Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Auch die WWU Baskets spielen am Wochenende nicht

Münster -

Am späten Mittwochabend änderten sich die Dinge noch mal schlagartig. Die WWU Baskets Münster, die sich eigentlich auf ein Heimspiel vor leeren Rängen zum Start der Playoffs in der 2. Bundesliga Pro B eingestellt hatten, dürfen oder müssen nun erst mal die Füße hochlegen. 

Mittwoch, 11.03.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 11.03.2020, 21:48 Uhr
Müssen wohl oder übel alleine tanzen: Die WWU Baskets spielen ohne Zuschauer gegen Gießen am Sonntag.
Müssen wohl oder übel alleine tanzen: Die WWU Baskets spielen ohne Zuschauer gegen Gießen am Sonntag. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Pro A, unter deren Dach auch diese Spielkasse organisiert ist, gab nun den Takt vor und begründet ihn auch. „Aufgrund der Entwicklung in den vergangenen Tagen sieht die Liga eine massive Ungleichheit bei der Austragung der Spiele“, heißt es in einer Erklärung.

„Zudem steht die Gesundheit der Spieler, Trainer, Vereinsverantwortlichen und nicht zuletzt der Fans an oberster Stelle. Die deutlichen Einschränkungen bei der Austragung der Spiele führen bei einem Großteil der Vereine zu finanziellen Gegebenheiten, die die Liga gemeinsam mit den Vereinen in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in der kommenden Woche bewerten wird.“ Um die Gesundheit aller Beteiligten nicht zu gefährden, wurde nach intensiver Beratung entschieden, den 30. Spieltag in der Pro A sowie die Playoff- und Playdown-Spiele in der Pro B am Wochenende auszusetzen.

Baskets-Manager Helge Stuckenholz war „vollkommen überrascht“ von der neuen Entwicklung. „Wir hatten uns schon mit einem Geisterspiel arrangiert, nehmen es aber, wie es kommt. Im Moment geht alles so schnell, dass man sich kaum belastbare Gedanken dazu machen kann.“
Der Spielbetrieb geht gerade in die heiße Phase, was jeden Beschluss schwer macht, deshalb dauerte es mit dem Statement wohl auch länger. 

Die WWU Baskets hätten am Sonntag um 18 Uhr das erste Heimspiel im Achtelfinale gegen die Gießen 46ers Rackelos ausgetragen. Eine eigene Absage der Münsteraner stand nicht zur Debatte. Land und Stadt hatten aber vorgegeben, dass keine Veranstaltung mit mehr als 1000 Zuschauer stattfinden sollen. So war vorgesehen, dass keine Fans in die Halle kommen dürfen. Wie und ob die Saison fortgesetzt wird, steht aktuell noch in den Sternen.

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