Fußball: 3. Liga
Aufbruchstimmung bei Preußen Münster trotz Talfahrt

Münster -

Das Glas ist – das sagen zumindest die aktiven Preußen-Spieler eher halbvoll als halbleer. Allenthalben herrscht allen Problemen zum Trotz Aufbruchstimmung auf dem Trainingsgelände des SC Preußen Münster – mit einem erklärten Ziel: Am Samstag wird der Bock umgestoßen.

Mittwoch, 30.10.2019, 16:15 Uhr aktualisiert: 30.10.2019, 16:59 Uhr
Luca Schnellbacher traf in Ingolstadt und will gegen Chemnitz erneut auf Torejagd gehen.
Luca Schnellbacher traf in Ingolstadt und will gegen Chemnitz erneut auf Torejagd gehen. Foto: Marco Steinbrenner

Seit den aktiven Zeiten von Malte Metzelder als Fußballer sind mittlerweile schon einige Jährchen ins Land gegangen, dennoch hat der Geschäftsführer des SC Preußen Münster immer noch ein ganz feines Gespür für die Gemütslage der Spieler. Und derzeit verspürt der sportliche Leiter auf dem Trainingsplatz alles andere als Frust und Niedergeschlagenheit beim Tabellen-Vorletzten. Im Gegenteil: „Die Spieler sind voll dabei, man spürt, dass die Jungs den Bock jetzt umstoßen wollen.“ Aufbruchstimmung in schweren Zeiten.

Derzeit gibt es zwei mögliche Perspektiven auf die aktuelle Spielzeit: Die eine, zweifellos unleugbar und deprimierend, fußt auf den nackten Zahlen, auf Rang 19 in der Tabelle und eine Serie von neun sieglosen Punktspielen, die andere, ebenfalls stichhaltig und eher motivierend, legt den Fokus auf zwei starke Auswärtsauftritte bei den Spitzenteams in Halle und Unterhaching (jeweils 2:2) sowie eine phasenweise hochklassige Partie mit unglücklichem Ausgang in Ingolstadt (2:3).

„Ich bin da eher bei der zweiten Variante“, sagt Metzelder. „Und das gilt auch für die Mannschaft. Es macht überhaupt keinen Sinn, jetzt nur auf die Tabelle zu schauen.“ Stattdessen wolle man sich auf die eigene Stärke besinnen – und das mit Vollgas. „Die Jungs geben Vollgas“, so der Eindruck von Metzelder.

Chemnitz erfolgreicher unterwegs

Trainer Sven Hübscher fährt aktuell Sonderschichten mit seinen Schützlingen, um die Energien zu bündeln und eben an diesem Wochenende endlich den Bock umzustoßen, der im konkreten Fall aus Chemnitz anreisen wird. Kein leichter Gegner, den gibt es in dieser Liga ohnehin nicht, aber auch keine Mannschaft, vor der sich der SCP verstecken muss oder darf, auch wenn der Trend eher der Freund des Gegners ist. Chemnitz hat aus den letzten drei Spielen immerhin sieben Punkte erwirtschaftet und dabei auf dem Weg aus dem Keller auch den Preußen-Adler locker überflügelt.

Doch die Preußen haben aus Ingolstadt zwar keine Punkte, aber allemal reichlich Aufwind mitgenommen, der endlich den seit dem 3. August überfälligen nächsten Höhenflug ermöglichen soll. Im August bezwang Münster im eigenen Stadion den 1. FC Kaiserslautern mit 3:2 und begeisterte seine Fans mit einer eindrucksvollen kämpferischen Leistung. Auch für die Heimfans ist eine Auffrischung dieses Glücksgefühls längst überfällig. Dann könnten auch sie vielleicht die Perspektive wechseln.

