Basketball
Zwei Wochen bis zur EM: Die Lehren aus dem Supercup

Noch sind es gut zwei Wochen bis zur EM. Zeit, die die deutschen Basketballer gut gebrauchen können. Schließlich gibt es noch einiges zu tun. Der Supercup in Hamburg zeigte aber auch viele erfreuliche Dinge.

Montag, 24.08.2015, 13:12 Uhr aktualisiert: 24.08.2015, 13:16 Uhr
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft präsentierte sich stark in Hamburg.
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft präsentierte sich stark in Hamburg. Foto: Daniel Reinhardt

Hamburg (dpa) - Den freien Montag konnten alle bei der deutschen Basketball-Nationalmannschaft gut gebrauchen.

Die Spieler, die in den drei Supercup-Partien in drei Tagen bis aufs Äußerste gefordert wurden, und auch Bundestrainer Chris Fleming, der die Erkenntnisse von Hamburg erst einmal sacken lassen musste. Mit frischem Elan geht es am Dienstag in den Endspurt der Vorbereitung auf die Europameisterschaft mit der Vorrunde in Berlin, die am 5. September mit dem Auftaktspiel gegen Island beginnt. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Die Lehren aus dem Supercup-Wochenende:

DIE MORAL STIMMT.

Wie das Team auf den EM-Ausfall des bis dato so starken Centers Maik Zirbes reagierte, war beeindruckend. Die Mannschaft steckte den Tiefschlag in den siegreichen Partien gegen Polen und die Türkei gut weg, auch wenn es im Zusammenspiel mit Ersatzcenter Johannes Voigtmann noch Optimierungsbedarf gibt. Auch die leichten Verletzungen von Dennis Schröder und Maodo Lo kompensierten die Schützlinge von Bundestrainer Chris Fleming. Gegen die Türkei wurde ein 24-Punkte-Rückstand wettgemacht.

DIRK NOWITZKI IST AUF EINEM GUTEN WEG.

Der Superstar im deutschen Team hatte einen schweren Start in die Vorbereitung. Bei den beiden Testspielniederlagen gegen Kroatien und auch im ersten Supercup-Spiel gegen Lettland fehlten dem 37-Jährigen noch Fitness, Frische und Bindung zum Team. Umso erleichterter war der Würzburger, als er sich am Samstag gegen Polen in starker Form präsentierte. In der Schlussphase zeigte Nowitzki sowohl in der Offensive als auch in der Defensive, wie wichtig er für das Team sein kann. Gegen die Türkei ging ihm dann die Puste aus, dennoch war der Supercup für Nowitzki ein Schritt nach vorne.

ES GEHT ZUR NOT ABER AUCH OHNE DIRK NOWITZKI.

Dass die beeindruckende Aufholjagd gegen die Türken am Sonntag ohne Nowitzki zustande kam, war eine der wichtigsten Erkenntnisse des Wochenendes. Während der Superstar erschöpft auf der Bank saß, drehte das deutsche Team die Partie. Und das zudem auch ohne Schröder. Stattdessen übernahmen Heiko Schaffartzik, Tibor Pleiß und Robin Benzing die Verantwortung. «Wir sind von niemandem abhängig», sagte Schröder.

AUF DEN GROßEN POSITIONEN WIRD ES ENG.

Noch vor einigen Wochen war die deutsche Mannschaft auf den großen Positionen Power Forward und Center so gut aufgestellt wie noch nie. Doch nach den Absagen von Maxi Kleber, Daniel Theis, Tim Ohlbrecht und Elias Harris erwischte es nun auch noch Zirbes. Auf einmal herrscht Not unter dem Korb, weil Danilo Barthel sehr wahrscheinlich ebenfalls nicht rechtzeitig fit wird. So rückte Nowitzki phasenweise auf die Center-Position, eine Variante, die es auch bei der EM geben wird. Positiv ist, dass Pleiß immer besser in Schwung kommt und beim Supercup dreimal zu den Besten gehörte.

DAS ZUSAMMENSPIEL IST NOCH AUSBAUFÄHIG.

Nach wie vor wird deutlich, dass Schröder und Pleiß spät zum Team gestoßen sind und Nowitzki sogar noch später. Vor allem die Harmonie zwischen Schröder und Nowitzki ist noch nicht da. Umso ärgerlicher war es, dass Schröder in Hamburg zweimal geschont wurde. Jetzt bleiben nur noch die beiden Tests gegen EM-Topfavorit Frankreich am Freitag in Straßburg und zwei Tage später in Köln, um an der Feinabstimmung zwischen den beiden NBA-Stars zu arbeiten.

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