Fußball: 3. Liga
Zwei gleichwertige Halbserien gab es lange nicht

Münster -

Wer die zweite von inzwischen acht beendeten Drittliga-Spielzeiten des SC Preußen ausklammert, der kommt zu dem Schluss, dass Münster ein klassisches Mittelfeldteam hat. In jedem anderen Jahr waren die Adler, als es im Saisonfinale um alles ging, außen vor.

Donnerstag, 18.07.2019, 19:12 Uhr aktualisiert: 18.07.2019, 19:39 Uhr
 
  Foto: Jürgen Peperhowe

Gut – denn in akute Abstiegsgefahr geriet das Team nie wirklich. Nicht so gut, denn außer 2012/13, als am letzten Spieltag theoretisch noch Rang zwei oder drei drin waren und es am Ende der vierte (Qualifikation für den DFB-Pokal) mit 72 Punkten wurde, hatte der SCP auch mit dem Aufstiegsrennen final nichts zu tun.

Ansonsten landete der Traditionsclub immer zwischen Platz sechs (2013/14) und zwölf (2011/12) – oder anders gesprochen zwischen 49 (2015/16) und 54 (2014/15) Zählern. Was für eine sagenhafte Konstanz. Mal war die Hinrunde deutlich besser (2014/15, 2015/16 und 2018/19), mal die Rückrunde (2013/14, 2016/17 und 2017/18). An der Theorie, dass die Preußen immer den zweiten Teil der Saison vergeigen, ist also nichts dran. Dass sie seit sechs Jahren nicht in der Lage sind, zwei gleichwertige Halbserien zu spielen, stimmt hingegen.

Kader von Preußen Münster - Saison 2019/20

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  • Die Neuzugänge des SCP -

    hintere Reihe v.l.: Heinz Mörschel, Joel Grodowski, Fridolin Wagner, Luca Schnellbacher, Marcel Hoffmeier, Maurice Litka, Coach Sven Hübscher

    - vordere Reihe v.l.: Okan Erdogan, Dominik Klann, Nico Brandenburger, Naod Mekonnen, Seref Özcan und Julian Schauerte.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Niklas Heidemann

    Noch konkurrenzlos auf der linke Seite. Nach starker Premierensaison gesetzt als Dauerläufer.

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  • Lucas Cueto

    Vertrag auf den letzten Drücker - Trainer Hübscher wollte ihn unbedingt halten. Hat noch viel Potenzial.

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  • Max Schulze Niehues

    Dauerbrenner, Nummer eins und fast schon eine kleine Vereins-Ikone. Seit 2011 im Team, zuvor auch Jugendspieler.

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  • Marcel Hoffmeier

    Kommt mit 19 Jahren aus der Regionalliga (Lippstadt). Er versucht sein Glück als Profi und kann es kaum erwarten.

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  • Joel Grodowski

    Kommt aus Hamm (Oberliga), soll auch in der U 23 spielen. Pech mit einer schweren Schulterblessur.

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  • Fridolin Wagner

    Er kennt Trainer Sven Hübscher aus seiner Zeit bei Werder Bremen II. Und schwärmt in höchsten Tönen.

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  • Luca Schnellbacher

    Seuchenjahr in Aalen, aber mit neuem Elan nach Münster gekommen und auf vielen Positionen einsetzbar.

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  • Okan Erdogan

    Vielversprechende Ansätze in der Vorbereitung. Noch zurückhaltend als Neuzugang aus der Regionalliga.

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  • Heinz Mörschel

    Bislang letzter Einkauf. Sammelte bei Holstein Kiel schon Zweitliga-Einsätze, ist aber erst 21 Jahre alt.

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  • Philipp Hoffmann

    Auch schon seit vier Jahren beim SCP. Dauerläufer auf der rechten Seite, stark bei Kontern.

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  • Marian Prinz

    Erstes Seniorenjahr für den Junioren-Nationalspieler. Als U-23-Keeper sicher öfter auf der Bank.

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  • Dominik Klann

    Aufgestiegen mit der zweiten Mannschaft und nun mit der Chance, sich zu zeigen.

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  • Simon Scherder

    Schon seit 2006 ein Preuße, zuletzt Kapitän und erneut ein Anwärter auf die Binde am Arm.

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  • OIe Kittner

    Ur-Münsteraner und Everybody‘s Darling. Als Abwehrchef wie als Führungskraft sehr wertvoll.

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  • Naod Mekonnen

    Ausgebildet bei RB Leipzig und extrem ehrgeizig, auch neben dem Platz als angehender Student.

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  • Ugur Tezel

    Sein erstes Jahr im SCP-Trikot verlief mehr als durchwachsen. Hofft auf eine neue Chance.

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  • Rufat Dadashov

    Nach seiner Länderspielreise mit zwei Wochen Sonderurlaub, aber jetzt top-motiviert. Will seine Torquote steigern.

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  • Kevin Rodrigues Pires

    Nach dem Weggang seiner Nebenleute plötzlich Mittelfeldchef. Spielt aktuell stark auf und tritt auch die Standards.

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  • Maurice Litka

    Eigentlich ein Ur-St. Paulianer, aber jetzt lässt er sich voll auf Preußen ein. Gute Ansätze in der Vorbereitung.

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  • Nico Brandenburger

    Blöder Start mit einer kleinen Verletzung im Auftakttraining. Auf Dauer aber Kandidat für die Startelf.

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  • Seref Özcan

    Wagt den Sprung aus der Regionalliga Nordost in die 3. Liga. Berater ist Ex-Preuße Sercan Güvenisik.

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  • Oliver Schnitzler

    Angebot aus Unterhaching, doch der Reservist musste bleiben. Will Schulze Niehues mutig angreifen.

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  • Julian Schauerte

    Potenzieller neuer Leitwolf auf der rechten Seite. Bringt 31 Jahre und viel Erfahrung mit.

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  • Jannik Borgmann

    Der Schlaks (1,97 Meter) boxt sich durch, hat langfristig verlängert und geht bald noch studieren.

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  • Malte Metzelder

    Sportdirektor und Geschäftsstellenleiter SC Preußen Münster

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  • Helge Dahms

    Zeugwart 

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  • Lukas Brüggemann

    Physiotherapeut 

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  • Dr. Tim Hartwig

    SCP-Mannschaftsarzt

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  • Dr. Cornelius Müller-Rensmann

    Orthopäde und Sportmediziner

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  • Matthias Sieme

    Physiotherapeut 

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  • Milenko Gilic

    Torwarttrainer

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  • Tim Geidies

    Athletiktrainer

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  • Tobias Hellwig

    Co-Trainer

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  • Arne Barez

    Co-Trainer

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  • Sven Hübscher

    Trainer

    Foto: Jürgen Peperhowe

Die Differenz zwischen der Ausbeute vor und nach der Winterpause war in den meisten Jahren schon eklatant. Die besten Werte – abgesehen von jenem Ausreißer nach oben unter Chefcoach Pavel Dotchev – fuhr tatsächlich dessen Nachfolger Ralf Loose, der nie unumstritten war, ein.

Graues Mittelmaß, sagen die Kritiker. Eine feste Größe, entgegnen die Optimisten. Die Wahrheit liegt dazwischen, na klar. Natürlich sehnen sich viele Fans nach mehr Spannung, wenn es um die Wurst geht. Aber dann doch lieber ein geruhsamer Saisonausklang als Zittern bis zum Schluss oder gar in den sauren Apfel beißen. Fragen Sie mal nach in Erfurt, Saarbrücken, Burghausen, Aalen, Cottbus, Lotte, Babelsberg ...

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