Fußball: Regionalliga
Preußen Münster ohne Joshua Holtby beim Bonner SC

Münster -

Knapp 200 Kilometer Anreise: Für die Preußen geht es am Samstag zum Bonner SC. Nach dem Sieg gegen Wiedenbrück wollen die Jungs von Trainer Sascha Hildmann nun den Schalter auf fremdem Geläuf umlegen. Ohne Joshua Holtby, der muss wegen muskulärer Probleme passen.

Freitag, 23.10.2020, 17:42 Uhr aktualisiert: 23.10.2020, 17:51 Uhr
In Bonn wegen muskulärer Probleme außen vor: Joshua Holtby.
In Bonn wegen muskulärer Probleme außen vor: Joshua Holtby.

Wortspiele mit seinem Namen kennt er zur Genüge. „No jokes with names“ – mahnt der Journalistenknigge. Halb so wild: Preußen Münsters Neuzugang Benedikt Zahn hat sich inzwischen etwas eingelebt in der neuen Umgebung. In der Wohnung steht indes nicht viel mehr als ein Bett. „Ich bin gerade dabei, mir Möbel zu kaufen“, sagt der 24-Jährige. Zur Not darf er auch mal bei Joshua Holtby oder Okan Erdogan pennen. In den kommenden Wochen sollte in dieser Hinsicht etwas Ruhe ins Leben des Stürmers einkehren. Spätestens dann möchte er auch seinen festen Platz im Team haben. Nicht unmöglich, dass Zahn schon beim Gastspiel in Bonn am Samstag um 14 Uhr eine Option für die Startelf ist.

Denn: „Wir müssen etwas umbauen“, sagt Trainer Sascha Hildmann. Vor den erwarteten 500 Zuschauern im altehrwürdigen Sportpark Nord fällt neben Jules Schwadorf (Aufbautraining) und voraussichtlich Osman Atilgan (muskuläre Probleme) „Sprachrohr“ Holtby aus. Die Englischen Wochen fordern ihren Preis, in diesem Fall gar ein Opfer. „Das trifft uns. Joshua ist ständig in Bewegung, macht den Mund auf“, würde der Coach nur allzu gerne auf die Dienste seines Zehners bauen. Der begab sich am Freitag nach dem Besuch beim Teamarzt in die Hände der Physiotherapeuten, um der verhärteten Muskulatur Herr zu werden. Justin Möbius, Nicolai Remberg oder Atilgan, sofern er spielen kann, könnten den Mittelfeldspieler ersetzen.

Es gibt etliche Denkmodelle. Hildmann hat in den vergangenen Wochen durchaus ein glückliches Händchen in Sachen Rotation gehabt. Möglich, dass Remberg, gegen Wiedenbrück zentral vorne drin, den Holtby-Part übernimmt und Benedikt Zahn in die Spitze rückt. „Klar möchte ich ins Team. Aber das entscheidet allein der Trainer“, sagt der in Fulda geborene 1,90 Meter große, bullige Angreifer.

Dass die Preußen nach zehn Spieltagen mit 17 Punkten dick im Geschäft sind, freut Hildmann. Unter der Woche wurde er mehrmals in der Stadt oder an der Tankstelle angesprochen. „Die Reaktionen sind durchweg positiv“, bekennt er. Ja, auch die Fans erkennen löblich an, das sich rund um die Hammer Straße etwas entwickelt. „Wir wollen in erster Linie erfolgreich Fußball spielen.“ Das ist Hildmanns Mantra. Alles andere wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Sollte der SCP auch in den Wintermonaten auf Tuchfühlung zu Borussia Dortmund, Fortuna Köln und RW Essen sein, müsste vielleicht personell nochmals nachjustiert werden. Ein zusätzlicher Schuss Erfahrung könnte unter Umständen inspirierend sein.

Bis dahin ist noch Zeit – und der junge Zahn wird sich in seiner neuen Bude eingerichtet haben, wohlfühlen. Gut für ihn, gut für den SCP: Ein rundum zufriedener Stürmer trifft eher ins Schwarze als einer, den Sorgen plagen. SC Preußen: Schulze Niehues – Langlitz, Scherder, Hoffmeier, Heidemann – Daube, Erdogan – Schauerte, Remberg (Möbius), Grodowski – Zahn

Liveticker aus Bonn ab 13.30 Uhr.

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