Fußball: Oberliga
Hängende Köpfe – Preußen Münster II unterliegt Aplerbeck 0:1

Münster -

Die schlechtere Mannschaft, so viel stand nach den 90 Minuten fest, war der SC Preußen Münster II am Sonntagnachmittag sicher nicht. Dumm nur, dass das blanke Ergebnis etwas anderes aussagte. Und so entführte der ASC 08 Dortmund beim 1:0 (0:0) die drei Punkte von der Hammer Straße und hinterließ enttäuschte Adlerträger.

Sonntag, 04.10.2020, 19:24 Uhr
Enges Ringen, zwei Sieger: Dortmunds Julian Horstmann (l.) und Jan-Patrick Friedrich
Enges Ringen, zwei Sieger: Dortmunds Julian Horstmann (l.) und Jan-Patrick Friedrich Foto: Peter Leßmann

Alles Kopfsache? In jedem Fall hatte die Preußen-Reserve zwei Riesenchancen durch Ali Gülcan und Naod Mekonnen, doch beide Preußen-Angreifer verfehlten mit ihren Kopfbällen das Tor. Besser machte es Dortmunds Daniel Schaffer nach 79 Minuten, er nutzte eine weite Hereingabe zu einem sehenswerten Treffer ins lange Eck. Natürlich per Kopf. Schön für den ASC 09, der auf diese Weise drei Punkte aus Münster mitnahm. Und eine Oberliga-Truppe in Grün zurückließ, die die Köpfe hängen ließ.

„Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft durchaus zufrieden. Und ich kann ihr nicht mal einen Vorwurf machen. Allenfalls den, dass wir uns einfach für eine ordentliche Vorstellung nicht belohnen. Diese 0:1-Niederlage fühlt sich falsch an.“ SCP-Trainer Sören Weinfurtner sah sein Team im ersten Abschnitt leistungsmäßig vorn und attestierte den Gästen das Gleiche nach dem Wechsel. „Von daher hätten wir einen Punkt unbedingt verdient gehabt.“

Klauke sicher, Schmidt agil

Und das gegen einen Gegner, den Weinfurtner in seiner persönlichen Einschätzung recht weit vorne in der Oberliga sieht. „Und den ich hier dominanter erwartet hatte.“ Spricht also für das junge Preußen-Team, dass sich da zwei Mannschaften auf gleicher Augenhöhe gegenüberstanden. Hinten um den umsichtigen Jan Klauke recht sicher, im Mittelfeld um den umtriebigen Julian Schmidt sehr agil, nur vor dem gegnerischen Kasten zu zaudernd. So lässt sich das beschreiben, was die SCP-Zweite den rund 180 Besuchern am Sonntagnachmittag auf Kunstrasen darbot. Und ziemlich eindeutig auf kein Torfestival, sondern eher eine Punkteteilung hinsteuerte.

Dedovic auf dem Posten

Mit der wären die Dortmunder offensichtlich auch wohl einverstanden gewesen. Denn nachdem sie in ihrer Sturm- und Drangzeit durch einen Freistoß von Lars Warschewski (Bruder des Ex-Preußen Tobias) und zwei sehr guten Möglichkeiten durch Kevin Brümmer jeweils an SCP-Schlussmann Marko Dedovic gescheitert waren, wurde ihnen die eigene Torsicherung immer wichtiger. Der Defensivabteilung galt die eindeutige Anweisung, hinten zu bleiben und den Punkt zu garantieren. Dass ein Trainer mit dieser Devise auch mal falsch liegen kann, demonstrierte Dortmunds Abwehrchef Philipp Rosenkranz, als er mit nach vorn stürmte und zur Bank rief: „Ruhig bleiben, wir gewinnen das Ding noch.“ Er sollte Recht behalten und hatte seinen Kopf durchgesetzt.SCP II:Dedovic – Rüschenschmidt-Sickmann (82. Di Pierro), Burchardt, Klauke, Mause – Pohl (80. Demirarslan), Ströker (72. Heering), Mekonnen – Schmidt (74. Özmen) – Gülcan, Nyuydine

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