Fußball: 3. Liga
Hilfe von vier großen Bundesligisten?

Münster -

Preußen Münster hätte am Samstag eigentlich den FSV Zwickau erwartet. Aber seit Anfang März ruht der Ball und das Training. Der Fußball-Drittligist ist aber trotzdem rührig, meldet bei der ersten Auflage des Masken-Verkaufs ausverkauft, kann sich über 2000 Supporter freuen – und möglicherweise auch über Hilfe von Bayern München und Borussia Dortmund.

Freitag, 24.04.2020, 17:16 Uhr aktualisiert: 26.04.2020, 13:26 Uhr
Dank vom Verein an die „Supporters“: Abwehrspieler Ole Kittner präsentiert den Hauptpreis der Verlosung, ein Trikot.
Dank vom Verein an die „Supporters“: Abwehrspieler Ole Kittner präsentiert den Hauptpreis der Verlosung, ein Trikot. Foto: Marcel Weskamp

So gesehen ist einiges in Bewegung. Die Preußen trotzen auf ihre Art und Weise der Corona-Krise. Beispiel Schutzmasken: Nachdem die ersten 1000 Masken in Vereinsfarben ruckzuck vergriffen waren, wird nachproduziert. Dieses Mal in Kooperation mit den Alexianern, die von jedem Masken-Verkauf einen Euro für ihre Projekte Pelikanhaus am Clemenshospital erhalten. Auch die Aktion „Preußen-Supporter“ geht unvermindert weiter. Nachdem in der Wochenmitte der 1906. Unterstützer gefunden war und damit das Gründungsjahr der Preußen 1906 symbolisch erreicht wurde, wurde nun schon die 2000er Marke überschritten. Am Freitag in der Mittagszeit hatten 2031 Supporter einen Obolus entrichtet, 87 000 Euro sind eingenommen.

Aufholjagd

Nimmt man dazu noch die Aktion „Aufholjagd“, mit der die Wintertransfers gestemmt werden sollten, dann können die Preußen durchaus sammeln in eigener Sache. Die Unterstützungswelle ist groß, auch bei der „Aufholjagd“ kam ein sechsstelliger Euro-Betrag zusammen.

Und möglicherweise winkt nun auch eine unerwartete Unterstützung durch vier „große“ Erstligisten. Denn Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen stellen in der Krise 20 Millionen Euro zur Verfügung, um bedrohten Clubs zu helfen. 7,5 Millionen Euro sollen an die Teams der Frauen-Bundesliga und der 3. Liga ausgeschüttet werden.

Top-Clubs helfen

Alle Mannschaften von Bundesligisten, wie Bayern München II in der 3. Liga oder die Frauen-Teams des VfL Wolfsburg, Bayern München, TSG Hoffenheim, SC Freiburg, Bayer Leverkusen und 1. FC Köln, sind bei der Verteilung und Ausschüttung außen vor. Demnach kämen 25 Vereine (19 Drittligisten und sechs Frauen-Bundesligisten) in den Genuss der 7,5 Millionen Euro, umgerechnet rund 300 000 Euro je Verein. Allerdings gibt es bislang keine konkrete Aussage über die Verteilung und die Höhe der Summe je Verein. Zu Beginn der Debatte um diesen insgesamt 20 Millionen Euro umfassenden Solidar-Topf hieß es noch, dass nur die am stärksten gebeutelten Vereine Geld erhalten sollen.

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