Fußball: Regionalliga
Dritter Sieg in Serie für die Preußen – 2:1 gegen Homberg

Münster -

Neu-Regionalligist Preußen Münster bleibt auf Erfolgskurs: Gegen den VfB Homberg gelang dem Team von Trainer Sascha Hildmann der dritte Sieg in Serie. Simon Scherder und Alexander Langlitz schossen die Tore beim 2:1. Per Handelfmeter verkürzten die Gäste in der Nachspielzeit.

Samstag, 19.09.2020, 16:22 Uhr aktualisiert: 20.09.2020, 11:44 Uhr
Fußball: Regionalliga: Dritter Sieg in Serie für die Preußen – 2:1 gegen Homberg
Preußen mit Durchsetzungskraft: Alexander Langlitz und Marcel Hoffmeier stoppen Hombergs Alexandros Armen. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Altweibersommer mit dem Hang zu angenehmen Temperaturen hält an. 24 Grad zur Prime-Time in der Regionalliga – über dem altehrwürdigen Preußen-Stadion lachte am Samstag die Sonne. Optimale Bedingungen für die Protagonisten auf dem Grün. Und für Fans, die nach der bundesweiten Regelung wieder in das Rund an der Hammer Straße durften. 990 an der Zahl lechzten nach Fußball. Ein großartiges Zeichen beim Spiel gegen das Schlusslicht VfB Homberg.

Und eine Motivationsspritze zugleich, die zeitweise Flügel verlieh. Ganz ohne Energydrink. Hellwach war der SCP auch so beim 2:1-Sieg über weite Strecken. Simon Scherder traf nach sieben Minuten, Alexander Langlitz unmittelbar nach dem Wechsel (48.). Per Handelfmeter verkürzten die Gäste durch Pascale Talarski (90.+1). Ein verdienter Erfolg – aber es ist noch viel Luft nach oben. Und die großen Kaliber kommen erst noch.

Für den Gast dürfte die Mission Klassenerhalt derweil ein langer, vielleicht zu langer Weg sein in dieser Mammut-Serie mit diversen englischen Wochen. Sportlich wären die Duisburger nach dem Aufstieg 2019 vermutlich wieder in die Oberliga Niederrhein abgestiegen. Der Corona-bedingte Abbruch der Saison spielte dem etwa 1000 Mitglieder starken Verein in die Karten. Ob der Club diese zweite Chance zu nutzen weiß, ist nach der Niederlage in Münster fraglich.

4. Spieltag, Saison 2020/21: SC Preußen Münster – VfB Homberg

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  • Preußen Münsters neuer Torjäger Simon Scherder freut sich nach dem Führungstreffer.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 990 Zuschauer im Preußenstadion – ausverkauft!

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  • Niklas Heidemann mitten im Getümmel.

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  • Simon Scherder schießt das 1:0.

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  • Dominik Klann und Marcel Hoffmeier kämpfen gegen Said Harouz um den Ball.

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  • Trubel vor dem Preußen-Tor.

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  • Großer Jubel nach dem Führungstreffer.

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  • Blick auf einige der 990 Zuschauer im Preußenstadion.

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  • SCP-Coach Hildmann und sein Co Louis Cordes.

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  • Sehen Sie im Folgenden viele weitere Bilder der Begegnung.

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Preußen-Coach Sascha Hildmann hatte seine Elf auf nicht einer Position nach dem Auswärtssieg unter der Woche beim SV Straelen verändert. Warum auch? In den Kader rückte nach zweiwöchiger Pause Jules Schwadorf, der Ende Oktober einen großen Sieg feiern wird: Dann soll sein erstes Kind in der Heimat Köln zur Welt kommen. Spannend.

