Fußball: 3. Liga
Schlägt es jetzt auch noch 13 für den SC Preußen Münster?

Münster -

Zwölf Spiele nicht gewonnen: Für den SC Preußen Münster soll am Samstag im besten Falle eine lange Leidenszeit mit einem Sieg gegen Aufsteiger Waldhof Mannheim enden. Bei einer weiteren Niederlage droht es bitterlich kalt zu werden in der Winterpause.

Freitag, 29.11.2019, 17:48 Uhr aktualisiert: 29.11.2019, 18:37 Uhr
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S Foto: Jürgen Peperhowe

Jetzt schlägt es 13 – oder auch nicht. Geht es nach dem Willen von Trainer Sven Hübscher und all denjenigen, die dem SC Preußen Münster wohlgesonnen sind, dann endet die kolossale Negativserie des Fußball-Drittligisten. Zwölf Punktpartien hat der SCP nicht mehr gewonnen, Anfang August wurde die Heimpartie gegen den 1. FC Kaiserslautern zuletzt erfolgreich gestaltet. Seitdem gab es keine Siegprämie mehr. Nun kommt am Samstag (14 Uhr) Aufsteiger Waldhof Mannheim, und damit besteht die Chance auf den nächsten Anlauf des Tabellenvorletzten, einen Schlussstrich unter die fußballerische Pannenserie zu ziehen.

Krise weckt Erinnerungen

„Gewinnen, Trotzreaktion, jetzt erst recht“, lautet das Spieltags-Mantra von SCP-Coach Hübscher. Seine Analyse der vorangegangenen Partien ist praktisch eine Dauerschleife. Denn die Preußen stecken in der schwersten sportlichen Krise seit – seit wann eigentlich? Da fällt einem vor allem der Winter 2005 ein, Münster wurde in der Regionalliga ebenfalls auf die Abstiegsränge durchgereicht. Als der SCP vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hatte, wurde Trainer Colin Bell beurlaubt, Stefan Grädler sprang vor der Winterpause ein, dann kam Hans-Werner Moors, ein paar Monate später war der Abstieg besiegelt. Vergleichbar dramatisch ist die aktuelle Situation.

Anders als damals: Trainer Hübscher bekam starke Rückendeckung durch Sportchef Malte Metzelder zu Wochenbeginn. Vermutlich in der Hoffnung, dass die strauchelnde und stolpernde SCP-Auswahl irgendwie die Wende schafft. Irgendwie. Die Wende für den Augenblick wäre ein Sieg, nichts anderes. Auch eine Dauerschleife, die von Spieltag zu Spieltag an Bedeutung gewinnt: Nie war ein Sieg für den SC Preußen wichtiger als an diesem Samstag.

„Gute Trainingswoche“

Nach dem 2:4 in Zwickau, einem reinen Abwehrdesaster, sah Hübscher seine Mannen zu Wochenbeginn schnell wieder fokussiert. Dass die Mannschaft mental angeknackst sei, habe er nicht feststellen können. Mal wieder befand er, dass das eine „gute Trainingswoche“ gewesen sei. Die Wahrheit aber sieht man am „Matchday“, zum Beispiel am Samstag gegen die „Waldhof-Buben“. Nur dann, und genau dann sieht jeder Zuschauer, was das Training wert ist.

Hübscher wird seine Mannschaft umbauen, das steht fest, beim 2:4 in Zwickau blieben die Probleme in der defensiven Grundordnung unübersehbar. Offenbar sind diese Fehler nicht so leicht abzustellen. Und da bewegt sich Hübscher in der Quadratur des Kreises, seine Mannschaft muss genau diese Weiterentwicklung zeigen, die letzten Auftritte machen in Summe dagegen aber wenig Mut.

FSV Zwickau – SC Preußen Münster

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  • Preußen-Keeper Oliver Schnitzler rettet vor Morris Schröter.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Zwei Zwickauer können gerade noch vor Simon Scherder klären.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Da war noch alles gut: Seref Özcan erzielt das schnelle 1:1 in der 4. Spielminute.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Sehen Sie im Folgenden viele weitere Impressionen aus Zwickau.

    Foto: Sebastian Sanders
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Ob Max Schulze Niehues wieder zwischen die Pfosten rückt und Oliver Schnitzler verdrängt, lässt der SCP-Übungsleiter genauso offen wie die Frage nach personellen Änderungen. „Nichts“ will Hübscher verraten, und verweist auf sein Gegenüber Bernd Trares, der eben auch nichts über seine Pläne mitteilen würde. Abwehrspieler Alexander Ros­sipal ist der einzige, der mit muskulären Problemen ausfällt. Seref Özcan ist trotz einer Erkältung wieder einsetzbar. Hübscher: „Alle anderen sind dabei und theoretisch spielfähig.“ Die letzten kleineren Geheimnisse bei der Startformation möchte er noch für sich behalten.

Münster: Schulze Niehues – Schauerte, Kittner, Erdogan, Heidemann – Wagner, Brandenburger – Özcan, Litka, Hoffmann – Mörschel.

Bislang wurden 4300 Tickets für das sogenannte „Hochrisikospiel“ verkauft. Aus Mannheim werden 500 bis 700 Zuschauer erwartet.

Liveticker aus dem Preußenstadion Samstag ab 13 Uhr auf WN.de.

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