Fußball: 3. Liga
Preußen sehen sich für Halle-Protest juristisch gerüstet

Münster -

Der Hallesche FC hat Einspruch gegen die Wertung der Drittliga-Partie gegen den SC Preußen Münster eingelegt. Und wie reagieren die Adler? Gelassen. Einerseits ist auch ein Wiederholungsspiel schwer vorstellbar, andererseits scheint der Verein durchaus gewappnet für einen potenziellen Kampf um den einen Punkt.

Montag, 23.09.2019, 14:02 Uhr aktualisiert: 23.09.2019, 16:12 Uhr
Die Verärgerung der Hallenser, hier Trainer Torsten Ziegner (l.), über Schiedsrichter Michael Bacher (2.v.l.) können auch die Preußen nachvollziehen.
Die Verärgerung der Hallenser, hier Trainer Torsten Ziegner (l.), über Schiedsrichter Michael Bacher (2.v.l.) können auch die Preußen nachvollziehen. Foto: Jürgen Peperhowe

Das Wechselchaos von Halle schlug am Wochenende bundesweit hohe Wellen. Nachdem das International Football Association Board für diese Saison eine ganze Reihe an Regeländerungen vorgenommen hatte, treten nach und nach deren Schattenseiten in den Vordergrund. Preußen Münster war am Samstag Profiteur, als Gast des Halleschen FC war der Drittligist beim Ausgleich zum 2:2 für einige Momente faktisch in doppelter Überzahl.

Der Club von der Saale hat am Montag auch offiziell Einspruch eingelegt. „Wir sind es unserer Mannschaft und allen Fans schuldig, nach der offensichtlichen Benachteiligung vor dem Ausgleichstreffer zum Endstand nichts unversucht zu lassen“, erklärte Sportdirektor Ralf Heskamp.

Wiederholungsspiel im Bereich des Vorstellbaren

Damit treten jetzt auch die Preußen auf den Plan. Geschäftsführer Bernhard Niewöhner hatte schon am Montagmorgen betont, dass sich sein Club anwaltlich beraten lassen würde. „Im Moment sehe ich dafür aber noch keine Handlungsnotwendigkeit.“ Bislang hat der DFB die Münsteraner noch nicht zu einer Stellungnahme aufgefordert. „Ich denke, dass bei Halle eine vage Hoffnung besteht, dass sich etwas bewirken lässt. Als Tabellenerster ist man mit einem Punkt im Heimspiel natürlich nicht glücklich“, so Niewöhner. Der SCP hingegen, der im Vorfeld in einer Krise steckte, konnte mit dem Zähler sehr gut leben und würde diesen demnach auch juristisch zu verteidigen versuchen. 

Hallescher FC – SC Preußen Münster

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  • Halles Niklas Landgraf bringt Münsters Mittelfeldmann Seref Özcan zu Fall.

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  • Engagiert am Spielfeldrand: SCP-Coach Sven Hübscher.

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  • Ex-Preuße Sebastian Mai bedrängt Rufat Dadashov ...

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  • ... und behauptet sich gegen Heinz Mörschel.

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  • Die Preußen-Elf vor dem Anpfiff.

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  • SCP-Keeper Maximilian Schulze Niehues in Aktion.

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  • Sehen Sie im Folgenden zahlreiche weitere Impressionen aus Halle.

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Welches Ziel die Hallenser verfolgen, ist ohnehin aber offen. Allerhöchstens ein Wiederholungsspiel liegt im Bereich des Vorstellbaren. Dieses würde den Preußen zwar auch die Aussicht auf drei Punkte liefern, doch darauf möchte sich der Verein nicht einlassen. „In unserer aktuellen Lage ist ein Unentschieden beim Ersten gut. Wir haben gesehen, dass die Mannschaft lebt, aber sowas muss auch mit etwas Zählbarem unterfüttert werden“, sagt Niewöhner. „Für mich war es eine Tatsachenentscheidung. Wir sind juristisch aber gut aufgestellt.“

Metzelder bringt zwei Aspekte ein

Auch Geschäftsführer-Kollege Malte Metzelder sieht das so, bringt aber noch zwei andere Aspekte ein: „Mir wurde nachher zu wenig über das eigentliche Spiel gesprochen. Wir haben uns gut verkauft, richtig malocht. Und wenn wir über Fehlentscheidungen reden, dann gab es da noch zwei, drei zu unseren Ungunsten.“ Er dachte etwa an ein Handspiel des Ex-Preußen Sebastian Mai im Sechzehner und dessen Tätlichkeit gegen Luca Schnellbacher.

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► Jannik Borgmann und Maurice Litka, der in Halle mit einer Gehirnerschütterung fehlte, werden im Laufe der Woche wieder im Mannschaftstraining erwartet.

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