Fußball: Oberliga
Echte Qualität und große Konsequenz beim 5:1 der Preußen gegen Schermbeck

Münster -

Zu Beginn hatten die Preußen Glück und einen richtig gut aufgelegten Schlussmann Marko Dedovic, der Schlimmes verhinderte. Dann fand die Reserve gegen den SV Schermbeck immer besser ins Spiel und siegte mit 5:1.

Sonntag, 18.10.2020, 20:08 Uhr
Gemeinsam stark: Münsters Ousman Touray, Torhüter Marko Dedovic, Nils Burchardt und Elias Demiraslan
Gemeinsam stark: Münsters Ousman Touray, Torhüter Marko Dedovic, Nils Burchardt und Elias Demiraslan Foto: Peter Leßmann

Eine Viertelstunde lang wurde der Preußen-Zweiten dermaßen zugesetzt, dass man Übles erwarten musste. In der Oberliga aber lieferte der SV Schermbeck 2020 eben vornehmlich diese gute Startphase ab – und Münster spielte sich energiegeladen aus der Bredouille heraus, zeigte effektiven Pressing-Fußball und schwang sich zum 5:1 (2:1) auf. Sieg Nummer vier – je mehr Punkte in diesen unsicheren Zeiten aufs Konto wandern, desto besser . . .

Der frühere SCP-Juniorenspieler Mike Jordan, der große Abwehrchef, brachte die fulminant-selbstbewussten Gäste in Führung per Kopf nach Ecke (4.). Nur gut, dass Tormann Marko Dedovic, geborgt von der Ersten, gleich hellwach war und diverse Rettungstaten hinlegte. Er hielt seine Elf im Spiel, die über den agilen Marius Mause rechts herum Meter machte – die Hereingabe des Außenspielers verlängerte Burinyuy Nyuydine auf Regionalliga-Kaderspieler Ousman Touray, der im Fallen traf (17.). Nach dem Verletzungs-Aus von „Zehner“ Francesco di Pierro (25.) kam für Münster Kürsat Özmen, der in die Spitze rückte und Nyuydine eine Position tiefer stellte. Und der Neue sowie die Positionsanordnung sollten nachhaltig Wirkung zeigen. Die schnellen und „kleinen“ Preußen attackierten Schermbecks Aufbau immer wirkungsvoller. Ein sehenswerter Tempo-Angriff über Jonas Ströker und Flankengeber Mause fand zentral den entschlossenen Özmen – 2:1 (37.).

Bestens miteinander gespielt wurde auch direkt nach dem Wechsel. Balleroberer Ströker und Passgeber Touray setzten Özmen zum 3:1 ein (46.). Die Preußen zeigten Qualität und Konsequenz. Jan Klauke sorgte defensiv für Klarheit. Auch als Schermbeck wieder lebendiger agierte, stand Münster sattelfest. Und war immer erpicht auf das Spiel in die Tiefe. Touray vermied bisweilen, den geraden Weg zu gehen, aber nicht in der 66. Minute beim 4:1 nach Tobias Heerings Solo über links. Özmen scheiterte nach Foul an Nyuydine per Elfmeter, dessen Ausführung ihm Nils Burchardt klaglos überließ. Der Stürmer schüttelte sich und langte aus dem Lauf heraus zu – 5:1 (74.).

„Schermbeck hat zunächst unser Pressing gut überspielt“, sagte SCP-Trainer Sören Weinfurtner. „Wir sind dann konsequenter und cleverer angelaufen, haben viele Szenen kreiert und die Abschlüsse gefunden. Die Elf hatte immer eine gute Ausstrahlung, auch in den schweren Phasen.“Preußen II: Dedovic – Mause, Rüschenschmidt, Burchardt, Klauke, Demiraslan – Ströker (65. Heering), Mekonnen (78. Klaas) – Di Pierro (25. Özmen) – Touray, Nyuydine (78. Duarte)

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