Nach verpasster Zwischenrunde
Das WM-Zwischenzeugnis für die deutschen Basketballer

Shenzhen (dpa) - Das Ziel Zwischenrunde haben die deutschen Basketballer bei der WM in China verpasst.

Freitag, 06.09.2019, 07:21 Uhr
Bei der WM kein Leistungsträger im DBB-Team: NBA-Profi Dennis Schröder.
Bei der WM kein Leistungsträger im DBB-Team: NBA-Profi Dennis Schröder. Foto: Swen Pförtner

Nach der knappen Niederlage gegen Frankreich und der Blamage gegen die Dominikanische Republik hält der Erfolg über den großen Außenseiter Jordanien zumindest noch die Olympia-Chance offen. Wie ist der Auftritt der zwölf Spieler von Bundestrainer Henrik Rödl vor den Platzierungsspielen gegen Senegal und Kanada zu bewerten?

Dennis Schröder (25 Jahre/31,6 Minuten pro Spiel/17,7 Punkte pro Spiel): Traf schlechte Entscheidungen, defensiv lange eine Schwachstelle, hatte bei den verlorenen Spielen keinen Plan B, war aber auch alleingelassen. Fand erst im letzten Spiel die richtige Mischung.

Ismet Akpinar (24/16,7/4,0): Der Guard durfte in allen drei Spielen neben Schröder starten, wirkte häufig überfordert. Blieb die komplette Vorrunde ohne einen Assist.

Paul Zipser (25/21,8/6,0): Stand in den ersten beiden Spielen neben sich, nutzte einfache Wurfchancen nicht, erhielt keine Pässe für Dreier. Deutete gegen Jordanien Formanstieg an.

Maximilian Kleber (27/20,7/8,0): Versteht sich vor allem als Verteidiger, Umschalten auf tragendere Rolle als im Club gelang lange nicht. Hätte früher mehr offensive Verantwortung bekommen sollen.

Daniel Theis (27/17,4/7,3): Bevorzugter Passempfänger von Schröder. Brachte sich mehrfach in Foulprobleme, limitierte damit selbst seine Spielzeit. Stärkster deutscher Rebounder, offensiv zu wenig.

Robin Benzing (30/17,7/5,7): Der Kapitän wirkte nach Knieverletzung in der Vorbereitung gehemmt, konnte dem Team keine entscheidenden Impulse geben. Traf weniger als jeden vierten seiner Feldwürfe.

Johannes Voigtmann (26/20,3/11,7): Lichtblick. Erhielt mit starker Leistung die Siegchance gegen Frankreich. Spielte im zweiten Duell überraschend kurz. Extrem hohe Wurfquote, drittbester Vorlagengeber.

Maodo Lo (26/22,4/6,7): Seriöser, eher unauffälliger Auftritt des Mannes, der die Regie bei den kurzen Schröder-Pausen übernimmt. Leistete sich nur einen Ballverlust in drei Spielen.

Danilo Barthel (27/19,0/8,0): Brachte als einer von wenigen zumindest dauerhaft Energie. Wurde zu selten in seiner Lieblingsposition mit dem Rücken zum Korb gesucht.

Niels Giffey (28/5,3/0,7): Vor allem mit defensiven Aufgaben bedacht, konnte sich bei drei Kurzeinsätzen nicht für eine größere Rolle empfehlen.

Andreas Obst (23/6,7/3,0/2 Spiele): Der Scharfschütze war beim Auftakt kein Faktor, kam gegen die Dominikanische Republik dann gar nicht zum Einsatz.

Johannes Thiemann (25/7,7/5,0/1 Spiel): Blieb bei beiden Niederlagen komplett draußen. Durfte gegen Jordanien sieben Minuten ran - und brachte Schwung.

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