Kader von Preußen Münster - Saison 2019/20

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  • Die Neuzugänge des SCP -

    hintere Reihe v.l.: Heinz Mörschel, Joel Grodowski, Fridolin Wagner, Luca Schnellbacher, Marcel Hoffmeier, Maurice Litka, Coach Sven Hübscher

    - vordere Reihe v.l.: Okan Erdogan, Dominik Klann, Nico Brandenburger, Naod Mekonnen, Seref Özcan und Julian Schauerte.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Niklas Heidemann

    Noch konkurrenzlos auf der linke Seite. Nach starker Premierensaison gesetzt als Dauerläufer.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lucas Cueto

    Vertrag auf den letzten Drücker - Trainer Hübscher wollte ihn unbedingt halten. Hat noch viel Potenzial.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Max Schulze Niehues

    Dauerbrenner, Nummer eins und fast schon eine kleine Vereins-Ikone. Seit 2011 im Team, zuvor auch Jugendspieler.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Marcel Hoffmeier

    Kommt mit 19 Jahren aus der Regionalliga (Lippstadt). Er versucht sein Glück als Profi und kann es kaum erwarten.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Joel Grodowski

    Kommt aus Hamm (Oberliga), soll auch in der U 23 spielen. Pech mit einer schweren Schulterblessur.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Fridolin Wagner

    Er kennt Trainer Sven Hübscher aus seiner Zeit bei Werder Bremen II. Und schwärmt in höchsten Tönen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Luca Schnellbacher

    Seuchenjahr in Aalen, aber mit neuem Elan nach Münster gekommen und auf vielen Positionen einsetzbar.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Okan Erdogan

    Vielversprechende Ansätze in der Vorbereitung. Noch zurückhaltend als Neuzugang aus der Regionalliga.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Heinz Mörschel

    Bislang letzter Einkauf. Sammelte bei Holstein Kiel schon Zweitliga-Einsätze, ist aber erst 21 Jahre alt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Philipp Hoffmann

    Auch schon seit vier Jahren beim SCP. Dauerläufer auf der rechten Seite, stark bei Kontern.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Marian Prinz

    Erstes Seniorenjahr für den Junioren-Nationalspieler. Als U-23-Keeper sicher öfter auf der Bank.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Dominik Klann

    Aufgestiegen mit der zweiten Mannschaft und nun mit der Chance, sich zu zeigen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Simon Scherder

    Schon seit 2006 ein Preuße, zuletzt Kapitän und erneut ein Anwärter auf die Binde am Arm.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • OIe Kittner

    Ur-Münsteraner und Everybody‘s Darling. Als Abwehrchef wie als Führungskraft sehr wertvoll.

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  • Naod Mekonnen

    Ausgebildet bei RB Leipzig und extrem ehrgeizig, auch neben dem Platz als angehender Student.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ugur Tezel

    Sein erstes Jahr im SCP-Trikot verlief mehr als durchwachsen. Hofft auf eine neue Chance.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rufat Dadashov

    Nach seiner Länderspielreise mit zwei Wochen Sonderurlaub, aber jetzt top-motiviert. Will seine Torquote steigern.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Kevin Rodrigues Pires

    Nach dem Weggang seiner Nebenleute plötzlich Mittelfeldchef. Spielt aktuell stark auf und tritt auch die Standards.

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  • Maurice Litka

    Eigentlich ein Ur-St. Paulianer, aber jetzt lässt er sich voll auf Preußen ein. Gute Ansätze in der Vorbereitung.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Nico Brandenburger

    Blöder Start mit einer kleinen Verletzung im Auftakttraining. Auf Dauer aber Kandidat für die Startelf.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Seref Özcan

    Wagt den Sprung aus der Regionalliga Nordost in die 3. Liga. Berater ist Ex-Preuße Sercan Güvenisik.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Oliver Schnitzler

    Angebot aus Unterhaching, doch der Reservist musste bleiben. Will Schulze Niehues mutig angreifen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Julian Schauerte

    Potenzieller neuer Leitwolf auf der rechten Seite. Bringt 31 Jahre und viel Erfahrung mit.

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  • Jannik Borgmann

    Der Schlaks (1,97 Meter) boxt sich durch, hat langfristig verlängert und geht bald noch studieren.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Malte Metzelder

    Sportdirektor und Geschäftsstellenleiter SC Preußen Münster

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Helge Dahms

    Zeugwart 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lukas Brüggemann

    Physiotherapeut 

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  • Dr. Tim Hartwig

    SCP-Mannschaftsarzt

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  • Dr. Cornelius Müller-Rensmann

    Orthopäde und Sportmediziner

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Matthias Sieme

    Physiotherapeut 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Milenko Gilic

    Torwarttrainer

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tim Geidies

    Athletiktrainer

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tobias Hellwig

    Co-Trainer

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Arne Barez

    Co-Trainer

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sven Hübscher

    Trainer

    Foto: Jürgen Peperhowe
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