Fußball: Regionalliga
Hiobsbotschaft für Preußen Münster: Jules Schwadorf fällt lange aus

Münster -

Jules Schwadorf war der Mann des Spieles: Erst als erster Torschütze der Preußen und Retter des Auftaktpunktes in Rödinghausen, wenig später als Pechvogel des Tages, als er verletzt ausgewechselt werden musste. Er wird mit einer Schultereckgelenksprengung mehrere Wochen fehlen. Ein Grund mehr für ein durchwachsenes Fazit dieses Liga-Auftakts.

Sonntag, 06.09.2020, 14:26 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 10:59 Uhr
Rick ten Voorde gegen Maximilians Schulze Niehues: Der erste Gegentreffer der Preußen fiel vom Elfmeterpunkt.
Rick ten Voorde gegen Maximilians Schulze Niehues: Der erste Gegentreffer der Preußen fiel vom Elfmeterpunkt. Foto: Jürgen Peperhowe

„Noch 39.“ Der Trainer des Preußen Münster klang fast ein wenig erleichtert, als die Premierenpartie in der ungeliebten Regionalliga absolviert war. Keine Fußballfeste, sondern viel Arbeitet wartet auf den Drittliga-Absteiger.

Das 1:1 beim Vorjahresmeister in Rödinghausen war ein belastbarer Vorgeschmack auf das, was Sascha Hildmann und seinen Schützlingen in den kommenden Monaten bevorsteht: mühsame Auftritte in kleinen Stadien gegen hoch motivierte Gegner, holprige Plätze, auf denen der Tiki-Taka-Fußball zu Grabe getragen wird, und zähe Spiele, in denen Kondition und Einsatz eher über Sieg und Niederlage entscheiden als das gepflegte Kurzpass-Stakkato.

Auch Essen mit Problemen

„Das war das Spiel, das wir erwartet hatten“, sagte nach dem Abpfiff der schwer gezeichnete Abwehrchef Simon Scherder. „Uns war klar, dass wir nicht über die Plätze fahren und locker die Punkte einsammeln können. Rödinghausen war ein starker Gegner“. Viel spricht dafür, dass die nächsten 39 Aufgaben ähnlich ablaufen werden – nicht zuletzt das Auftaktspiel des großen Aufstiegsfavoriten RW Essen, der am Samstag im Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück ebenfalls nicht über ein 1:1 hinauskam.

Mannschaftsbildung noch nicht abgeschlossen

Ein Selbstläufer wird die Regionalliga sicher nicht für die Preußen, die die Eingewöhnungsphase zudem noch zur Mannschaftsbildung nutzen müssen. Schon beim Start kamen acht Neuzugänge zum Einsatz – und noch sind nicht alle Schlüsselpositionen besetzt. Bis auf den mit Maximilian Schulze Niehues exzellent besetzten Posten zwischen den Pfosten wird in allen Mannschaftsteilen noch nach routinierten Leistungsträgern gefahndet.

Schwadorf fällt wochenlang aus

Bis dahin allerdings ist der schmale Preußenkader auf Kante genäht. Als Premierentorschütze Jules Schwadorf am Freitag nach 70 Minuten mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Feld musste, läuteten in Münster sämtliche Alarmglocken. „Das sah gar nicht gut aus“, schwante Hildmann direkt Übles. Die Bestätigung der schlimmsten Befürchtungen folgte prompt am Samstag.: Schwadorf muss nach einer Schultereckgelenksprengung mehrere Wochen pausieren. Der Neuzugang vom SV Wehen-Wiesbaden ist einer der unverzichtbaren Achsenspieler im System der Preußen, sein Ausfall ist nicht ohne Substanzverlust zu kompensieren.

1. Spieltag, Saison 2020/21: SV Rödinghausen – SC Preußen Münster

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  • Münsters Marcel Hoffmeier beweist Köpfchen gegen Rick ten Voorde.

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  • Dennis Daube enteilt seinem Gegenspieler.

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  • Niklas Heidemann im Zweikampf mit Patrick Kurzen.

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  • Alexander Langlitz beim Kopfballduell.

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  • Rick ten Voorde trifft vom Elfmeterpunkt zum 1:0 für die Gastgeber.

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  • Jules Schwadorf gegen Nico Buckmeier.

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  • Gelbe Karte für Simon Scherder nach seinem Handspiel im Strafraum.

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  • Preußen-Coach Sascha Hildmann.

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  • Niklas Heidemann setzt sich gegen Nico Buckmeier durch.

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  • Marcel Hoffmeier versucht, Rick ten Voorde das Leder wegzuspitzeln.

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  • Sehen Sie im Folgenden zahlreiche weitere Bilder der Begegnung.

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„Fußball ist ein Männersport“

Hildmann braucht die Routine von Schlüsselspielern wie Schwadorf dringend. Seiner Youngster-Truppe mit hoch veranlagten Talenten wie Gianluca Prondziono und Joel Grodowski fehlt es noch an Wettkampfhärte gegen robuste Gegner, die sich jetzt im Wochentakt formieren werden. „Da müssen sie sich noch mehr wehren“, sagt der Trainer, „Fußball ist ein Männersport.“ Vor allem in der Regionalliga – und das noch für 39 lange Spieltage.

Samstag gegen Bergisch-Gladbach

Die nächste Bewährungsprobe steigt am Samstag im eigenen Stadion gegen den SV Bergisch Gladbach, der mit einem 0:2 gegen Fortuna Köln gestartet ist. „Dann können wir zeigen, was wir draufhaben“, sagt Scherder, „dann ist der erste Sieg fällig.“

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