Fußball: 3. Liga
Reaktionen auf den Abstieg von Preußen Münster

Fassungslos saßen und standen die Preußen-Akteure am Mittwochabend im Stadion und versuchten zu begreifen, was gerade geschehen war: Der SC Preußen Münster ist aus der 3. Liga abgestiegen. Nicht alle blieben nach der Pleite stumm.

Donnerstag, 02.07.2020, 11:45 Uhr aktualisiert: 02.07.2020, 12:23 Uhr
Fußball: 3. Liga: Reaktionen auf den Abstieg von Preußen Münster
Simon Scherder (r.) war nach dem Spiel gegen Meppen den Tränen nahe. Foto: Jürgen Peperhowe

Schwere Stille lag am Mittwochabend über dem Stadion an der Hammer Straße. Nach einem 0:3 gegen Meppen und einem gleichzeitigen Sieg des Konkurrenten Zwickau stand der Abstieg des SC Preußen in die Regionalliga fest .

Abwehrmann Simon Scherder gab als einziger Spieler ein Interview. „In einem Spiel, wo es um alles geht, kann man so eine Vorstellung einfach nicht bringen“, sagte der Ur-Preuße (seit 2006 im Verein) mit brüchiger Stimme. „Es tut mir leid für alle Fans von Preußen, alle Mitarbeiter. Wie gesagt, so eine Leistung kann man in so einem Endspiel einfach nicht auf den Platz bringen.“

„Tut mir leid Männer“

„Das ist ein bitterer Augenblick, ein schlimmer Moment“, sagte SCP-Coach Sascha Hildmann nach der entscheidenden Niederlage. „Wir hätten noch drei Stunden weiterspielen können, und wir hätten dennoch kein Tor erzielt.“ 

Der Trainer erinnerte an die schwere Hypothek aus der Hinrunde: „Wir hatten nur 16 Punkte nach 20 Spielen – aber wir hätten den Klassenerhalt letztlich auch schaffen können.“ Zudem klagte er über die fehlende Fortune in den letzten Wochen: „Wir haben einfach zu viele Punkte liegengelassen gegen Ingolstadt oder in Braunschweig. Und man muss sagen, dass wir zu wenig gegen direkte Konkurrenten wie Großaspach oder Chemnitz geholt haben.“

Mit einem „Tut mir leid Männer, ich hätte es gerne geschafft“ ging er in die Kabine.

37. Spieltag - Saison 2019/20: SC Preußen Münster - SV Meppen

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  • Abgestiegen! Nach dem Spiel brauchte SCP-Trainer Sascha Hildmann ein paar Minuten für sich.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Am vorletzten Spieltag mussten sich die Preußen dem SV Meppen mit 0:3 geschlagen geben. Hier ist Steurer im Zweikampf mit Meppens Julius Düker.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tor zum 1:0 durch Rene Guder

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Litka im Zweikampf gegen Willi Evseev

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Schiedsrichter Sven Jablonski, Rossipal und Hildmann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Löhmannsröben

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Schnellbacher gegen Yannik Osee

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Malte Metzelder

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  • Hildmann

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  • Anzeigetafel mit dem 0:3

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Scherder gegen Willi Evseev

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Grodowski am Ball

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Grodowski gegen Marius Kleinsorge

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Löhmannsröben gegen Nicolas Andermatt

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  • Grodowski, Steurer und Heidemann

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  • Königs, Grodowski und Steurer

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  • Scherder und Schauerte

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Nicolas Andermatt tröstet Grodowski und Pires

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Grodowski und Pires

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Metzelder und Hildmann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Scherder und Steurer

    Foto: Jürgen Peperhowe

„Man darf fallen, aber nicht liegen bleiben“

Auch Sportchef Malte Metzelder wirkte konsterniert. „Wir haben nicht die Leistung gezeigt, die für einen Erfolg nötig wäre“, gestand er ein. Über das Ende der Saison wollte er noch nicht hinausblicken: „Heute macht es keinen Sinn, über die Zukunft zu sprechen, wir sollten den Anstand haben und das Spiel sacken lassen. Zeitnah wird es entsprechende Äußerungen geben.“ 

In sozialen Medien meldeten sich nach der bitteren Niederlage viele Fans zu Wort und sprachen sich gegenseitig Mut zu. „Liebe kennt keine Liga“ war am Mittwochabend ein vielzitiertes Motto. „Man darf fallen, aber nicht liegen bleiben. Dem Abstieg folgt der Wiederaufstieg“, schrieb Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe bei Instagram und die Poizei twitterte: „Kopf hoch! Wir drücken für die kommende Saison weiter die Daumen!“

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