Fußball: 3. Liga
U-23-Regel ist ein ständiger Begleiter der Preußen

Münster -

Weil vier von 18 Profis im Spieltagsaufgebot regelmäßig die U-23-Regel erfüllen müssen, sind die Drittligisten oft gezwungen zu tricksen. Auch Preußen Münster muss die Vorgabe im Auge behalten. Zumal einige Kandidaten verletzt, verkauft oder noch sehr unerfahren sind.

Mittwoch, 19.02.2020, 16:24 Uhr aktualisiert: 19.02.2020, 17:01 Uhr
Fridolin Wagner (r.) ist nicht nur als Sechser eine Fixgröße, sondern auch als U-23-Akteur auf dem Spielberichtsbogen.
Fridolin Wagner (r.) ist nicht nur als Sechser eine Fixgröße, sondern auch als U-23-Akteur auf dem Spielberichtsbogen. Foto: Jürgen Peperhowe

Was in der Öffentlichkeit selten ankommt, spielt bei jeder Kaderplanung und auch bei der Benennung des Spieltagskaders eine wichtige Rolle. In der 3. Liga müssen immer vier der 18 nominierten Akteure die U-23-Regel erfüllen, also für die laufende Saison nach dem 1. Juli 1996 geboren sein, und zugleich für deutsche Auswahlmannschaften eine Einsatzberechtigung besitzen.

Bei Preußen Münster trifft das auf nicht allzu viele verfügbare Profis zu. Von den Stammkräften sind einzig Fridolin Wagner, Okan Erdogan und der zwischen Startelf und Bank pendelnde Heinz Mörschel jung genug. Zuletzt saß als zweiter Keeper Marian Prinz, der gerade 20 geworden ist, draußen – und nicht der (zuvor auch angeschlagene) Oliver Schnitzler. Dadurch war diese Klippe umschifft.

Am Samstag, wenn der SCP beim KFC Uerdingen antritt, fehlt Erdogan wegen seiner fünften Gelben Karte. Es muss also wieder ein Akteur aus der Youngster-Fraktion nachrücken. „Kein Problem, wir haben ja noch ein paar Talente in der Hinterhand“, sagt Trainer Sascha Hildmann und benennt etwa Marcel Hoffmeier, Dominik Klann oder Nicolai Remberg aus der U 23. Einer aus diesem Trio, das zusammen bislang auf genau fünf Spielminuten in der 3. Liga kommt, wird also (mindestens) in Düsseldorf dabei sein. Naod Mekonnen (ebenfalls noch ohne Einsatz) und Joel Grodowski, die zuletzt immer wieder mit kleineren Blessuren zu kämpfen hatten, kommen dagegen nicht in Frage.

Auch Jannik Borgmann, der im Sommer fest eingeplant war für die U-23-Stellen, ist nach seinen Zeh-Operationen längst noch kein Thema. Mit Ugur Tezel wurde im Winter ein weiterer Jungspund abgegeben. Da fallen dann vier einstige Kandidaten mal eben weg. „Wir müssen die Zahl immer im Auge behalten, dürfen keinen Fehler machen“, sagt Hildmann. Etwas Trickserei ist nicht nur erlaubt, sondern beinahe alternativlos.

Fast schon ärgerlich aus Preußen-Sicht, dass zwei Neuzugänge des vergangenen Sommers nur knapp das entsprechende Stichdatum verpassen. Seref Özcan fehlen 22 Tage und Alexander Rossipal 24. Bisher kam Münster zumindest in diesem Punkt aber ohne Beanstandung durch die Serie.

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