Fußball: Regionalliga
Profis aus der Umgebung werden zum Preußen-Muster

Münster -

Die allermeisten Preußen, die für die neue Saison schon einen Vertrag haben, kommen aus der Region. Das mag eine Momentaufnahme sein, reiner Zufall ist es aber nicht. Das belegen auch die jüngsten Unterschriften, die sich Sportchef Peter Niemeyer abholte.

Dienstag, 04.08.2020, 21:37 Uhr
Simon Scherder, ein waschechter Münsterländer
Simon Scherder, ein waschechter Münsterländer Foto: Jürgen Peperhowe

Preußen in der Regionalliga – das kann keinem gefallen. Doch den ersten Teil des Wortes füllt der Absteiger nun vermehrt mit Leben. Denn von den (zwar erst) 13 Profis des Aufgebots kommen neun aus der Region, die meisten davon direkt aus dem Münsterland.

Simon Scherder (Dreierwalde), Jannik Borgmann (Emsdetten) und Nicolai Remberg (Rheine) sind im Kreis Steinfurt aufgewachsen, Max Schulze Niehues (Freckenhorst) und Alexander Langlitz (Ostbevern) im Kreis Warendorf, Dominik Klann (Olfen) im Kreis Coesfeld. In dessen Nachbarschaft wurde Joel Grodowski (Bork) groß. Marcel Hoffmeier ist aus Geseke im Kreis Lippstadt, was noch zum Einzugsgebiet gezählt werden darf. Selbst Marko Dedovic, der in Wilhelmshaven geboren wurde, lebt schon seit sechs Jahren in Münster (anfangs im Sportinternat). Einzig Okan Erdogan (Bremen), Justin Möbius (Berlin) und Naod Mekonnen (Leipzig) fallen aus dem Raster.

SCP-Reserve ist komplett

Die zweite Mannschaft von Preußen Münster füllt ihren Kader weiter mit Qualität auf. Dass Ousman Touray dem Oberligisten erhalten bleibt, ist keine Überraschung mehr, nachdem er am Montag bereits beim Trainingsauftakt der Profis mitmischte. Dort am Ball war auch Verteidiger Florian Püschel, der aus der U 19 des VfL Bochum kommt. Mit ihm wechselt Julian Schmidt an die Hammer Straße, der in der Offensive ein gutes Eins-gegen-eins anbietet. Als weiterer Keeper hat sich Steffen Westphal, der zuletzt bei Lok Stendal in der Oberliga spielte, dem SCP angeschlossen. Schließlich hat sich Münster die Dienste zweier Akteure von Klassenrivalen gesichert. Von Westfalia Herne wurde Burinyuy Nyuydine verpflichtet, der wendig und sprintstark ist, von der Hammer SpVg kommt Stürmer Ali Gülcan.

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Dass dieses Merkmal bei den nächsten Transfers erneut berücksichtigt wird, kann Sportchef Peter Niemeyer nicht garantieren. Gleichwohl sagt er: „Wir ­gucken nach Qualität und Leuten, die sich mit Verein und Umfeld und unserem Weg identifizieren. Wenn sie aus dieser Region kommen, freut es uns.“ Auf die jüngsten Abschlüsse mit Schulze Niehues, Langlitz und Scherder traf genau das zu.

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