Fußball: Regionalliga West
Preußen Münster muss sich gegen Gladbach II im Vorwärtsgang steigern

Münster -

Mit Borussia Mönchengladbach stellt sich am Samstag ein spielstarker Gegner an der Hammer Straße vor. Die Preußen müssen aber vor allem selbst schauen, dass sie den Vorwärtsgang effektiver und cleverer einlegen als zuletzt.

Freitag, 04.12.2020, 14:42 Uhr aktualisiert: 04.12.2020, 15:35 Uhr
Nach dem 0:0 gegen Wegberg-Beeck rauften sich die Preußen samt verletzter Spieler zusammen und schworen sich auf die nächsten Aufgaben ein.
Nach dem 0:0 gegen Wegberg-Beeck rauften sich die Preußen samt verletzter Spieler zusammen und schworen sich auf die nächsten Aufgaben ein. Foto: Jürgen Peperhowe

Das bislang letzte Duell zwischen Preußen Münster und Borussia Mönchengladbach II in einem Pflichtspiel datiert vom 6. Mai 2011 und markiert den Höhepunkt der jüngeren Vereinsgeschichte für die Adler. An diesem Freitagabend stieg der Traditionsclub durch ein 3:0 in die 3. Liga auf, die Stadt stand tagelang Kopf.

Neun Jahre später ist der SCP wieder eine Etage tiefer angelangt und kommt in dieser Serie wohl auch nicht für eine schnelle Rückkehr infrage. Um nicht ins Mittelfeld abzurutschen, sollte gegen die Fohlen aber am Samstag (14 Uhr) der siebte Heimsieg her. „Die Gefahr nach unten besteht immer. Das wollen wir unter allen Umständen vermeiden“, sagt Trainer Sascha Hildmann. Auch nach dem traurigen 0:0 gegen Wegberg-Beeck vor einer Woche ist Preußen zu Hause noch ungeschlagen. Den Blick zurück auf die ersten Punktverluste an der Hammer Straße kann der Coach seinen Schützlingen aber nicht ersparen. „Wir hatten sieben Chancen, eine davon muss rein. Der Gegner hat mit zehn Mann am Kreis verteidigt, hat das auch gut gemacht, aber das darf keine Ausrede sein.“

Wir brauchen mehr Tiefenläufe im letzten Drittel, mal einen Doppelpass, mal eine Flanke aus dem Halbfeld. Aber wir müssen auch, wenn es gefordert ist, Ruhe reinbringen und auf die Möglichkeit warten.

Sascha Hildmann

Die gute Nachricht für ihn: „Diesmal gegen offensiv ausgerichtete Gladbacher wird es ein ganz anderes Spiel.“ Was der 48-Jährige verlangt, legt er dezidiert dar: „Wir brauchen mehr Tiefenläufe im letzten Drittel, mal einen Doppelpass, mal eine Flanke aus dem Halbfeld. Aber wir müssen auch, wenn es gefordert ist, Ruhe reinbringen und auf die Möglichkeit warten.“ Ein kleiner Katalog, der belegt, dass trotz diverser Gelegenheiten noch reichlich Optimierungsbedarf im Angriff und allgemein im Spiel nach vorn besteht.

Einiges spricht dafür, dass sich am Personal nicht viel ändert. Jules Schwadorf wirkt top-fit und nähert sich seiner Bestform, Gianluca Przondziono enttäuschte bei seiner Rückkehr zuletzt auch nicht, der Großteil des Teams steht ohnehin. Zwar kommen die genesenen Joshua Holtby und Marcel Hoffmeier zurück in den Kader, doch beide sind eher als Joker vorgesehen. Während Dennis Daube in diesem Jahr wohl nicht mehr spielen kann, muss Osman Atilgan (Hüftprellung) nur um den Einsatz am Samstag bangen. Allzu viele Wechseloptionen tun sich also nicht auf. Benedikt Zahn, der zuletzt als Joker punktete, darf auf den Zuschlag von Beginn an hoffen. „Er ist absolut eine Option“, sagt Hildmann.

Möllers erste Chance?

Der Pfälzer kündigt gleichzeitig die eine oder andere Überraschung im Aufgebot an. Der dänische Stürmer William Möller könnte erstmals auftauchen, auch Roshon van Eijma hätte sich den Bankplatz mit guten Trainingsleistungen verdient – im Umkehrschluss müssen Naod Mekonnen oder Justin Möbius bangen, auf die Tribüne beordert zu werden.

Mannschaftsaufstellung:

SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder, Erdogan, Heidemann – Przondziono, Klann – Langlitz, Schwadorf, Grodowski – Zahn

  • Das Nachholspiel zu Hause gegen Alemannia Aachen am 16. Dezember beginnt auf Wunsch der Gäste schon um 18 statt um 19.30 Uhr.

Liveticker aus dem Stadion ab 13 Uhr

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