Fußball: Regionalliga West
Rückrundenauftakt mit neuen Ambitionen: Preußen Münster erwartet SV Rödinghausen

Münster -

Die zweite Saisonhälfte steht an, der SC Preußen Münster erwartet dabei den Meister SV Rödinghausen im eigenen Stadion. Ohne Zuschauer wird Gerrit Wegkamp sein Meisterschaftsdebüt für den SCP gegen das Team des Münsteraner Trainers Nils Drube feiern. Ein anderer Preuße erlebt ebenfalls einen Re-Start.

Freitag, 15.01.2021, 17:20 Uhr aktualisiert: 15.01.2021, 18:46 Uhr
Neuer Anlauf bei den Preußen: Dennis Daube (rechts) hofft auf ein Ende seiner Verletzungsmisere.
Neuer Anlauf bei den Preußen: Dennis Daube (rechts) hofft auf ein Ende seiner Verletzungsmisere. Foto: Sebastian Sanders

Wenn die Regionalliga West an diesem Wochenende in die Rückrunde startet, dann steht für den SC Preußen Münster zumindest fest, dass der Drittliga-Absteiger nicht mehr federführend in den Aufstiegskampf eingreifen kann. Aber, und das ist die Botschaft von Trainer Sascha Hildmann vor dem Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den SV Rödinghausen, die Ziele gehen den Adlerträgern nicht aus. Man wolle, so der Coach, die sechs Niederlagen aus der Hinrunde korrigieren, die „Jungs weiter festigen in ihrem Spiel“ und so weit wie möglich in der Tabelle nach vorne kommen. Hildmann: „Wir wollen die Mannschaft weiterbringen, als Team sowie jeden Einzelnen auch individuell.“

Das Heimspiel gegen den Meister der Vorsaison kann da schon ein Wink mit dem Zaunpfahl werden. Die Gäste haben sich in den letzten Wochen stabilisiert. Hildmann möchte durchaus mehr erreichen als in der Vorrunde. Als Tabellenfünfter geht es in die Rückserie, realistisch fühlt sich ein Angriff auf den Rangdritten Fortuna Köln (37 Punkte) und Fortuna Düsseldorf II (35) an, weniger eine Kampfansage an Liga-Primus RW Essen (50) oder Borussia Dortmund II (44).

Wiedergutmachung für Niederlagen

Interessanter ist auch die Ambition, die sechs Niederlagen aus der Hinserie ins Positive drehen zu wollen. Gegen den 1. FC Köln II, Essen, Dortmund, aber auch Fortuna Köln, Borussia Mönchengladbach II und RW Oberhausen gingen die Preußen leer aus, da besteht jede Menge ergebnistechnischer Korrekturbedarf. Liest man zwischen den Zeilen, dann ist Hildmanns Plan, den SCP aus gutem Regionalliga-Format in den Status eines zukünftigen Spitzenteams hieven zu wollen.

Daube einsatzbereit

Ohne Zuschauer gibt es dabei mit Sicherheit das Debüt von Neuzugang Gerrit Wegkamp, der vom Drittligisten FSV Zwickau den Weg zum SCP fand. Der 27-Jährige ist praktisch ein Vorgriff in den Planungen für die Saison 2021/22. Fast ein Debüt ist zudem die Rückkehr von Dennis Daube in die Startelf. Der 31 Jahre alte Mittelfeldstratege sollte nach Jahren in den oberen drei nationalen Spielklassen (FC St. Pauli, Union Berlin und KFC Uerdingen) in Münster ein Schlüsselspieler sein. Seit Anfang November, und damit nach nur sieben Einsätzen, pausierte er verletzungsbedingt. „Er ist eine Option für die Anfangsformation, er fühlt sich gut“, freut sich Hildmann über den Re-Start des Routiniers. Der könne gleichermaßen die Sechser-Position, also die des zentralen defensiven Mittelfeldspielers, wie auch die sogenannte „Acht“ mit offensiverer Ausrichtung besetzen. Auch bei ihm gilt, so wie beim Projekt „sechs Niederlagen vergessen machen“, dass ein klarer positiver Trend her muss.

Holtby fehlt erneut

Auch die zuletzt angeschlagenen Offensivkräfte Jules Schwadorf und Joel Grodowski sind einsatzbereit. Zumindest für ein paar Minuten. Es fehlen neben Alexander Langlitz auch Joshua Holtby, der sich im Test gegen Schalke am Oberschenkel verletzte, sowie William Møller (Bänderdehnung) und Naod Mekonnen (Fußsohlenentzündung).

  • SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder, Hoffmeier, Heidemann – Daube, Erdogan, Remberg – Zahn, Wegkamp, Grodowski

Liveticker aus dem Stadion ab 13 Uhr:

Stabilisiert mit Drube

Der Meister der Vorsaison erlebte im Sommer einen beispiellosen Aderlass nach dem Aufstiegsverzicht. Unter dem neuen Trainer Nils Drube, der in Münster lebt, hier geboren wurde und lange Jugend-Trainer bei den Preußen war, gelang eine Stabilisierung in der Hinserie, wie 29 Punkte und Rang acht belegen. Der Coach, der vor zwei Jahren bei den SF Lotte ein Drittliga-Intermezzo gab und davor in der Nachwuchs-Abteilung von Bayer Leverkusen arbeitete, baut vorne auf die beiden Angreifer Yassin Ibrahim (sechs Tore) und Ba-Muaka Simakala (sieben Treffer).

Während der SVR zu Hause noch ungeschlagen ist und auch im Auftaktspiel gegen Münster ein 1:1 holte, läuft es auswärts nicht gut. Erst zwei Siege und acht Zähler in elf Partien stehen zu Buche. Die Preußen sind allerdings erklärtermaßen ein Lieblingsgegner der Ostwestfalen. 2017, 2018 und 2019 warfen sie den damaligen Drittligisten jeweils im Westfalenpokal aus dem Wettbewerb.

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