Corona-Krise
Alba-Boss Baldi über Zukunft: «Brauchen ein neues Denken»

Berlin (dpa) - Geschäftsführer Marco Baldi von Basketball-Meister Alba Berlin glaubt nicht an eine Rückkehr zur Normalität nach der Corona-Zeit.

Montag, 17.08.2020, 11:17 Uhr aktualisiert: 17.08.2020, 11:20 Uhr
ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi fordert ein neues Denken.
ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi fordert ein neues Denken. Foto: Rainer Jensen

«Wir können nicht ignorieren, wie diese Corona-Pandemie alles verändert hat», sagte Baldi im Interview der «Berliner Morgenpost» und ergänzte: «Wir brauchen ein neues Denken. Corona hat die Welt längst verändert, weit über ökonomische Verwerfungen hinaus.» Es sei ein Bewusstsein «für unser aller Verwundbarkeit entstanden. Wie wir als Gemeinschaft damit umgehen, geht uns alle an.»

Auch Alba sieht sich mit vielen offenen Fragen konfrontiert. «Haben wir nur einen Zuschauer? Oder gar keinen? 5000 oder 10 000? Es gibt so viele ungeklärte Dinge, Unsicherheiten, wie nie zuvor», sagte der 58-Jährige: «Es wird viel Flexibilität gefordert sein, das umfasst die Bereitschaft, normiertes Denken zu ändern.» Derzeit soll die Saison in der Euroleague im Oktober, in der Bundesliga im November starten.

Der Meister und Pokalsieger muss zwar keinen Abgang von Sponsoren verkraften, plant aus Selbstschutz aber lieber defensiv. «Wir haben das Budget etwas reduziert. Wir haben entschieden, wir gehen mit einer gewissen Vorsicht, aber auch mit der Haltung in die Saison, das wieder zu erwirtschaften, was wir uns zutrauen», sagte Baldi.

© dpa-infocom, dpa:200817-99-195323/2

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