Fußball: 3. Liga
Nur Grodowski fehlt im Trainingslager des SC Preußen Münster

Münster -

Fünf bis sechs Wochen wird die Zwangspause bei Preußen-Stürmer Joel Grodowski voraussichtlich dauern. Damit verpasst er nicht nur das Trainingslager in Wageningen, sondern auch den Start in die neue Saison.

Donnerstag, 27.06.2019, 17:10 Uhr aktualisiert: 28.06.2019, 16:06 Uhr
Joel Grodowski wird in Aplerbeck vom Platz getragen. Der 21-Jährige erlitt im Testspiel eine Verletzung am Schultereckgelenk und muss voraussichtlich fünf bis sechs Wochen aussetzen.
Joel Grodowski wird in Aplerbeck vom Platz getragen. Der 21-Jährige erlitt im Testspiel eine Verletzung am Schultereckgelenk und muss voraussichtlich fünf bis sechs Wochen aussetzen. Foto: Jürgen Peperhowe

Zugegeben, es ist nur ein schwacher Trost für Joel Grodowski, dass das Städtchen Wageningen in der niederländischen Provinz Gelderland touristisch jetzt nicht die ganz große Nummer ist. Dennoch hätte der junge Stürmer des SC Preußen Münster am Donnerstagmorgen viel lieber im Mannschaftsbus auf dem Weg ins Trainingslager gesessen, statt sich in eine enge Röhre zu quetschen und sich einer Magnetresonanztomographie zu unterziehen. Am Mittwochabend war Grodowski im Test gegen Borussia Dortmund II nach knapp einer halben Stunde Spielzeit in Dortmund Aplerbeck nach einem Foulspiel von BVB-Abwehrspieler Lars Bünnig hart und unglücklich auf der Schulter gelandet. Die Partie war für den 21-Jährigen sofort beendet. „Ich werde alles geben, um so schnell wie möglich wieder zurück auf dem Platz zu sein, um meinen Traum weiter zu leben und dran zu arbeiten“, schrieb Grodowski bei Instagram – allerdings wird er wohl fünf bis sechs Wochen warten müssen, ehe er wieder auf dem Platz stehen kann: Mannschaftsarzt Cornelius Müller-Rensmann diagnostizierte eine Verletzung am Schultereckgelenk.

Bis auf den Unglücksraben hatte Trainer Sven Hübscher aber alle Mann an Bord – unter anderem auch den Neuzugang von RB Leipzig, Naod Mekonnen, der sich nach seiner einwöchigen Zwangspause im Trainingslager ins Team spielen will. Ebenso übrigens wie auch Nico Brandenburger nach seiner Verletzung und Rufat Dadashov nach der Rückkehr aus dem Urlaub. Beide durften gegen die BVB-Reserve zwar für zehn Minuten auf das Feld, haben aber noch Nachholbedarf. Aus Trainersicht war der Kurzeinsatz mehr eine vertrauensbildende Maßnahme, denn ein echtes Comeback. „Für beide kam ein Einsatz eigentlich noch zu früh, die brauchen noch eine Woche. Aber ich wollte ihnen das Gefühl geben, wieder am Ball zu sein“, so Hübscher. Dadashov sei so „heiß“, da wäre es nicht fair gewesen „ihn hängenzulassen“.

Am Donnerstagmittag bezogen die Preußen in der Provinz Gelderland ihr Quartier – unter anderem mit Loris Deiters und Fabian Kerellaj aus der Oberliga-Reserve, die bereits in allen bisherigen Testspielen mitgewirkt hatten. Neuer Mann an Bord war Marius Mause, ebenfalls Leistungsträger in der U 23 des SCP. „Den hatten wir ohnehin schon länger auf dem Zettel, den wollen wir uns mal anschauen“, so Sportdirektor Malte Metzelder, der selbst am Donnerstagabend zur Mannschaft stieß. Einsätze von weiteren Testspielern seien nicht eingeplant, ebenso wenig wie ein zusätzlicher Test während der vier Tage in Wageningen. Geplant ist auch kein Ausflug ins nahe gelegene Utrecht – schon Joel Grodowski zuliebe.

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