Fußball: 3. Liga
Hildmann hübscht die Stimmung auf

Münster -

Preußen Münster hat einen neuen Trainer. Es dürfte, glaubt man weltfussball.de, der 53. seit der Bundesliga-Saison 1963/64 sein. Sascha Hildmann soll das Ruder beim Tabellenvorletzten der 3. Liga rumreißen. Der neue SCP-Coach schreckt vor dieser schwierigen Mission nicht zurück – so die klare Botschaft bei seinem ersten Auftritt.

Freitag, 03.01.2020, 18:02 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 21:01 Uhr
Gut drauf bei der Vorstellung: Sascha Hildmann
Gut drauf bei der Vorstellung: Sascha Hildmann Foto: Jürgen Peperhowe

Sascha Hildmanns erster Auftritt war – durch und durch positiv. Endlich mal wieder Aufbruchstimmung bei den Preußen, Zuversicht, Selbstbewusstsein, hochgekrempelte Ärmel. Adieu Tristesse, willkommen Hoffnung. Wobei Hildmann sich im Polo-Shirt der Preußen vorstellte, die kräftigen Oberarme waren zu sehen. Vielleicht war das auch nur ein kleines Zeichen, ein Muskelspiel, dass der neue Preußen-Coach bereit ist für die Aufgabe. Er strotzte vor Kraft, lachte, lässige Signale von ihm. Seine ersten Worte passten in das Bild.

Zweifel? Keine. „Für die Mannschaft spricht, dass sie sehr viel Qualität besitzt.“

Respekt? Selbstverständlich. „Der Verein hat eine große Ausstrahlung. Als die Anfrage der Preußen kam, war ich direkt dabei. Ich habe richtig Bock darauf.“

Lösungsansätze? Klar. „Erst einmal will ich die Spieler kennenlernen, die Mannschaft lesen, im Training beobachten, nachhaken, in die Köpfe hineinkommen.“ Eine mobile Therapie-Couch habe er aber nicht mitgebracht.

Kontakt? Einer. „Ich habe mit Kapitän Julian Schauerte lange telefoniert.“

Maxime? Die Null steht. „Lohmannsröben kenne ich aus Kaiserslautern, Mörschel ist mir aus meiner Zeit in Mainz bekannt. Ich finde es gut, dass ich sonst keinen Spieler kenne, alles wird auf null gestellt, das sind schon mal gute Voraussetzungen.“

Hildmann sagt, er habe die Preußen nicht nur als direkter Gegner erlebt, sondern auch acht, neun Spiele des SCP genau analysiert. „Ich bin seit drei Jahren in der 3. Liga“, sagt er, und meint damit, dass jeder jeden kenne. 

Zuversicht und Vorfreude

Am Donnerstag hat Hildmann seine neue Wohnung gefunden, in Haltern wird er zunächst heimisch, seine Familie bleibt in der Pfalz. Freitag war dann der Tag für Gespräche und Absprachen mit Sportchef Malte Metzelder sowie dem Stab der Preußen. Der neue Co-Trainer Louis Cordes war bereits seit dem Neujahrstag in Münster aktiv. Am Samstag dann steht um 15 Uhr die erste Übungseinheit auf dem Programm, an der Abwehrchef Ole Kittner und Verteidiger Jannik Borgmann wegen  Verletzungen nicht teilnehmen können. Dass beide dennoch vor Ort sein werden, versteht sich von selbst. Hildmann mischt die Karten bei den Preußen neu. Sagt er jedenfalls, Vorfreude ist zu spüren. 

Metzelder glaubt zudem, dass dieser Trainer-Transfer sitzen wird: „Sascha hat in Großaspach mit jungen und spannenden Spielern erfolgreich gearbeitet. In Kaiserslautern hat er dann in kürzester Zeit die richtigen Hebel bewegt. Uns hat er in den Gesprächen gleich abgeholt.“ Was wohl nichts anderes bedeutet, als dass Hildmann sich bestens verkauft hat. Doch der Worte sind genug verloren. Am Samstag beginnt die Rettungsmission beim Tabellenvorletzten aus Münster. Nun muss Hildmann die Hebel in Münster bewegen. Kein leichter Job.

Wer kommt?

Mit Jan Löhmannsröben (Wacker Nordhausen) wird dann ein Defensiv-Allrounder mit von der Partie sein. Weitere Zugänge sind – ja wer eigentlich? „Zur Not ging es auch ohne weitere Zugänge. Ich bin von der Qualität des Kaders überzeugt“, schickte Hildmann einerseits so etwas wie Vorschusslorbeer in Richtung seiner Spieler. Zum anderen baute er vor, falls die Preußen auf der Wechselbörse nicht mehr richtig fündig werden. Hildmann sagte auch, dass er nicht wisse, inwieweit Abwehrspieler José-Junior Matuwila den 1. FC Kaiserslautern verlassen wolle – der 28-Jährige war unter Hildmann beim FCK Stammkraft, ist aktuell aber hintendran und möglicherweise ein Wechselkandidat. 

  • Vom 8. bis 10. Januar geht der SCP im niederländischen Delden ins Trainingslager.
  • Am 11. Januar steht auf der Trainingsanlage in Gelsenkirchen ein Test ohne Publikum gegen Regionalligist Schalke 04 II an.
  • Am 17. Januar soll gegen Regionalligist SC Verl getestet werden, der Spielort ist noch ungeklärt. 
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