Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets reisen zum Schlusslicht und Titelkandidaten Itzehoe

Münster -

Der Nordstaffel-Meister des Jahres 2020 trifft auf den Hauptrunden-Sieger von 2019 – das Duell der WWU Baskets mit den Itzehoe Eagles ist ein Top-Spiel der 2. Bundesliga Pro B, auch wenn es die Tabelle derzeit nicht verrät. Die beiden Aufstiegskandidaten sind noch nicht so richtig ins Rollen gekommen, Gastgeber Itzehoe ist gar noch sieglos. Es wartet eine prestigeträchtige, wegweisende Partie.

Freitag, 13.11.2020, 16:50 Uhr
Wie können wir in Itzehoe gewinnen? Diese Frage wollen Trainer Philipp Kappenstein und Marck Coffin beantworten.
Wie können wir in Itzehoe gewinnen? Diese Frage wollen Trainer Philipp Kappenstein und Marck Coffin beantworten. Foto: Jürgen Peperhowe

Auch wenn die Saison noch jung ist und die Tabelle der 2. Bundesliga Pro B coronabedingt reichlich schief daherkommt, verwundert der Blick auf das Tableau. Da reihen sich die WWU Baskets Münster nach vier Partien mit einer ausgeglichenen Bilanz auf Rang fünf ein – keine Eins mit Sternchen, aber durchaus eine akzeptable Ausbeute angesichts des happigen Startprogramms. Münsters Gastgeber am Sonntag, der amtierende Nordstaffel-Meister Itzehoe Eagles, bewegt sich dagegen derzeit eher im mangelhaften Bereich als siegloses Schlusslicht mit drei Niederlagen. „Niederschmetternd“ sei der Start, wie Coach Patrick Elzie meinte. Im Duell der Aufstiegsanwärter stehen die Nordlichter schon gehörig unter Druck, aber auch für die Baskets hat die Begegnung in Schleswig-Holstein wegweisenden Charakter.

Der Spielplan der beiden Kontrahenten ähnelte sich zu Saisonbeginn – wie die Ergebnisse. Sowohl Itzehoe als auch Münster unterlagen Spitzenreiter Bochum und verließen Bernau nach knappen Spielen als Verlierer. Gegen die TKS 49ers aus Stahnsdorf gewannen im Gegensatz zu den Eagles (Niederlage nach Verlängerung) die Baskets, die zudem gegen die Iserlohn Kangaroos erfolgreich waren. Vorteil Münster, das seine Auswärtsstatistik in Itzehoe zu gerne auf 2:1 schrauben würde. „Die Tabelle veranlasst uns keineswegs, den Gegner zu unterschätzen. Die Eagles sind für mich, auch wenn sie mit Problemen aus den Startlöchern gekommen sind, weiter einer von drei, vier Top-Meisterschaftsfavoriten. Sie werden sich im Laufe der Saison genauso wie wir deutlich steigern. Ich erwarte daher ein Spiel auf Top-Level“, sagt Trainer Philipp Kappenstein.

Rebound-starke Teams

Ein Faktor, wer den Anschluss an die vorderen Plätze halten beziehungsweise finden kann, wird die Rebound-Stärke sein. Beide Mannschaften ragen in diesem Bereich heraus und gehören zur Liga-Spitze. „Es kommt auch auf das Duell an den Brettern an“, sagt Kappenstein mit Blick auf die Center Chris Hooper, Yasin Kolo (Neuzugang aus Schwenningen) und Lars Kröger. „Aber wir dürfen auch die Schützen nicht vernachlässigen. Das wird das physischste Spiel der Saison, eine echte Aufgabe.“

Um diese nicht noch schwerer zu machen, müssen die Baskets ihre Fehlerquellen minimieren, die Baustellen schließen. 29 Turnovers leistete sich Münster zuletzt in Bochum, insgesamt sind es schon 76 – zu viele für ein Spitzenteam, das sich zudem bei der Freiwurfquote (derzeit bei 50 Prozent) erheblich steigern muss. „Und wir müssen unsere großen Spieler so einbinden, dass wir Vorteile daraus ziehen. Das muss uns besser gelingen. Aber das Team hat toll im Training mitgezogen, wir haben intensiv an den Abläufen gearbeitet“, sagt Kappenstein, der noch ein wenig um das Mitwirken der angeschlagenen Stefan Weß und Jasper Günther bangt. Sollte einer der beiden ausfallen, könnte Lorenz Neuhaus in den Kader rücken, der „einen Weg finden soll, auswärts zu punkten“. Dann würde der Blick auf die Tabelle nur noch aus Eagles-Sicht verwundern.

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