Fußball: 3. Liga
Preußen-Geschäftsführer Metzelder verlässt den Club

Der Abstieg aus der 3. Liga ist seit Mittwochabend besiegelt. Nun muss sich der Blick nach vorn richten. Klar ist: Der Weg geht ohne Sportchef und Geschäftsführer Malte Metzelder weiter, das wurde am Donnerstagnachmittag kommuniziert.

Donnerstag, 02.07.2020, 14:08 Uhr aktualisiert: 02.07.2020, 19:47 Uhr
Fußball: 3. Liga: Preußen-Geschäftsführer Metzelder verlässt den Club
Sportchef Malte Metzelder Foto: Jürgen Peperhowe

"Wir haben unsere Ziele sportlich nicht erreicht", sagte Preußen-Sportchef Malte Metzelder. "Ein paar Dinge haben wir positiv auf den Weg gebracht, aber auf einen weiteren gemeinsamen Weg konnten wir uns nicht mehr verständigen." Schon vor einigen Wochen informierte Metzelder den Club über seine Absichten, in Münster nicht mehr weiterzuarbeiten. Mit dem Abstieg war eine Verlängerung seines Vertrages ohnehin fast undenkbar geworden.

37. Spieltag - Saison 2019/20: SC Preußen Münster - SV Meppen

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  • Abgestiegen! Nach dem Spiel brauchte SCP-Trainer Sascha Hildmann ein paar Minuten für sich.

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  • Am vorletzten Spieltag mussten sich die Preußen dem SV Meppen mit 0:3 geschlagen geben. Hier ist Steurer im Zweikampf mit Meppens Julius Düker.

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  • Tor zum 1:0 durch Rene Guder

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  • Litka im Zweikampf gegen Willi Evseev

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  • Schiedsrichter Sven Jablonski, Rossipal und Hildmann

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  • Löhmannsröben

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  • Schnellbacher gegen Yannik Osee

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  • Malte Metzelder

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  • Hildmann

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  • Anzeigetafel mit dem 0:3

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  • Scherder gegen Willi Evseev

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  • Grodowski am Ball

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  • Grodowski gegen Marius Kleinsorge

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  • Löhmannsröben gegen Nicolas Andermatt

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  • Grodowski, Steurer und Heidemann

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  • Königs, Grodowski und Steurer

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  • Scherder und Schauerte

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  • Nicolas Andermatt tröstet Grodowski und Pires

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  • Grodowski und Pires

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  • Metzelder und Hildmann

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  • Scherder und Steurer

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"Wir hatten alle eine unruhige Nacht. Aber meine Entscheidung ist nicht frisch gefallen", so der 38-Jährige. Aufsichtsratschef Frank Westermann, der gern mit dem ehemaligen Verteidiger weitergemacht hätte, sagte: "Wir werden von den Strukturen profitieren, die Malte geschaffen hat. Wir sind ihm zu Dank verpflichtet."

Neue Organisation

Gleichzeitig deutete Präsident Christoph Strässer an, dass der Verein seine Organisation der eines Proficlubs und einer KGaA anpassen werde. Von Investoren und Sponsoren gebe es immerhin feste Signale, dem SCP die Treue zu halten. "Der Etat wird dennoch in der Regionalliga eine andere Dimension haben", sagte Strässer. Ob das Ziel Wiederaufstieg realistisch ist, lasse sich noch nicht sagen. Wünschen würde sich der SPD-Politiker das aber natürlich.

Relativ deutlich umriss er auch, dass Preußen sich eine weitere Zusammenarbeit mit Trainer Sascha Hildmann, der der Mannschaft nach desaströser Hinrunde unter Vorgänger Sven Hübscher immerhin wieder Stabilität verlieh, vorstellen kann. "Er hat große Sympathien erworben, wir sind im Gespräch." Die Rahmenbedingungen werden hier letztlich den Ausschlag geben, ob der 48-Jährige zusagt.

Weiter mit Urgesteinen?

Lediglich sechs Spieler besitzen noch Verträge für die vierte Liga. Wer das genau ist, wollte Metzelder nicht sagen. Denkbar ist laut Strässer, dass regional verbundene Kräfte auch eine Klasse tiefer an Bord bleiben. Mit Simon Scherder, Max Schulze Niehues oder Ole Kittner gibt es wohl drei Kandidaten.

Ein neuer Sportchef könnte Anfang nächster Woche als erstes vorgestellt werden. Es gibt bereits einige Bewerbungen. Metzelder ist aber definitiv raus. Selbstkritisch sagte Strässer: "Bei seinem Antritt vor gut drei Jahren sind wir von anderen Voraussetzungen ausgegangen." Doch ein Abstieg hätte auch mit dem vorhandenen Budget natürlich nicht passieren dürfen.

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