Fußball: 3. Liga
4:2-Sieg auf Schalke bei Debüt von Trainer Hildmann - Dadashov weg

Gelsenkirchen/Münster -

Mit einem 4:2-Testspielsieg bei der U23 des FC Schalke 04 überzeugte der SC Preußen Münster. Wenige Stunden zuvor hatte der Fußball-Drittligist den Wechsel von Stürmer Rufat Dadashov zum amerikanischen Zweitligisten FC Phoenix Rising in Scottsdale bekannt gegeben. Am Sonntag folgt die Jahreshauptversammlung. Kein beliebiges Wochenende also.

Samstag, 11.01.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 11.01.2020, 17:53 Uhr
Fußball: 3. Liga : 4:2-Sieg auf Schalke bei Debüt von Trainer Hildmann - Dadashov weg
Foto: Sebastian Sanders

Der Torjäger war dann mal weg, dennoch trifft der SC Preußen Münster das Tor. Vielleicht war es eine Art „Statement“ der Mannschaft, dieser 4:2 (3:0)-Erfolg über Regionalligist Schalke 04 II - unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Denn Rufat Dadashov, immerhin sechsfacher Torschütze in der Hinrunde der 3. Liga, hatte sich in die USA zu FC Phoenix Rising in Scottsdale verabschiedet. Das wurde am Samstag bekannt, wenig später gastierte der SCP auf Platz 6 des Schalker Areals und gewann die erste Partie unter der Regie von Trainer Sascha Hildmann. In der Stadthalle Hiltrup findet am Sonntag dann ab 11 Uhr die Jahreshauptversammlung des Clubs statt.

Fridolin Wagner (4.), Maurice Litka (8. und 28.)  vor der Pause, Seref Özcan (46.) direkt nach Wiederanpfiff stellten die Weichen auf Sieg mit ihren Treffern. Schalke gelang durch Phil Halbauer (65.) und Jan Luca Schuler (84.) Ergebniskosmetik. „In der ersten Halbzeit war vieles gut, wir haben einiges umgesetzt, was wir uns im Trainingslager erarbeitet haben“, war Coach Hildmann zufrieden mit diesem Auftritt. Und, das war besonders wichtig für ihn: „Die Mannschaft war willig und leidenschaftlich.“ So gesehen ein guter Start für den Nachfolger von Sven Hübscher. Auch wenn die zweite Halbzeit verloren ging: „Da war ein kleiner Bruch zu sehen, als die zweite Garde rangelassen wurde.“

Temporeich, quirlig, entschlossen

Vor der Pause spielte der SCP ein 3-4-3, wobei Neuzugang Jan Löhmannsröben gleich die Initiative in der Abwehrzentrale übernahm. Münster spielte temporeich, quirlig, entschlossen. Gerade auf der rechten Seite entfachte der SCP einiges an Feuer. Das war, auch wenn es nur ein Testspiel war, überzeugend. Bei den Treffern leisteten Luca Schnellbacher, Philipp Hoffmann und Schauerte die Vorarbeit. Zudem traf der aufgedrehte Litka (16.) nur den Pfosten. Aber auch in der Verteidigung ließ der SCP gegen schwache „Königsblaue“ wenig bis nichts zu.

Nach dem Wechsel wich das Tempo aus dem Spiel der Preußen. Zwar reichte es noch zum 4:0 durch Özcan, der die gescheite Vorarbeit von Kevin Rodrigues Pires verarbeitete, sowie einen Lattentreffer von Joel Grodowski, aber die Schalker waren nun besser. Die beiden Anschlusstreffer unterstrichen das.

Hildmann zum Wechsel von Dadashov

Und Dadashov? Hildmann nahm die Entscheidung für den Wechsel pragmatisch. „In Münster gibt es nur einen Weg: Ein Spieler muss sich zu 100 Prozent mit der Situation identifizieren“, sagte er, und ließ anklingen, dass der 28 Jahre alte Nationalspieler von Aserbaidschan wohl nicht mehr voll auf Preußen-Linie gewesen sei. „Wir sind auf der Suche, man muss Geduld haben“, spielte er auf einen möglichen Transfer für die Sturmzentrale an. Oberste Priorität genießt die Verpflichtung eines Innenverteidigers, nun rückt auch die Stürmersuche stark in der Fokus. Der SCP wird zweimal handeln müssen, um konkurrenzfähig im Abstiegskampf sein zu können. Hildmann: „Aber in den Spielermarkt ist jetzt viel Bewegung gekommen.“

Am kommenden Freitag geht es nun im zweiten Testspiel gegen den Regionalliga-Spitzenreiter SC Verl. Einen Tag später soll ein drittes Mal in der Wintervorbereitung getestet werden, ehe es am 25. Januar zum Drittliga-Auftakt im neuen Jahr zum FC Carl Zeiss Jena geht.


Münster (1. Halbzeit): Prinz - Scherder, Löhmannsröben, Erdogan - Schauerte, Wagner, Brandenburger, Hoffmann - Cueto, Schnellbacher, Litka.

Münster (2. Halbzeit): Prinz - Hoffmeier, Tezel, Frenkert, Heidemann - Remberg, Rodrigues Pires, Klann, Özcan - Mörschel, Grodowski.

Tore: 1:0 Wagner (4., Vorarbeit Schnellbacher), 2:0 Littka (8., Vorarbeit Hoffmann), 3:0 Litka (28. Rückpass Schauerte), 4:0 Özcan (46., Zuspiel Rodrigues Pires), 4:1 Halbauer (65.), 4:2 Schuler (84.). 

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