Preußen mit Start nach Maß

Der 27-Jährige sah von der Bank aus einen Start nach Maß. Die zweite Ecke von Joshua Holtby landete bei Ousman Touray, der per Kopf ablegte auf Scherder. Das Eigengewächs hatte keine Mühe, das Leder an VfB-Tormann Philipp Gutkowski vorbei ins Tor zu schieben (7.). Stark. Das dritte Saisontor des Dreierwalders, der noch zum Torjäger wird. Die Preußen waren im Spiel, versuchten immer wieder, Alexander Langlitz auf der rechten Seite einzusetzen. Der Junge machte Meter, schaltete sich ständig in den Angriff ein. Zumal Julian Schauerte bei Clinton Asare zu gut wie abgemeldet war. Aber Vorsicht! Auch der Gast muckte auf, Marvin Lorch drückte eine Ecke von Ricardo Antonaci nach 20 Minuten auf den kurzen Pfosten. Max Schulze Niehues reagierte glänzend. Puh, dass hätte der Ausgleich sein können. Auf der anderen Seite musste Maskenmann Grodowski nach 25 Minuten das 2:0 machen. Blank stand er vor Gutkowski, sein Pfund landete direkt in dessen Armen. Münster verpasste es, das Spiel vorzuentscheiden. Touray, Langlitz – beide hätten mit etwas mehr Fortune noch vor der Pause treffen können.

Langlitz trifft per Kopf

Erst nach dem Gang in die Kabinen legte Preußen nach. Langlitz war nach 48 Minuten nach eine Holtby-Ecke mit dem Kopf zu Stelle: 2:0. Holtby war nach der Einwechslung von Okan Erdogan, der an die Seite von Dominik Klann auf die Sechs rückte, in die Zentrale gewechselt. Und war an allen Standards beteiligt. Aber auch Homberg hatte seine Chancen, Talarski (53.) und Nicolas Hirschberger (54.) waren dicht dran am Anschluss. Wieder Holtby hätte nach 65 Minuten alles klarmachen müssen, sein Schuss aus elf Metern strich weit über den Kasten. Auch der eingewechselte Nicolai Remberg brachte es gleich zweimal nicht fertig, den Ball aussichtsreich im Netz unterzubringen (73./77.). Was wäre das für ein Einstand für den Youngster gewesen. Derweil kassierte Niklas Heidemann überflüssig für ein dummes taktisches Foul den Gelb-Roten Karton (78.). Da muss er cleverer sein.

Zwölf Minuten in Unterzahl

Zwölf Minuten mussten die Preußen in Unterzahl agieren. Es ging gut, weil Homberg in der Schlussphase zu harmlos wirkte. Und dennoch kamen die Gäste zum 1:2, wenn auch glücklich. Alexander Langlitz soll der Ball im Strafraum an die Hand gesprungen sein. Eine äußerst fragwürdige Entscheidung von Schiedsrichter Leonidas Exuzidis. Talarski ließ sich in der Nachspielzeit nicht lange bitten und versetzte Schulze Niehues. Schluss. Der dritte Preußen-Sieg in Serie. Münster springt auf Platz zwei. Zumindest für den Samstag. Am Sonntag steigt noch das Topspiel zwischen der BVB-Reserve und RW Essen. Bei einem Dortmunder Erfolg würden die Preußen einen Rang abrutschen.

Zeit, die Beine hochzulegen, bleibt nicht. Am Mittwoch geht es nahtlos weiter. Dann reist der Tross zum Gastspiel beim Wuppertaler SV. Gespielt wird um 19.30 Uhr im Stadion am Zoo. Das Spiel am kommenden Samstag gegen Alemannia Aachen wurde indes wegen eines positiven Corona-Tests gecancelt.

SC Preußen: Schulze Niehues – Langlitz, Scherder, Hoffmeier, Heidemann – Holtby (85. Przondziono), Klann – Schauerte, Möbius (71. Remberg), Touray (46. Erdogan) – Grodowski (71. Mekonnen)

VfB Homberg: Gutkowski – Antonaci, Redjeb, Asare (82. Kogel), Koenders – Lorch, Talarski, Mohammad, Nowitzki (69. Jafari), Hirschberger (60. Armen) – Harouz

Tore: 1:0 Scherder (7.), 2:0 Langlitz (48.), 2:1 Talarski (90.+1)

Gelb-Rote Karte: Heidemann (SC Preußen/78.)

Schiedsrichter: Leonidas Exuzidis (Arminia Ickern)

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