Fußball: U-19-Bundesliga
Youssoufa Moukoko von Preußen Münster nicht auszuschalten

Münster -

Gut angefangen – und doch nachgelassen gegen den großen Favoriten. Preußen Münsters U-19-Kicker mussten sich gegen den BVB mit 2:4 geschlagen geben. Drei Treffer gingen allein auf das Konto von Youssoufa Moukoko.

Sonntag, 27.10.2019, 20:41 Uhr aktualisiert: 27.10.2019, 20:45 Uhr
Ausgetanzt: Dortmunds Youssoufa Moukoko nimmt es zugleich mit Münsters Max Michalak und Til Busemann auf.
Ausgetanzt: Dortmunds Youssoufa Moukoko nimmt es zugleich mit Münsters Max Michalak und Til Busemann auf. Foto: Peter Leßmann

Auch wenn nach 90 Minuten das erwartbare Resultat in die Bundesliga-Bilanz einfloss: Beim 2:4 (2:1) gegen Borussia Dortmund zeigten die A-Junioren des SC Preußen Münster vor 350 Zuschauern phasenweise ihre bisher beste Leistung, aus der sie Honig saugen sollten. Die große Effektivität des mit vielen Talenten gesegneten Youssoufa Moukoko, der sein Torkonto um drei Treffer auf jetzt 18 insgesamt erhöhte, gab den Ausschlag. In wichtigen Szenen war der im Anschluss so konsequente 14-jährige Stürmer partout nicht mehr zu kontrollieren.

Auch Moukoko aber wirkte zunächst überrascht und dann unzufrieden, denn aggressiv genug starteten die Preußen mit Mut im Kampf gegen den Ball und suchten dann die Offensive. Der technisch versierte Elias Demirarslan fand mit weitem Zuspiel, das Dortmunds Tim Böhmer unterschätzte, Stürmer Marvin Mika, der im direkten Duell mit Keeper Luca Unbehaun auch mit Glück obsiegte und traf (14.).

BVB-Coach Michael Skibbe sah erst nach dem 1:1 (21.) durch den Münsteraner Alaa Bakir, den von Moukoko bestens eingesetzten Kapitän, ein Spiel mit Tempo und Tiefe. Auch „weil wir nach unserem Treffer eine schlechte Phase hatten und fehlerhaft agierten“, sagte SCP-Trainer Arne Barez. Nach 30 Minuten aber und einem feinen Volley-Einschuss von Nick Selutin, wieder auf Vorarbeit von Ballgewinner und Flankengeber Demirarslan, wurde der BVB-Schwung gebremst. Auch stärkte Keeper Tom Breuers mit einigen Paraden dem SCP-Team den Rücken.

Er war auch nach dem Wechsel direkt im Bilde, als Schwarzgelb um Ausnahmespieler Immanuel Pherai an Konzentration und Entschlossenheit zulegte. Dann erwischte Breuers eine Ecke nicht – Moukoko staubte blitzschnell ab (59.). Der oft vom Preußen-Kollektiv in der Fünferkette ganz gut bewachte Torjäger sorgte gegen den nun nachlassenden, weil spürbar enttäuschten, Gegner für die Entscheidung. Beim 3:2 drehte er sich ideal und traf mit rechts knallhart (74.). Zum 4:2 trickste er auf engstem Raum technisch perfekt sämtliche Kontrahenten aus (78.) und schob aus spitzem Winkel ein.

„Auch wenn manches gut war – Punkte haben wir nicht gewonnen und wieder nichts erreicht“, sagte Barez, der nur ungern erlebte, „wie die Tore gegen uns fallen.“ Insgesamt sieht er den nach neun Runden weiterhin sieglosen Kader in den Bereichen „Pressing und Balleroberung“ als stärker geworden an. „Wir werden alles tun, die guten Ansätze auszubauen. Die Phasen mit den einfachen Fehlern aber müssen wir reduzieren.“

SCP: Breuers – Ter-Horst, Michalak, Busemann, Wesberg, Franke (74. Benjamins) – Pohl (59. Sikorski), Heering (69. Frieling), Demirarslan – Mika, Selutin (69. Probst)

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