Fußball: A-Junioren-Bundesliga
Mit dem 0:0 gegen Viktoria Köln scheint für Preußen-Talente der Anfang gemacht

Münster -

Für den ersten Saisonsieg reichte es noch immer nicht, doch mit dem 0:0 zu Hause gegen Viktoria Köln glückte den A-Junioren des SC Preußen zumindest der erste Punktgewinn. Und auch die verbesserte Ordnung auf dem Feld machte Hoffnung.

Sonntag, 25.08.2019, 18:18 Uhr aktualisiert: 26.08.2019, 12:02 Uhr
Preußen-Stürmer Eduard Probst (r.) bedrängt den Kölner Felix Strauss.
Preußen-Stürmer Eduard Probst (r.) bedrängt den Kölner Felix Strauss. Foto: Peter Leßmann

Erstmals ohne Gegentreffer blieben die A-Junioren des SC Preußen Münster und kamen zum ersten Bundesliga-Zähler im torlos beendeten Heimspiel gegen den Aufsteiger Viktoria Köln. Das kleine Erfolgserlebnis kann ebenso Auftrieb geben wie die Vorstellung in manchen Phasen der Partie, die gefühlt mitten im Hochsommer ablief und sehr kräftezehrend war.

Die Rechtsrheinischen um Trainer Jürgen Kohler (53), den 105-fachen A-Nationalspieler und Weltmeister von 1990, kamen zuletzt mit viel Leidenschaft zum 1:0 über Schalke und hatten sich den Respekt verdient, den die Preußen prompt zeigten. Viktorias Aufbauspieler Dennis Oduro riss das Geschehen direkt an sich, seine Stürmerkollegen preschten drauflos. Aber nur ein paar Minuten lang, dann machte es „klack“ und mittels guter Zweikampfführung sowie sicherem Aufbau von hinten heraus über Til Busemann und vor ihm Tobias Heering kam ein durchweg flüssiges Preußen-Spiel zustande.

Dass Trainer Arne Barez im 5-4-1-System deutlich auf Sicherheit zuerst setzte, war klar nach den drei erlittenen Niederlagen. Aber mit gutem Nachrücken und dem Flügelspiel wurde Angreifer Eduard Probst unterstützt. Zudem setzte der eifrige Asmar Paenda dem Kölner Spielmacher Oduro immer wieder zu und schränkte seine Kreise ein. „Wir haben endlich die Räume geschlossen, die wir bisher dem Gegner angeboten haben“, sagte Barez und sah auch offensiv Vorteile seiner Elf.

Der nimmermüde Probst eilte links auf und davon, legte sich den Ball bestens vor und scheiterte nur knapp (26.). Noch besser war seine Lage kurz vor der Pause, aber aus halbrechter Position kam er nicht an Keeper Maximilian Ueing vorbei (43.). Die Krönung blieb Münster versagt, das weiterhin nur einen Elfmetertreffer durch Offensivmann Marvin Mika im Bielefeld-Spiel als Ausbeute auf dem Konto hat.

Probst versuchte es nach der Pause noch einmal aus 17 Metern, aber beide Teams schraubten mit der Zeit unter sengender Sonne das Risiko herunter. Mika verzog einmal aus guter Position und musste sich nicht lange ärgern – er stand im Abseits (61.) nach dem Probst-Zuspiel. Kölner Freistöße blieben ungefährlich, aber nach einer Hereingabe vor die Nase von Keeper Tom Breuers klärten die Preußen mit vereinten Kräften vor der Torlinie. Gegen Ende und mit frischen Dribblern auf dem Platz drückte die Viktoria noch einmal. Erfolglos. Den Systemwechsel stellte Barez nicht heraus („Wir können immer was ändern“), sah vielmehr, „dass die Abläufe stimmen und der Aufbau gefällig war. Ich sehe das Potenzial dieser Elf, die sehr homogen ist, sich aber vorne wie hinten steigern muss.“ SCP: Breuers – Humpert, Ter-Horst, Busemann, Wesberg, Benjamins (85. Franke) – Demirarslan (86. Pohl), Heering, Paenda, Mika (64. Selutin) – Probst (70. Frieling)

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