Fußball: Regionalliga
Preußen Münster vor den Wochen der Wahrheit

Münster -

Aktuell gefällt sich der SC Preußen Münster noch im Kreis der Spitzenteams. Genau diese Position will der Regionalligist in den kommenden Wochen zementieren. Dabei ist das Programm im „heißen“ Herbst beinhart für die Adlerträger.

Mittwoch, 18.11.2020, 21:44 Uhr aktualisiert: 18.11.2020, 21:52 Uhr
Preußen-Trainer Sascha Hildmann steht mit seinen Schützlingen vor geschäftigen Wochen.
Preußen-Trainer Sascha Hildmann steht mit seinen Schützlingen vor geschäftigen Wochen. Foto: Jürgen Peperhowe

Die ersten sechs der Tabelle, dazu noch die weit hinter dem regulären Spielplan hinterherlaufende Alemannia aus Aachen, bilden das obere Drittel der Fußball-Regionalliga. Münster ist dabei. Nun steht der SC Preußen bis zur Winterpause vor einem „heißen Herbst“. Denn jetzt folgen viele weitere Spiele gegen genau die Vereine, die sich auch zum gehobenen Format der Regionalliga rechnen. Samstag im Geister-Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf II wird das Team von Trainer Sascha Hildmann Farbe bekennen müssen. Der Tabellennachbar gibt sich die Ehre.

Bislang patzte der SCP eigentlich nur in den Duellen gegen die Konkurrenz auf Augenhöhe. Niederlagen gegen den 1. FC Köln II (5.), RW Essen (1.) und Borussia Dortmund II (2.) stehen zu Buche. Das muss sich ändern, keine Frage, ansonsten ist das genau der Unterschied zwischen einem guten Regionalligisten und einem Aufstiegsaspiranten.

Sieben Partien stehen maximal noch in diesem Jahr an, 21 Punkte sind zu vergeben. Will der SCP seinen Anspruch einer Spitzenmannschaft erfüllen, muss nun auch gegen die „Besseren“ gewonnen werden. Kurios ist dabei auch das: Der SC Wiedenbrück ist die aktuell am besten platzierte Mannschaft, gegen die die Schützlinge von Sascha Hildmann gewinnen konnten. Der Aufsteiger ist Elfter ...

Tatsächlich mutet es wie der nächste notwendige Schritt an, nun gegen Düsseldorf zum Beispiel einen Sieg einzufahren. Der Heimauftritt gegen die Fortuna läutet geschäftige Wochen ein, dann geht es gegen Fortuna Köln (6.), Wegberg­Beeck (12.), gegen Mönchengladbach II (9.), Oberhausen (13.), Aachen (10.) und Schalke II (7.) Gerade Aachen ist die Unbekannte aktuell. Denn der Ex-Erstligist steht mit zwei bis fünf Partien gegenüber den Top-Teams in der Kreide, hat aber nach erst neun Partien schon 17 Zähler gesammelt. Am Mittwochabend patzte die Alemannia allerdings im Heimspiel gegen Fortuna Köln.

Münsters Coach Hildmann wird zumindest gegen Düsseldorf auf einen Teil seiner geplanten Achse verzichten müssen, Joshua Holtby, Marcel Hoffmeier und Dennis Daube fehlen weiter.

„Aber Justin Möbius und Max Schulze Niehues sind wieder im Training“, sendet Hildmann Teil-Entwarnung. Zudem überstand auch Ro­shon van Eijma den Ausflug in die Karibik. Ja, der 22 Jahre alte Abwehrspieler war vom Nationaltrainer Curaçaos, Guus Hiddink, für die geplanten Länderspiele des mittelamerikanischen Insel-Staates nominiert worden. Der Pandemie geschuldet fielen die Länder gegen die Britischen Jungferninseln, auf Platz 208 von 210 Verbänden in der Weltrangliste geführt, und Guatemala (Platz 131) aus. Stattdessen absolvierte Hiddink ein Trainingslager in Willemstad.

Dass van Eijma, der nach langer Verletzung gerade erst fit ist, überhaupt nach Curaçao geflogen war, dürfte nicht allen beim SCP gefallen haben. Aber am Mittwoch kehrte er zurück, ließ sich auf Covid 19 testen – und am Nachmittag war das negative Ergebnis bereits bestätigt. Er kann an den Übungseinheiten der Preußen wieder teilnehmen. Den Platz des verletzten Hoffmeier – der wie angegossen auf van Eijma passen würde und am vergangenen Samstag frei war – hat allerdings Okan Erdogan vorerst okkupiert. Nach dem 4:0 in Lippstadt ist das Fell des Bären für den Moment verteilt.

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