Fußball: Regionalliga
Preußen Münster erwartet am Samstag den VfB Homberg

Münster -

So langsam aber sicher kommt wieder Stimmung auf. 990 Zuschauer dürfen rein beim Regionalliga-Kick des SC Preußen am Samstag gegen den VfB Homberg. Zwei Siege, ein Remis – Münster ist aktuell gut drauf und plant mit dem nächsten Dreier.

Freitag, 18.09.2020, 17:42 Uhr aktualisiert: 18.09.2020, 18:02 Uhr
Darf der SC Preußen wieder jubeln, wie hier im Heimspiel gegen Bergisch Gladbach? Am Samstag gastiert der VfB Homberg in Münster.
Darf der SC Preußen wieder jubeln, wie hier im Heimspiel gegen Bergisch Gladbach? Am Samstag gastiert der VfB Homberg in Münster. Foto: Jürgen Peperhowe

Das gab es wohl noch nie bei Heimspielen des SC Preußen Münster. Hintereinander weg ausverkauft, zwei Mal. Erst die maximal 300 zugelassenen Besucher beim 4:0-Erfolg über Bergisch Gladbach, nun werden 990 Menschen für die samstägliche Heimpartie gegen VfB Homberg (Beginn 14 Uhr) zugelassen. So gesehen: ausverkauft. Nun gut, es ist auch ein bisschen Etikettenschwindel, aber alles ist besser als eines der leidigen Geisterspiele aus Drittliga-Zeiten. Und vielleicht dürfen gegen SF Lotte am 10. Oktober 2000 bis 3000 Besucher in die Arena. Bis zur Vollauslastung von 14.300 Zuschauern ist es aber nicht nur in Corona-Zeiten noch ein langer weiter Weg. Dafür müssen die Preußen fulminanter liefern.

Dennoch sagt Trainer Sascha Hildmann: „Die 300 gegen Bergisch Gladbach haben sich schon nach Fußball angefühlt.“ Nun fast 1000 Stadiongänger, von denen 350 auf die Stehränge bei Einhaltung des Mindestabstands gelassen werden – da spürt der Fußball-Lehrer altes Flair zurückkommen, das motiviert. Manchmal helfen auch kleine Dinge weiter.

Dritter SCP-Sieg in Serie?

Zumal sich der SCP auch mit dem dritten Sieg in Serie weit oben in der Tabelle der Regionalliga erst einmal festsetzen könnte. Es wäre auch der dritte Sieg über Homberg. Lang ist es her, damals, vor 55 Jahren, gewann der Bundesliga-Absteiger aus Münster gegen den Regionalliga-Aufsteiger Homberger SV beide Punktpartien mit 2:1 und dann mit 4:2 im Preußenstadion. Ende der 60er Jahre fusionierte der Homberger SV dann mit der Spielvereinigung aus Hochheide und nannte sich VfB Homberg. So viel Zeit für Fußball-Historie muss sein.

Westfalenpokal und Punktspiel gegen Aachen

Der SCV Neuenbeken freut sich auf den SC Preußen Münster. „Von so einem Kracher haben wir geträumt“, meinte SV-Obmann Andreas Keite im „Westfalenblatt“. Für den Bezirksliga-Meister ist der SC Preußen in der ersten Runde des Westfalenpokals ein Traumlos. Und auch Trainer Marco Cirrircione schwelgt in „Fußball-Romantik“, wenn er vom Gegner spricht: „Preußen ist der attraktivste Gegner im Lostopf gewesen“. Nun hat der Pokalspieleiter als Termin den 31. Oktober (Samstag) festgelegt, beide Mannschaften haben an diesem Wochenende spielfrei – und Neuenbeken hat dann auch keine Probleme mit dem fehlenden Flutlicht. Offen ist dagegen die Ansetzung des Heimspiels gegen Alemannia Aachen. Diese Begegnung war für den 26. September geplant, aber aufgrund von Corona-Fällen sind die Aachener Spiele gegen Lippstadt, Düsseldorf, Fortuna Köln und Münster verschoben. Hält sich der Staffelleiter streng an die Nachholtermine, käme der SCP frühestens am 8. oder 9. Dezember zum Zuge.

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Im Hier und Jetzt bastelt Hildmann am neuen SCP, beim Auswärtssieg in Straelen (2:1) machte sich seine Mannschaft das Leben selbst schwer. In Überzahl und mit einer 2:0-Führung im Rücken bekamen die Adlerträger doch noch die große Flatter. „Das hätten wir uns einfacher machen können“, sagte Mittelfeldspieler Dominik Klann nach der Partie. Auch Kapitän Julian Schauerte, der bereits wieder zwei Saisontore auf dem Konto hat, fügte dem Lehrauftrag an: „Wir müssen das sauberer und klarer ausspielen. Wieder waren wir in der zweiten Halbzeit zu passiv.“ Es gibt eine Menge Arbeit, zumal die bisherigen Gegner eher als Stangenware einkategorisiert werden sollten. Pflichtaufgaben, die der SCP zu lösen hat.

Personell fehlt weiterhin Mittelfeldmann Dennis Daube, dafür kehrt Angreifer Jules Schwadorf nach zweiwöchiger Verletzungspause in das Spieltags-Aufgebot zurück. Sorgen bereitet Lukas Frenkert (Oberschenkel). Innenverteidiger Roshon van Eijma dürfte nach überstandener Muskelverletzung in gut einer Woche ins Teamtraining einsteigen.

  • SCP: Schulze Niehues – Langlitz, Scherder, Hoffmeier, Heidemann – Holtby, Klann – Schauerte, Möbius, Touray – Grodowski
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