Fußball: Regionalliga West
Marcel Hoffmeier hat seinen Platz bei den Preußen gefunden

Münster -

Im Abstiegsjahr noch in der zweiten Reihe, jetzt erste Wahl bei den Preußen: Marcel Hoffmeier hat in der Innenverteidigung seinen Platz gefunden – und freut sich auf das Duell am Mittwoch gegen seinen ehemaligen Kollegen Marco Königs.

Montag, 21.09.2020, 15:02 Uhr
Plötzlich unverzichtbar in der Preußen-Abwehr: Marcel Hoffmeier
Plötzlich unverzichtbar in der Preußen-Abwehr: Marcel Hoffmeier Foto: WWU Baskets

Plötzlich ist Marcel Hoffmeier da. Nach einem Jahr Anlauf. Trainer Sascha Hildmann hat ihn praktisch für unverzichtbar erklärt, so liest man es zumindest zwischen den Zeilen. Münsters Abwehrblock besteht – erwartungsgemäß – aus Simon Scherder, der trotz seiner erst 27 Jahre auf 141 Drittliga-Spiele (15 Tore) zurückblicken kann. Der zweite Bestandteil der Abwehrzentrale wird durch Hoffmeier besetzt, dessen Routine in der 3. Liga gerade mal zwei Einsätze vor der Saison betrug.

Nun aber müssen sich alle hinter ihm einreihen. Jannik Borgmann zum Beispiel, der lange verletzt war. Oder Okan Erdogan, der die komplette Vorbereitung verpasste und dem nachgesagt wurde, er wolle den SCP verlassen. Und auch Roshon van Eijma, ein 22 Jahre alter Niederländer, der es immerhin schon auf 31 Einsätze für Roda Kerkrade in der Keuken Kamion Divisie gebracht hat – was nichts anderes als die zweite Liga in Holland ist.

Hildmann gerät ins Schwärmen

„Hoffmeier ist Wahnsinn. Mit was für einer Ruhe er die Bälle hinten raus spielt“, schäumt SCP-Coach Sascha Hildmann förmlich über, wennt er über den 21-Jährigen spricht. Fast schon einen Narren hat er am Defensivexperten gefressen, der in der Vorsaison in zwei Drittliga-Einsätzen und sechs Partien in der SCP-Reserve in der Oberliga zum Einsatz kam. „Hätten wir nicht die elf Geisterspiele innerhalb von nur fünf Wochen gehabt, hätte ich ihn schon in der vergangenen Saison gebracht.“ Was so viel heißen soll, dass Hoffmeier schon in der Vorsaison Potenzial angedeutet hatte, aber dass aufgrund des minimierten Trainings nach Wieder-Aufnahme des Spielbetriebs nach der Corona-Pause eine Integration nicht möglich gewesen sei.

Duell mit Königs

Der Spieler selbst freut sich über die Entwicklung, weiß aber auch die vier Einsätze einzuschätzen. Bis auf Rödinghausen (1:1) ging es vornehmlich gegen vermeintlich schwächere Teams. Am Mittwoch dürfte es deutlich schwieriger werden, zumal er auf seinen Ex-Kollegen Marco Königs treffen wird. Der hat sich beim Wuppertaler SV gleich mit einem Torerfolg eingeführt, der WSV verlor dennoch mit 2:3 gegen Fortuna Köln. „Bei Marco muss ich aufpassen. Körperlich ist er sehr stark“, sagt Hoffmeier. Er freut sich auf die Herausforderung. Und er freut sich über das Vertrauen, das ihm Coach Hildmann schenkt. Dass die erste Bilanz mit zehn Punkten positiv ausfällt, gehört dazu, Patzer in der Verteidigung gab es praktisch keine. Bis hierhin also alles gut, wie der 21 Jahre alte frühere Lippstädter sagt: „Diese Spiele müssen auch erst mal gewonnen werden.“

Härtetest in Wuppertal

Nun also Regionalliga, diese Liga hat er 2018/19 bereits mit dem SV Lippstadt kennengelernt, nach 33 Einsätzen (3 Tore) fiel er auch dem SCP auf, er kam nach Münster und unterschrieb einen Drei-Jahres-Vertrag. Nach dem langen Anlauf ist er nun angekommen. Zu tun gibt es noch einiges, wie er meint: „Mein Kopfballspiel muss noch besser werden, und den Ball muss ich manchmal auch schneller loswerden.“ Daran wird gearbeitet. Gilt für die Preußen, dass es am Mittwoch ein echter Härtetest in Wuppertal wird, eine Standortbestimmung, so nimmt das auch Marcel Hoffmeier für sich in Anspruch. Im Mittelfeld wird Ex-Preuße Kevin Rodrigues Pires die Fäden ziehen und versuchen, Marco Königs ins Spiel zu bringen – Endstation soll dann im Idealfall bei Marcel Hoffmeier sein.

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