Fußball: Oberliga
Außergewöhnliches Comeback für Preußen II gegen Paderborn II

Münster -

Wow, diese Preußen-Reserve hat einen echten Lauf. Nach 88 Minuten und ein paar Sekunden lag sie im Duell der zweiten Mannschaften gegen den SC Paderborn noch 1:2 hinten. Dann aber drehten zwei Kopfbälle das Geschehen noch zum 3:2, dem dritten Sieg in Serie.

Sonntag, 15.09.2019, 18:31 Uhr aktualisiert: 17.09.2019, 11:20 Uhr
Profi-Leihgabe Marcel Hoffmeier (l.), hier gegen Paderborns Ioannis Tsingos, bereitete den Anschluss vor.
Profi-Leihgabe Marcel Hoffmeier (l.), hier gegen Paderborns Ioannis Tsingos, bereitete den Anschluss vor. Foto: fotoideen.com

Der Aufsteiger beeindruckt weiter auf neuem Niveau. Vom Pausenrückstand unbeeindruckt, drehte Preußen Münster II gegen den SC Paderborn II eine sehenswerte und spielerisch insgesamt überzeugende Partie zum 3:2 (0:2)-Sieg.

220 Besucher am Kunstrasen taten gut daran, auszuharren. Die in sich gefestigte Gastgeber-Elf, die nie in Panik geriet, schlug spät und doppelt zu durch die eingewechselten und per Kopf erfolgreichen Marius Mause zum 2:2 (89.) und Kürsat Özmen zum 3:2 (90.+4). Die zur klugen Reaktion fähige Elf krönte mit dem dritten Sieg nacheinander ihren tollen Tag. „Das war hochverdient. Die Vorstellung macht uns stolz“, sagte Trainer Sören Weinfurtner, der mit wirkungsvollen Wechseln dazu beitrug, dass seine Elf, „ohne mit dem Gebolze anzufangen“, zum Gewinner wurde.

Für den verletzten Lukas Frenkert übernahm Nils Janßen links in der Kette und gefiel auf Anhieb als zweikampfstark und dynamisch. Naod Mekonnen agierte auf der anderen Seite. Die Ostwestfalen, mit den Profikader-Spielern Rifet Kapic und Jan-Luca Rumpf, beherrschten das flache Kurzpassspiel im Aufbau ebenso wie die Gastgeber, die ganz vorne dank besserer Ideen und größeren Tempos mehr Szenen hatten. Paderborn aber traf, als die Münsteraner einen hohen Ball nicht unter Kontrolle bekamen, durch Drilon Demaj (23.).

Weil Mekonnen wegrutschte, spielte Paderborn einen Angriff sauber aus und erhöhte durch den sehr präsenten Kapic (45.). Allein in puncto Effektivität waren die Gäste bis hierher besser. „Gegen den Ball waren wir nicht griffig, da mussten wir uns dringend steigern“, forderte Weinfurtner und bekam es auch geliefert.

Mit Osman Touray für den am Knie verletzten Fabian Kerellaj kam noch mehr Geschwindigkeit und Zug zum Tor auf die linke Bahn. Die Preußen ergatterten mehr Bälle und spielten gescheit in die Tiefe. Nach Marcel Hoffmeiers Hereingabe bugsierte Innenverteidiger Dacain Baraza den Ball zum 1:2 ins eigene Tor (59.). Und nun nahm Münster richtig Anlauf. Julius Hölscher ackerte und ragte jetzt als Vorbereiter heraus. In Überzahl – Kapic sah Gelb-Rot (86.) – drehte er zwei Ecken so perfekt, dass Mause und Özmen nach Verlängerung von Joel Grodowski zuschlugen. SCP: Prinz – Mekonnen, Burchardt, Klauke, Janßen (83. Mause) – Klann, Remberg (73. Wald) – Hölscher, Hoffmeier, Kerellaj (50. Touray) – Grodowski

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