Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Homogene und flexible WWU Baskets Münster haben klare Ziele

Münster -

Geht es um die Favoriten der kommenden Saison, fällt immer wieder auch der Name der WWU Baskets Münster. Der Aufsteiger des Jahres 2018 hat den Kern der Mannschaft gehalten, dazu seinem Kader mit vier Neuen die nötige Blutauffrischung verordnet. Es kann losgehen mit den Spielen, zum Auftakt am Freitag ist Iserlohn der erste Gradmesser. [mit Video]

Donnerstag, 15.10.2020, 17:22 Uhr aktualisiert: 16.10.2020, 10:33 Uhr
Bitte recht freundlich: Die WWU Baskets mit (stehend v.l.) Dr. Bernd Fallenberg (Teamarzt), Dr. Björn Marquardt (Teamarzt), Cosmo Grühn, Max Schell, Thomas Reuter, Stefan Weß, Helge Baues, Kai Hänig, Malcolm Delpeche, Adam Touray, Jan König, Matthias Haase (Physiotherapeut), Dr. Kai-Axel Witt (Teamarzt) und Marco Lenz (Betreuer) sowie mit (sitzend v.l.) Oliver Pahnke, Benedikt Christophel, Andrej König, Philipp Kappenstein (Trainer), Chad Prewitt (Co-Trainer), Lorenz Neuhaus, Jasper Günther sowie Marck Coffin haben in der kommenden Saison der 2. Bundesliga Pro B eine Menge vor.
Bitte recht freundlich: Die WWU Baskets mit (stehend v.l.) Dr. Bernd Fallenberg (Teamarzt), Dr. Björn Marquardt (Teamarzt), Cosmo Grühn, Max Schell, Thomas Reuter, Stefan Weß, Helge Baues, Kai Hänig, Malcolm Delpeche, Adam Touray, Jan König, Matthias Haase (Physiotherapeut), Dr. Kai-Axel Witt (Teamarzt) und Marco Lenz (Betreuer) sowie mit (sitzend v.l.) Oliver Pahnke, Benedikt Christophel, Andrej König, Philipp Kappenstein (Trainer), Chad Prewitt (Co-Trainer), Lorenz Neuhaus, Jasper Günther sowie Marck Coffin haben in der kommenden Saison der 2. Bundesliga Pro B eine Menge vor. Foto: WWU Baskets

Platz eins nach der Hauptrunde in der Nordstaffel und später Vizemeister der 2. Bundesliga Pro B als Aufsteiger, dann in der folgenden und später abgebrochenen Saison 2019/20 als Nord-Dritter in die Playoffs. Die WWU Baskets Münster haben in den beiden Jahren ihrer Drittklassigkeit Eindruck in Basketball-Deutschland hinterlassen und haben Erwartungen geschürt. Und aus ihren Ambitionen machen sie daher vor der am Freitag (20.30 Uhr) gegen die Iserlohn Kangaroos auch kein großes Geheimnis, der Aufstieg in die Pro A darf es gerne sein.

Zehn Wochen dauerte die Vorbereitung, die sehr lang war. Auch erfolgreich?

Uneingeschränkt beantwortet Trainer Philipp Kappenstein diese Frage mit einem Ja. „Die Vorbereitung hatte alles, was eine Vorbereitung braucht“, sagt der 41-Jährige, der besonders froh über die nahezu verletzungsfreie Preseason war. Bis auf die kleineren Blessuren von Marck Coffin und Kai Hänig kam der Kader gut durch – anders als im Vorjahr um diese Zeit, als gerade auf der Aufbauposition ein Notstand herrschte. Und auch die Länge der Vorbereitung passte. Kappenstein: „Ich denke, dass es sich bewährt hat. Wir hatten früh ein gutes Fundament und sind sicher ein kleines bisschen weiter als andere Mannschaften. Den kleinen Vorsprung wollen wir mit in die Saison nehmen.“

Wie hat sich die Struktur der Mannschaft verändert?

Die Baskets sind durch die „perfekt integrierten“ Neuzugänge Oliver Pahnke, Cosmo Grühn, Thomas Reuter und Adam Touray auf jeder Position mindestens doppelt besetzt, eine große Flexibilität zeichnet den Kader aus. Ob eine körperlich große und sehr physische Formation oder eine kleinere und schnellere Fünf – Münster wird schwer auszurechnen sein und könnte auf jeden Gegner eine passende Taktik anbieten. Eine feste Starting Five im klassischen Basketball-Sinne gibt es bei den Baskets nicht. „Wir sind sehr gut auf- und eingestellt, haben in der Breite noch einmal an Qualität zugelegt“, sagt Gymnasiallehrer Kappenstein.

Wie gestaltet sich die Hierarchie im Team?

Die Mannschaft wird weiter Jan König als Kapitän anführen, er ist die „Identifikationsfigur“ der Baskets, die auf einen Mannschaftsrat verzichten. „Das ergibt keinen Sinn, die Truppe braucht das nicht“, sagt Kappenstein. Ein jeder ist wichtig in Münsters Konstrukt, zuletzt beim beeindruckenden Erfolg bei den PS Karlsruhe Lions (Pro A) kamen alle Spieler in der Zwölfer-Rotation zu fast gleichen Teilen zum Einsatz. „Wir haben viele Einzel- und Teamgespräche geführt, jeder kennt seine Rolle und wird auch akzeptieren, wenn wir, falls nötig, mal eine Achter- oder Zehner-Rotation spielen. Wir haben ein klares Ziel, dem sich alle verschrieben haben“, erklärt der Trainer.

Wie sind die Erwartungen an die auch durch das Coronavirus beeinflusste Saison?

Eine der vielen Fragen ist sicher, ob die Spielzeit zu einem regulären Ende gebracht werden kann – und wie sie im Falle eines Abbruchs gewertet wird. „Es kann schnell sein, dass alles torpediert wird und eventuell nur die Hinrunde gewertet wird. Die Startphase ist sehr wichtig. Für uns geht es daher darum, in jedem Spiel voll dazusein“, so Kappenstein. Am besten schon zum Auftakt gegen Iserlohn, um die Saison gleich in die richtigen Bahnen zu lenken.

Kommentar

Die Hausaufgaben haben die WWU Baskets Münster seit dem Abbruch der vergangenen Saison gemacht. Manager Helge Stuckenholz und Trainer Philipp Kappenstein haben eine Mannschaft zusammengestellt, die in der Breite noch einmal eine andere Qualität aufweist. Dass diese groß genug ist, um das klar formulierte Ziel Aufstieg zu schaffen, hat das Team in der Vorbereitung angedeutet. Siege gegen Pro-A-Ligisten zeigen das große Potenzial.
Auch in Sachen Hygienekonzept sind die Baskets ganz weit vorne. Stuckenholz und seine Mitstreiter haben einen überzeugenden Plan aufgestellt.
Ob sich die starke Vorleistung im sportlichen wie außersportlichen Bereich auszahlt, haben die Baskets in Corona-Zeiten nur bedingt in der eigenen Hand. Getan haben sie dafür aber alles. Henner Henning 

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