Fußball: A-Junioren-Bundesliga
Schlimme Teilbilanz für junge Preußen nach Heimpleite gegen Oberhausen

Münster -

Zweimal spielte die U 19 von Preußen Münster zuletzt 0:0 und versuchte, viel Honig aus den ersten Punkten zu saugen. Solche Unentschieden helfen aber nur weiter, wenn die Heimspiele gegen Konkurrenz auf Augenhöhe gewonnen werden. Gegen RW Oberhausen gelang das beim 0:1 nicht.

Sonntag, 22.09.2019, 19:02 Uhr aktualisiert: 22.09.2019, 20:16 Uhr
SCP-Keeper Tom Breuers (r.) angelt sich den Ball im Duell mit dem Oberhausener Pablo Overfeld.
SCP-Keeper Tom Breuers (r.) angelt sich den Ball im Duell mit dem Oberhausener Pablo Overfeld. Foto: Peter Leßmann

Das herbeigesehnte Erfolgserlebnis bleibt der U 19 von Preußen Münster auch nach sechs Runden verwehrt. Beim 0:1 (0:0) gegen RW Oberhausen gab sich der Tabellenletzte einer Elf geschlagen, gegen die er nicht verlieren musste. In einem Duell auf sehr überschaubarem Niveau entschied ein Tick mehr an Galligkeit für die Kleeblätter vom Niederrhein.

1:13 Tore weist diese erschütternde SCP-Teilbilanz inzwischen auf – der bisher einzige Treffer ging per Elfmeter auf das Konto von Marvin Mika beim 1:3 gegen Bielefeld. Mika sorgte jetzt mit guten Freistößen für Szenen von jener Qualität, die Seltenheit haben. Und die mit mehr Aufmerksamkeit und Tor-Gier hätten genutzt werden können. Der Unterschied: RWO schlug aus einer solchen Situation Kapital, weil Abwehrchef Enis Vila nach einem Lattentreffer seines Kollegen Furkan Cakmak trocken wie ungestört abstaubte (70.).

„Oberhausen war in diesem Punkt besser“, sagte SCP-Trainer Arne Barez, der seine Elf in der Pause stärker redete. Was auch sein musste, denn zuvor blieb es bei Stückwerkfußball, bei Zögerlichkeiten im harmlosen Aufbau. Zu viele blieben zu lange am Ball, „weil sie zu lange nachdenken, statt eine Entscheidung zu treffen“, so Barez. Vor den Freistoß-Szenen, in denen Jürgen Sinev nach Mikas Pfostenschuss zu spät kam (30.) und Jano Ter-Horst an eine hohe Hereingabe nicht schnell genug heranrauschte (38.), trafen die Gäste durch Kapitän Aleksa Markovic auch nur den Pfosten (33.). Wenn RWO die Münsteraner anlief, wurde es direkt schwierig, gescheit ins Aufbauspiel zu kommen. Zentrale Akteure wie Tobias Heering und Asmar Paenda hingen in der Luft.

Mit Mika über außen und Sinev zentral vorne versuchten die Preußen in Halbzeit zwei, Präsenz und Durchschlagskraft zu erhöhen. Nur phasenweise gelang das. Nach dem Gegentreffer – unglücklicherweise kassiert in Unterzahl, da der angeschlagene Heering draußen behandelt wurde – setzte Barez auf neue Offensivspieler und später auf ein 4-3-3-Format. Die letzte „halbe Szene“ verschenkte Elias Demirarslan (87.). „Wir müssen die Köpfe freikriegen und nicht so viel nachdenken über die Lage und den angeblichen Druck“, wünscht sich Barez. Eines weiß er sicher: „Die Jungs sind allesamt enorm willig, aber aktuell wenig klar in ihren Aktionen.“ SCP: Breuers – Ter-Horst, Busemann, Pohl (83. Sikorski) – Humpert, Paenda (56. Michalak), Heering (74. Selutin), Franke – Demirarslan, Mika, Sinev (71. Probst)

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