Fußball: B-Junioren-Bundesliga
Preußen verabschieden sich mit Sieg gegen Lippstadt vom Heimpublikum

Münster -

Ein Tor schießen, kein Gegentor kassieren: So einfach kann Fußball sein. Die U-17-Junioren von Preußen Münster haben ihre Aufgabe gegen SV Lippstadt exakt in diesem Sinne gelöst und den nächsten Dreier eingefahren. Das war es für die Harink-Truppe im eigenen Stadion, vor dem Jahreswechsel geht es noch drei Mal in die Fremde ...

Sonntag, 24.11.2019, 14:42 Uhr
Stabile Kurvenlage: Preußenspieler Ole Jasper Overhoff umkurvt hier elegant Marvin Figuera aus Lippstadt.
Stabile Kurvenlage: Preußenspieler Ole Jasper Overhoff umkurvt hier elegant Marvin Figuera aus Lippstadt. Foto: fotoideen.com

Schon in die Rückrunde gestartet sind die U-17-Bundesligajunioren des SC Preußen Münster. Zum zweiten Mal in Coerde angetreten, gab es gegen den zuvor dreimal nacheinander gegen Kellerkonkurrenten erfolgreichen Neuling SV Lippstadt ein 1:0 (1:0) für die Youngsters von Coach Tobias Harink, die sich nun rar machen in Münster.

Auf Platz sechs hinter lauter etablierten West-Größen sind diese Preußen bestens aufgehoben – aber das täuscht etwas. Der Drittletzte hat nur fünf Zähler weniger. „Wir dürfen heute sehr zufrieden sein und müssen künftig wachsam bleiben“, sagte Harink nach dem fünften Dreier, den sich seine gut eingestellte Elf durch taktische Aufgabentreue, große Sattelfestigkeit und erwachende Intensität verdiente.

Wir dürfen heute sehr zufrieden sein und müssen künftig wachsam bleiben.

Trainer Tobias Harink

Dem Emporkömmling aus dem Kreis Soest, der im August 1:2 gegen Münster verloren hatte, begegneten die Jungadler mit gebotenem Respekt. Was noch etwas schleppend aussah, kam der Plan-Umsetzung gleich. „Wir wollen vorsichtig sein und Lippstadt nicht die Chancen geben, nach unseren Fehlern schnell umzuschalten“, erklärte Harink, der seiner Elf die passende Ruhe im Vortrag attestierte. Lippstadt kam mit Ball tatsächlich ins Tempo über die agilen Außen Klevin Klein und Benjamin Sodic, aber zentral hatten die Preußen um Felix Hinterding und Hannes Brodner die Kontrolle. Weiter vorne schon störten Ole Overhoff und Kapitän Noah Kloth laufstark.

Wensing im zweiten Anlauf

Nach starkem Ballgewinn und Doppelpass mit Eric Reckels hatte der Rechtsfuß auf der linken Bahn, Jonathan Wensing, durchweg ein Aktivposten, das 1:0 auf dem Fuß – das Tor war leer, er schob vorbei (32.). Gut, dass er nicht lange damit haderte: Nach einer genauen Hereingabe von „Sechser“ Jakob Korte köpfte Wensing am ersten Pfosten lauernd aus Nahdistanz ein (35.).

Der Treffer zeigte Wirkung in Halbzeit zwei: Lippstadts Versuche, schnell den Raum zu überbrücken, ließen nach. Die Münsteraner waren vorne präsenter und jetzt auch insgesamt mutiger, ohne an Wachsamkeit zu verlieren. Auch Torwart Kevin Hardensett griff sich die hohen Hereingaben zuverlässig.

Mangelnde Chancenverwertung

„Das 2:0 war mehrmals drin“, sagte Harink und dachte an Szenen von Overhoff und Torjäger Deniz-Fabian Bindemann, der schon bessere Spiele spielte und für acht der 16 Preußentreffer verantwortlich ist. Dass es auch ohne seine „Buden“ einen Dreier geben kann, dürfte Harink auch mal gefallen haben.

Der unausgewogene Spielplan meint es nicht gut mit den Preußen: Noch in diesem Jahr geht es dreimal auswärts um Punkte – in Dortmund, Bielefeld und Mönchengladbach. Und im Februar warten der 1. FC Köln und Unterrath als Gastgeber. Am 1. März steht das erste von nur vier Heimspielen der Restsaison an.

  • SC Preußen: Hardensett – Oelgemöller, Brodner, Hinterding, Kranz – Korte – Overhoff, Kloth – Reckels (63. Hake), Bindemann (80.+4 Hizarci), Wensing (78. Rudek)
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