Fußball: Preußen Münster
Terminkollisionen drohen auf dem Rasenplatz im Preußenstadion

Münster -

Es wird eng im Stadion an der Hammer Straße: Nach den Profis und der U 19 in der Bundesliga benötigt auch die U 23 in der Oberliga den Stadionrasen.

Dienstag, 13.08.2019, 18:16 Uhr aktualisiert: 14.08.2019, 10:10 Uhr
Das war keine Beanspruchung für den Preußenrasen: „The Curva“ spielt bei „Flurstücke 019“, nun aber werden die Fußballer des SCP den Rasen in Beschlag nehmen.
Das war keine Beanspruchung für den Preußenrasen: „The Curva“ spielt bei „Flurstücke 019“, nun aber werden die Fußballer des SCP den Rasen in Beschlag nehmen. Foto: Gunnar A. Pier

Das erste Oberliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte trägt die U 23 von Preußen Münster am Sonntag (15 Uhr) gegen die SF Siegen im Stadion aus. Was zunächst vor allem nach einer speziellen Wertschätzung für die Aufsteiger-Mannschaft klingt, hat vor allem einen infrastrukturellen Hintergrund. Denn der westfälische Verband verlangt in dieser Spielklasse die Einhaltung gewisser Standards und polizeilicher Erfordernisse. Dazu gehört bei Gegnern mit großer oder problematischer Anhängerschaft auch eine strikte Fantrennung, die der Kunstrasenplatz nebenan als eigentliche Spielstätte nicht bietet.

Da auf die Siegerländer zumindest Punkt eins zutrifft, bestand keine andere Möglichkeit, als auf den Hauptplatz an der Hammer Straße auszuweichen. Wenn Clubs wie RW Ahlen, Westfalia Herne, die Hammer SpVg oder der FC Gütersloh zu Gast sind, dürften die Anforderungen ähnlich sein.

„Wir hatten diesmal Glück, dass die U 19 schon Samstag spielt“, so Geschäftsführer Bernhard Niewöhner. Er weiß aber, dass im Saisonverlauf Terminkollisionen drohen, da nicht nur die A-Jugend oft sonntags kickt, sondern ab und zu auch die Drittliga-Profis. Eine Komplikation ist schon am 22. September zu erwarten, wenn der älteste Nachwuchs um 13 Uhr RW Oberhausen empfängt und die Zweite um 15 Uhr Eintracht Rheine.

„Wir schauen tatsächlich von Spiel zu Spiel“, so Niewöhner, der im Hintergrund schon gezielt nach Ausweichanlagen sucht. „Was aber nicht in Frage kommt, ist, dass wir mit Chaosspielen zu Nachbarvereinen gehen und die dann auch noch belasten.“ Bei harmloseren Kontrahenten würden der ESV Münster, RW Alverskirchen oder GW Gelmer ihren Rasen zur Verfügung stellen. „Aber für unsere U 23 ist es schon auch wichtig, dass sie einen festen Platz findet.“ In der Vergangenheit war der Kunstrasen an der Hammer Straße ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor für den technisch-spielerisch hochwertigen Stil der Reserve.

Eine ganz andere Thematik ist noch Belastbarkeit des Grüns im Stadion, das bislang oft schon im Herbst in Teilen schwer gelitten hatte. Doch hier ist Niewöhner guter Dinge, weil sich der neue Platzwart Norbert Heithaus wirklich reinkniet. „Er ist eine Art Hoffnungsträger“, so der Geschäftsführer.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6847477?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686215%2F
Nachrichten-Ticker