Fußball: 3. Liga
Preußen-Neuzugang Rossipal genoss die gute Hoffenheimer Schule

Münster -

Alexander Rossipal ist die Preußen-Hoffnung auf der Linksverteidiger-Position. Zumindest für diese Saison. Der 23-Jährige ist für zehn Monate vom SV Sandhausen ausgeliehen. Die fehlende Spielpraxis bereitet ihm keine Sorge.

Freitag, 30.08.2019, 08:00 Uhr
Für Alexander Rossipal geht es in Münster vor allem um Spielpraxis.
Für Alexander Rossipal geht es in Münster vor allem um Spielpraxis. Foto: imago-images

Zumindest einen Kaderplatz hat Alexander Rossipal für Samstag schon mal sicher. Preußen-Trainer Sven Hübscher gab dem Neuzugang, der erst am Montag für ein Jahr vom Zweitligisten SV Sandhausen ausgeliehen wurde, die Garantie, im 18er-Aufgebot für das Auswärtsspiel bei Hansa Rostock zu stehen. „Er hält sich noch etwas zurück, die anderen Jungs sind ja schon ein verschworener Haufen“, so der Coach. „Aber das läuft.“ Denn der Linksverteidiger macht einen sehr aufgeschlossenen Eindruck und sieht auch nicht ausschließlich sportliche Chancen in seinem Wechsel. „Bisher bin ich ja noch nicht weit weggekommen von meinem Elternhaus, das tut mir jetzt gut und gehört zum nächsten Entwicklungsschritt“, so der gebürtige Stuttgarter.

Spielen kann er auch in der Innenverteidigung. „Wir haben bewusst einen körperlich robusten Mann geholt und keinen kleinen quirligen“, sagt Hübscher. Und auch der Spieler selbst sähe sich für diese Aufgabe gewappnet, denn gerade während seiner Ausbildung bei 1899 Hoffenheim lernte er, „in mehreren Grundordnungen zu spielen“. Die Akademie der Kraichgauer prägte natürlich auch sein Verhalten auf der Außenverteidiger-Position. „Ich schalte mich schon gern vorne ein, habe ein gutes Passspiel und versuche sehr geradlinig zu sein“, erzählt der Linksfuß, der Niklas Heidemann auf dessen Stelle in der Viererkette Druck machen soll.

Nachdem Rossipal im vergangenen Jahr aus der U 23 der TSG nach Sandhausen wechselte, begann seine Entwicklung allerdings etwas zu stocken, was auch an einer langwierigen Verletzung (Außenbandriss im Knie) lag. „Ich habe danach aber die komplette Vorbereitung mitgemacht und nicht eine Einheit verpasst“, sagt der 23-Jährige. „Ich denke, dass ich gut im Rhythmus bin. Klar, bei 100 Prozent Praxis kann ich nicht sein, aber das wird sich schnell ändern.“

Allerdings musste sich der Neue zum Einstieg erst mal kurz schütteln. „Zweimal Training an einem Tag kannte er aus Sandhausen so gar nicht“, sagt Hübscher leicht grinsend – so, als wolle der Coach andeuten, dass er ein echter Schleifer ist.

Mit seinem neuen Club hat sich Rossipal quasi gleich nach der Unterschrift genauer befasst. „Ich habe mal geschaut: Preußen war in der ersten Bundesliga-Saison dabei und ist jetzt schon lange Drittligist. Das kann sich doch alles sehen lassen.“ Der Flügelspieler klingt, als habe er richtig Lust auf Münster.

► Bis auf Ole Kittner und Jannik Borgmann beklagen die Preußen vor der Partie in Rostock keine Ausfälle.

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