Basketball: 2. Bundesliga Pro B
West-Schlager mit Playoff-Charakter zwischen WWU Baskets und Schwelm

Münster -

Einen echten Kracher liefern die WWU Baskets Münster am Samstag kurz vor dem Ende der Hauptrunde noch mal in eigener Halle. Die EN Baskets Schwelm sind zu Gast am Berg Fidel und treten als Zweiter beim Dritten an. Das kann richtig spannend werden, denn: Jeder Korb zählt.

Freitag, 14.02.2020, 16:36 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 21:49 Uhr
Hat seine Blessur aus dem Wedel-Spiel auskuriert und kann im Topspiel gegen Schwelm mitwirken: Jasper Günther (r.)
Hat seine Blessur aus dem Wedel-Spiel auskuriert und kann im Topspiel gegen Schwelm mitwirken: Jasper Günther (r.) Foto: Markus Holtrichter

Das Ende der Hauptrunde naht, die Playoffs werfen ihre Schatten voraus – logisch, dass der Kampf um die besten Plätze für die Ausscheidungsspiele der stärksten 16 Teams aus der Nord- und Südstaffel der 2. Bundesliga Pro B an Schärfe zunimmt. Und hoch her wird es am Samstag (19.30 Uhr) auch am Berg Fidel gehen, wenn die WWU Baskets Münster im Top-Spiel und West-Schlager einen Angriff auf Rang zwei starten. Gegen die EN Baskets Schwelm, die eben diesen einnehmen.

Noch, wenn es nach dem Willen von Trainer Philipp Kappenstein geht. Ein Sieg muss dafür her, nach der Hinspielniederlage (91:98 nach Verlängerung) im Optimalfall einer mit neun Punkten, um im direkten Vergleich vorbeizuziehen – auch wenn Kappenstein diesen hinten anstellt. Schwer genug ist diese Aufgabe ohnehin. „Schwelm ist eines der besten Teams der Liga. Wir werden danach wissen, wo wir stehen. Von der individuellen Qualität her hat Schwelm das Beste, was die Liga aktuell zu bieten hat“, sagt der Coach, der bei der Aufzählung der gegnerischen Top-Spieler gleich beide Hände benötigt. Montrael Scott ist mit 18 Punkten im Schnitt der zweitbeste Scorer der Nordstaffel, als bester Passgeber aber kein Alleinunterhalter. Seine Zuspiele verwerten gerne der dänische Nationalspieler David Knudsen (13,4 Zähler), Anell Alexis, der in der vergangenen Saison im Playoff-Halbfinale mit Schwenningen gegen Münster spielte, Nikita Khartchenkov (11,2) oder Milen Zhariev (10,1). Dazu bringen Daniel Mayr (2,18 Meter), Malik Kudic (2,03 Meter) oder Moritz Krume (2,02 Meter) viel Größe mit. „Schwelm hat die körperlich stärkste Mannschaft, die sehr physisch spielt“, sagt Kappenstein. Da rollt also was zu auf die heimischen Baskets.

Doch auch Münster hat sich nach fünf Erfolgen in Serie zu einem Spitzenteam gemausert, die Entwicklungskurve zeigt nach oben – und hat dabei ihren Höhepunkt sicher noch nicht erreicht. „Wir haben immer noch Luft nach oben“, erklärt Kappenstein, der aber zufrieden die defensive Stärke sowie die offensiven Fortschritte registriert. „Wir haben uns in den letzten Wochen deutlich gesteigert. Alle sind super heiß auf das Heimspiel, auf die Revanche. Zumal die Mannschaften eine gesunde, emotionale Rivalität aus den vergangenen Jahren verbindet.“

Die Zutaten für ein Top-Spiel mit „Playoff-Charakter“ in einer vielleicht erstmals in dieser Saison ausverkauften Halle sind gegeben, schließlich ist auch personell die Lage entspannt bei den Münsteranern. Einzig Andrej König (Rückenprobleme) wird fehlen, die zuletzt beim Auswärtssieg in Wedel angeschlagenen Jasper Günther und José Medina dagegen haben Grünes Licht gegeben. „Wir sind gut vorbereitet, voller Selbstvertrauen und wissen, dass auch der Gegner Probleme hat“, sagt Kappenstein. Das Duell mit den Schwelmer, die traditionell zahlreich von ihren Fans begleitet werden, kann steigen. Es wird laut. Es wird heiß.

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