Fußball: 3. Liga
Preußen Münster mit torlosem Remis gegen Ingolstadt

Münster -

Punktgewinn? Punkte verloren? Die Wahrheit liegt nach dem torlosen Remis gegen den FC Ingolstadt am Samstag aus Sicht des SC Preußen irgendwo in der goldenen Mitte. Es bleibt ein langer Weg auf dem Weg zum Klassenerhalt. Sechs Spiele stehen noch aus. Nicht unmöglich, diese Mission. Der Chemnitzer FC, Gegner am kommenden Dienstag, ist magere zwei Zähler entfernt. Es könnte das Schlüsselspiel der Saison werden. Kämpfen, SCP!

Samstag, 13.06.2020, 16:37 Uhr aktualisiert: 13.06.2020, 17:12 Uhr
Fußball: 3. Liga: Preußen Münster mit torlosem Remis gegen Ingolstadt
Wer kommt an den Ball? Preußens Jan Löhmannsröben im Zweikampf mit Ingolstadts Faith Kaya. Foto: Jürgen Peperhowe

Geisterkulisse – die dritte im Stadion an der Hammer Straße. Nach Halle und Unterhaching nun Ingolstadt. Die Macht der Gewöhnung ist indes so stark, dass die Protagonisten auf dem Grün die leeren Ränge im Stadion schlicht ausblenden. Anders geht es kaum. So ist das in Zeiten von Corona. Dabei gibt es hier und dort viele geistreiche Ideen. Eine kommt zum Beispiel aus Taiwan. Dort wird aktuell trotz der Pandemie Baseball gespielt. Ohne Zuschauer. Für Stimmung sorgen Trommel-Roboter auf den Tribünen. Vielleicht was für die Preußen. In Gladbach haben ja bereits Pappfiguren für eine etwas andere Atmosphäre gesorgt.

30 Grad auf dem Grün, das altehrwürdige Preußen-Rund war an diesem 13. Juni ein Glutofen. In dem beide Teams ihre Mühe hatten, ihre Linie in den ersten 45 Minuten zu finden. Münster ging fast unter, wirkte ohne Ideen, während die „Schanzer“ zumindest beim Ballbesitz mit 70 Prozent etwas Dampf machten. Münsters Trainer Sascha Hildmann hatte nach der Partie in Großaspach (0:0) auf fünf Positionen umgestellt. Niklas Heidemann rückte in die Kette, Okan Erdogan an die Seite von Kevin Rodrigues Pires auf die Doppelsechs. Auch Philipp Hoffmann, Seref Özcan und Luca Schnellbacher durften von Beginn an ran. Fridolin Wagner blieb nach seiner abgesessenen Rotsperre überraschend draußen.

Derart wild durcheinander gemischt hatte der SCP so seine Mühe, sich den Weg durch die Ingolstädter Abwehrreihen zu bahnen. Meist blieb es nur beim Versuch. Zu zaghaft waren sie, die Offensiv-Bemühungen, immer wieder gingen die Ingolstädter Abwehrrecken um Nico Antonitsch und den Dänen Björn Paulsen mit dem Kopf bei langen Münsteraner Bällen dazwischen. Die Lufthoheit hatte eindeutig der Gast. Im Hinspiel führten die Preußen sensationell nach 24 Minuten durch Treffer von Luca Schnellbacher und Maurice Litka noch mit 2:0. Dann nahm das Unheil seinen Lauf, am Ende hieß es 2:3, nachdem Tobias Schröck dem Gast in der 86. Minute den endgültigen Knockout verpasste. Zumindest standen die Preußen in der Defensive ihren Mann, ließen kaum etwas zu. Und im Angriff hatte lediglich Schnellbacher nach einem Schussversuch von Kevin Rodrigues Pires Pech, als ihm Ingolstadts Tormann Fabijan Buntic das Leder vom Fuß pflückte (31.). Zu wenig.

32. Spieltag, Saison 2019/20: SC Preußen Münster – FC Ingolstadt

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  • Preußens Niklas Heidemann springt am höchsten.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen-Coach Sascha Hildmann begrüßt Ingolstadts Trainer Thomas Oral.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Philipp Hoffmann muss nach einer Verletzung zunächst behandelt und dann ausgewechselt werden.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jan Löhmannsröben zieht im Kopfball-Duell den Kürzeren gegen Dennis Eckert Ayensa.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Am Boden: Seref Özcan.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Luftkampf um den Ball: Luca Schnellbacher gegen Robin Krauße.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sehen Sie im Folgenden zahlreiche weitere Impressionen aus dem Preußenstadion.

    Foto: Jürgen Peperhowe
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  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe

Münsters Fußball-Lehrer Sascha Hildmann musste in der Kabine die passenden Worte gefunden haben, denn seine Jungs spielten nach der Pause viel erfrischender auf. Die Preußen starteten furios, Özcan bediente nach 47 Minuten Julian Schauerte, dessen Pass Özcan knapp verpasste, der Nachschuss von Rodrigues Pires flatterte knapp über den Kasten des FCI. Ein Muntermacher. Dann nach 55 Minuten fast die Führung der Gäste, als Stürmer Stefan Kutschke blank im Preußen-Strafraum stand und Torwart Max Schulze Niehues zu einer Glanztat zwang. Die anschließende Ecke drehte Maximilian Wolfram frecherweise beinahe in den Winkel, auch diesmal auf dem Posten: Schulze Niehues. Nach 60 Minuten hätte Schnellbacher dann das 1:0 machen müssen, als er nach einer Ecke von Özcan frei vor Buntic zum Schuss kam, Ingolstadts Nummer eins reagierte famos. Jetzt war Feuer drin.

Löhmannsröben fehlt in Chemnitz

Bitter: Münsters Abwehrknaller Jan Löhmannsröben sah nach 65 Minuten seine fünfte Gelbe Karte, wird am Dienstag in Chemnitz mit einem Platz auf der Tribüne vorlieb nehmen müssen. Auch Ingolstadt drückte weiter auf die Führung, aber gefühlt in jeden Schuss schmiss sich „Kampfschwein“ Löhmannsröben, der sich Bestnoten verdiente. Kayas Schuss, den Schulze Niehues parierte, hätte fast das Aus für Münster bedeutet (82.).

Die Null stand trotzdem. Vielleicht zu wenig aus Sicht der Platzherren. Zumindest Schulze Niehues freute sich über sein siebtes Spiel ohne Gegentor. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Preußen Münster: Schulze-Niehues – Schauerte, Scherder, Löhmannsröben, Steurer, Heidemann (69. Rossipal) – Erdogan, Rodrigues-Pires (78. Mörschel) – Hoffmann (39. Cueto), Özcan – Schnellbacher (69. Grodowski)

FC Ingolstadt: Buntic – Heinloth, Antonitsch, Schröck, Paulsen – Krauße (90.+1 Kotzke), Keller (54. Kurzweg), Bilbija, Wolfram (60. Kaya) – Kutschke, Eckert Ayensa (60. Elva)

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Sven Waschitzki (Essen)

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