bein und touchiert dabei auch den herausstürmenden Gästekeeper Erik Domaschke.
Spektakuläre Einlage: Preußen-Stürmer Tobias Rühle trifft den Ball mit hohem Bein und touchiert dabei auch den herausstürmenden Gästekeeper Erik Domaschke. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Befreiungsschlag, wenn man beim SC Preußen Münster in den Tabellenkeller schaut, war das nicht. Aber immerhin ein Punktgewinn, der 42. in dieser Saison, durch das 1:1 (1:1) vor 9394 Zuschauern gegen den SV Meppen. Münsters frühe Führung durch René Klingenburg (3.) beantworteten die Gäste durch den aufgerückten Abwehrchef Steffen Puttkammer (28.) zum Ausgleich. Aller Sorgen ledig? Das gilt weder für Münster noch für Meppen.

„Wir können mit dem Punkt nicht leben, zwei weitere wären für uns ganz wichtig gewesen“, sagte Münsters Trainer Marco Antwerpen nach der Partie. Seinem Team machte er keine großen Vorwürfe, aber: „Wir können das 2:0 durch Akono machen, dann wären wir auf der Siegerstraße wohl gewesen. Wir haben einfach verpasst, den Deckel draufzumachen in unserer Drangphase.“ Es fehle in solchen Momenten die Qualität, so Antwerpen. Meppens Coach Carsten Neidhart fügte an: „Nach der Pause ging es hin und her. Am Ende des Tages fehlen auf beiden Seiten Kleinigkeiten zum Sieg. Beide Team können mit dem Remis gut leben.“ Was Antwerpen natürlich anders sah.

Mit heißer Klinge durch die Butter...

Die Preußen starteten, endlich mal wieder im „Hallo-wach-Modus“. Keine 150 Sekunden waren vorbei nach Anpfiff von Schiedsrichter Martin Petersen (Stuttgart), da fuhr der SCP durch Meppens Abwehr wie mit heißer Klinge durch die Butter. Cyrill Akono kombinierte sich mit Niklas Heidemann auf der linken Seite durch, und die maßgeschneiderte Flanke von Heidemann köpft René Klingenburg zur Führung ein. Blitzstart der Gastgeber, wenn, dann mit Klingenburg als Hauptdarsteller.

SC Preußen Münster - SV Meppen

1/18
  • Kittner gegen Nick Proschwitz, Meppens besten Stürmer.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Trainer Antwerpen

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tor für Meppen durch Steffen Puttkamme: Damit steht es in der Halbzeit 1:1.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • „Auswärtssieg“ - skandieren die Gästefans nach dem Treffer.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Schweers auf der Reservebank.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Hängende Köpfe bei den Preußen zur Halbzeit - bis zum Ausgleich hatte Münster alles im Griff.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Es folgen weitere Impressionen von der Partie:

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Gäste aus dem Emsland treten an der Hammer Straße unter Flutlicht gegen den SC Preußen Münster an. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Gäste aus dem Emsland treten an der Hammer Straße unter Flutlicht gegen den SC Preußen Münster an. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Gäste aus dem Emsland treten an der Hammer Straße unter Flutlicht gegen den SC Preußen Münster an. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Gäste aus dem Emsland treten an der Hammer Straße unter Flutlicht gegen den SC Preußen Münster an. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Gäste aus dem Emsland treten an der Hammer Straße unter Flutlicht gegen den SC Preußen Münster an. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Gäste aus dem Emsland treten an der Hammer Straße unter Flutlicht gegen den SC Preußen Münster an. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Gäste aus dem Emsland treten an der Hammer Straße unter Flutlicht gegen den SC Preußen Münster an. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Gäste aus dem Emsland treten an der Hammer Straße unter Flutlicht gegen den SC Preußen Münster an. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Gäste aus dem Emsland treten an der Hammer Straße unter Flutlicht gegen den SC Preußen Münster an. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Gäste aus dem Emsland treten an der Hammer Straße unter Flutlicht gegen den SC Preußen Münster an. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Gäste aus dem Emsland treten an der Hammer Straße unter Flutlicht gegen den SC Preußen Münster an. Foto: Jürgen Peperhowe

Und die Preußen hätten nachlegen können, weil nach einer kurzen Atempause Martin Kobylanski (21.) mit einer Freistoß-Bogenlampe, Akono (23.) und Simon Scherder per Kopf (23.) durchaus Potenzial zum zweiten Treffer hatten. Doch Meppen erholte sich aus der Schockstarre und kam zum Ausgleich.

Das war mal wieder viel zu leicht für den Gegner, weil der die SVM-Akteure gewähren ließ – und am Ende Steffen Puttkammer (28.) nahezu unbedrängt aus zehn Metern zum Abschluss kam. Münsters Abwehrchef Ole Kittner rückte dabei viel zu spät heraus. Schlecht verteidigt vom SCP. So schnell ging das. Als es in die Pause ging, da rätselte man über die Leistung des SCP. Denn eigentlich war ein bisschen mehr drin.

Kein Lucky Punch

Erster knapper Aufreger nach der Pause: Dadashov fällt im Meppener Strafraum, was Referee Petersen nur ein müdes Lächeln entlockte. Elfmeter? Nicht mit ihm, lautete die Botschaft. Doch die Preußen übernahmen die Regie, sie versuchten es zumindest. Nach Freistoß von Kobylanski war ein Kopfball von Kittner (63.) die einzige Möglichkeit. Dagegen wackelte der SCP mächtig, als nach einer Ecke im Gewühl Heidemann (68.) auf der Linie klärte, als er angeschossen wurde. Münsters Schlussmann Max Schulze NIehues verpasste, rigoros einzugreifen und die Lage zu entschärfen.

Aber Antwerpen versuchte, in der Schlussphase mit einem Doppelwechsel sein Team auf die Siegerstraße einbiegen zu lassen. Tobias Rühle und Moritz Heinrich kamen. Münster attackierte weiter. Der SCP forderte einen Handelfmeter, weil Janik Jesgarzweski (79.) der Ball eben an dieses gesprungen war. Nö, dachte sich da Petersen auch – und das Stadion tobte.

Dann flog Vrzogic in der Nachspielzeit, Kevin Rodrigues Pires legte sich den Ball zurecht zum Freistoß, der nicht wirklich prall geschossen war. Noch ein letzter Anlauf, Klingenburg, René Klingenburg, mit aller Macht in die Wolken. Lucky Punch? Von wegen. Es blieb beim 1:1.

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