Fußball: Regionalliga West
Dauereinsatz führt die Preußen zum nächsten Heimspiel gegen Bonn

Münster -

Spiel zwei von vier Heimpartien in Serie steht für Preußen Münster am Samstag gegen den Bonner SC an. Die Adler sind gut drauf, müssen aber etwas umstellen. Das Selbstvertrauen nach 29 von 33 möglichen Punkten seit Mitte Dezember bleibt aber riesig.

Freitag, 26.03.2021, 16:22 Uhr aktualisiert: 26.03.2021, 18:22 Uhr
Gesetzt: Joshua Holtby (l.) und Nicolai Remberg
Gesetzt: Joshua Holtby (l.) und Nicolai Remberg Foto: Jürgen Peperhowe

Auf personelle Ratespiele hat Preußen-Coach Sascha Hildmann wie jeder andere Trainer nicht so große Lust. Aber vor dem Heimspiele gegen den Bonner SC (Samstag, 14 Uhr) muss er sich schon ein paar Gedanken machen. Vor allem: Wer ersetzt Gerrit Wegkamp in der Spitze? Alexander Langlitz machte das am Mittwoch beim 2:0 gegen Wuppertal gut, aber dann muss ein Ersatz für die rechte Außenbahn her. Dort sind die Alternativen rar. Osman Atilgan empfahl sich nach seiner Einwechslung kaum. „Er hat sich schwergetan, hat natürlich wenig Selbstvertrauen und war anfangs nervös“, sagt Hildmann. „Später wurde es besser.“

Jules Schwadorf wäre eine logische Wahl, ist aber als Joker vorgesehen. Vielleicht erhält Atilgan eine Chance, vielleicht rückt auch Nicolai Remberg eine Reihe vor. Lukas Frenkert kehrt nach abgesessener Gelbsperre zurück. „Er ist top-fit“, so Hildmann. Denkbar, dass Linksverteidiger Niklas Heidemann dennoch im Team bleibt, weil Julian Schauerte doch eine Pause benötigt. Die Belastung ist derzeit eben hoch. „Für den Körper sind die englischen Wochen anstrengend, gerade bei tiefen Böden. So was wie bei Wegkamp, der immer 90 Minuten gespielt hat, kann immer mal passieren.“ Sein Ausfall schmerze, weil er mit seiner Lautstärke dem Team guttut. „Langlitz steht dem aber in nichts nach.“

20. Spiel gegen Bonner SC

Der Bonner SC – eher eine leichte Beute für den SCP in all den Jahren. Zwölf Siege in 19 Aufeinandertreffen, nur fünf Niederlagen. Alles begann 1965 in der Regionalliga mit dem 4:0-Heimsieg. Beim 19. Vergleich in der Hinrunde siegt der SCP in Unterzahl 2:1, Nicolai Remberg sah umstritten Rot. Der BSC, 2010 durch eine Insolvenz von acht Millionen Euro Schulden befreit, wurde auch von zwei Ex-Preußen betreut: Siegfried Melzig war von 1977 bis 1979 Coach, 1991 stieg er als „Feuerwehrmann“ mit dem SCP aus der 2. Liga ab – fünf Niederlagen zum Abschluss sorgten für den Absturz. Im Zweitliga-Jahr 1989/90 war Elmar Müller SCP-Trainer und wurde durch Ernst Mareczek ersetzt, der die Liga hielt. Er war bis 1995 in Bonn tätig.

...

Ein dosierteres Auftreten kommt übrigens nicht infrage. „Die Mannschaft will immer hoch anlaufen, abwarten ist mit ihr schwierig.“ Vor dem Vorletzten warnt der Pfälzer explizit. „Blenden lassen dürfen wir uns nicht. Wir müssen den Gegner bearbeiten, wieder wenig zulassen. Am Mittwoch haben unsere Mittelfeld- und Abwehrspieler alles gut wegverteidigt.“ Insgesamt erwartet er eine Mischung aus „schönem Kicken und robusterer Art“. Er weiß: „Wir können auch, wenn der Platz schlechter wird, noch spielerische Lösungen entwickeln.“ Auf diese Weise hat der SCP zuletzt 29 von 33 Punkten eingefahren.

„Er meckert nie“

In der nächsten Saison nicht mehr dabei ist Ousman Touray. Am Freitag teilte der SC Wiedenbrück (vor einer Woche noch beim 1:1 SCP-Gegner) die Verpflichtung des 21-Jährigen für ein Jahr mit. „Er hat sich hervorragend entwickelt und nun einen guten Verein gefunden. Die Möglichkeit zu spielen ist dort höher. Ich hoffe, er startet durch“, sagt Hildmann. „Er ist immer fleißig und meckert nie.“ Beim SCP schaffte der Gambier, der 2017 vom 1. FC Gievenbeck kam, 2020 den Sprung aus der U 23 in den Profi-Kader. Er packte seine Chance beim Schopfe, als der Kader in der Vorbereitung noch sehr klein war. Die ersten Auftritte waren sehr vielversprechend, in Straelen erzielte er sogar ein Fallrückziehertor. Insgesamt kam er auf zwölf Einsätze, fünf davon von Anfang an. Zuletzt stand er aber Mitte Dezember in Oberhausen auf dem Feld.

  • Beim 5:0 im WM-Qualifikationsspiel gegen St. Vincent/Grenadines gab Roshon van Eijma sein Debüt für die Nationalelf von Curaçao. Der SCP-Verteidiger wurde nach 70 Minuten eingewechselt.
  • SCP:
  • Schulze Niehues – Frenkert, Scherder, Hoffmeier, Heidemann – Erdogan – Daube, Holtby – Remberg, Langlitz, Grodowski

Liveticker ab 13.30 Uhr aus dem Stadion:

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7888077?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686215%2F
Nachrichten-Ticker