Fußball: Westfalenpokal
Bis zu drei weitere Spiele für Preußen

Münster -

Das DFB-Pokal-Ticket für den besten westfälischen Regionalligisten bleibt unberührt. Preußen Münster tritt dennoch im Westfalenpokal an. Nach der am Dienstagabend vom FLVW beschlossenen Regelung spielen sechs Clubs den Sieger (und zweiten Teilnehmer) aus.

Mittwoch, 21.04.2021, 12:08 Uhr aktualisiert: 22.04.2021, 16:36 Uhr
Okan Erdogan (l.) und der SCP steigen in den Westfalenpokal ein.
Okan Erdogan (l.) und der SCP steigen in den Westfalenpokal ein. Foto: Jürgen Peperhowe

Preußen Münster hat nicht nur endgültige Gewissheit, dass der Club als bester Regionalligist in der nächsten Saison im DFB-Pokal spielen dürfte, sondern bekommt in der Endphase der laufenden Serie auch noch ein bis drei Partie zusätzlich geschenkt oder aufgebrummt. Der FLVW beschloss am Dienstagabend in einer Videokonferenz mit allen noch im Westfalenpokal vertretenen Clubs, wie der Wettbewerb fortgesetzt wird.

Die sechs Vereine, die aktuell im Spielbetrieb und damit in der regelmäßigen Testung sind, spielen den Sieger aus. Das sind Drittligist SC Verl sowie der SCP und seine Klassenrivalen SV Rödinghausen, SC Wiedenbrück, SV Lippstadt und SF Lotte. RW Ahlen war in der 1. Runde bereits ausgeschieden. „Ich glaube, dass wir eine sehr gute Lösung gefunden haben“, sagt Westfalenpokal-Spielleiter Klaus Overwien. Der Waltroper betont, das Vorgehen sei mit der NRW-Staatskanzlei abgestimmt.

Die Auslosung erfolgt am Freitagmittag. Die beiden Viertelfinals sollen möglichst früh, vielleicht schon am 2. Mai, ausgetragen werden. Es folgen im Laufe des Monats die Halbfinalbegegnungen, ehe das Endspiel am 29. Mai bei den Verlern steigt, weil deren Saison dann schon beendet ist.

Die Regionalliga hat für genau diesen Samstag zwar den vorletzten Spieltag terminiert, Partien der Finalteilnehmer würden aber verschoben. Der Westfalenpokal-Sieger erhält das zweite Ticket für den DFB-Pokal. Das erste geht – wie in den vergangenen drei Wochen mehrfach berichtet – an den SCP, sofern der seinen riesigen Vorsprung in der Tabelle gegenüber den Rödinghau­sern verteidigt. Die 54 Wettbewerbsteilnehmer unterhalb der vierten Liga (zu denen auch Westfalenligist Westfalia Kinderhaus zählt) stimmten dem Modell zu. Sie erhalten je 1000 Euro aus einem Solidartopf und bereits jetzt die Zulassung für den Westfalenpokal 2021/22, zumal auf Kreisebene keine Gewinner mehr ermittelt werden können. „So blähen wir nichts auf. Wer weiß schon, ob wir künftig normal spielen können“, sagt Overwien. Die sechs verbliebenen Clubs bekommen gestaffelt etwas höhere Prämien. Sicher ist auch, dass der Oberliga-Meister 2022 das Hauptrundenticket kriegt.

Für den SCP wird es also ein prall gefüllter Mai mit bis zu neun Partien. Überlegungen, die ganze U 19 oder U 23 zu schicken, gibt es nicht. Die Adler könnten also den Verbandspott holen. Um die DFB-Pokal-Quali geht es jedoch nicht mehr, weshalb die zweite Reihe des (erweiterten) Profikaders Chancen erhalten dürfte.

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