Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Respekt auf beiden Seiten: Die WWU Baskets Münster empfangen Schwelm

Münster -

Das Baskets-Duell zwischen Münster und Schwelm hat seit jeher seinen Reiz, mitunter wird gar von Derby gesprochen. Zumindest ist es ein NRW-Duell, das getrost in die Kategorie Top-Spiel eingeordnet werden kann, schließlich trifft am Berg Fidel der Vorjahresdritte auf den Nordstaffel-Vizemeister. Bei je drei Niederlagen ein richtungsweisendes Treffen der alten Bekannten.

Freitag, 04.12.2020, 18:46 Uhr aktualisiert: 04.12.2020, 20:54 Uhr
Helge Baues und die Baskets wollen sich im NRW-Duell gegen Schwelm durchsetzen.
Helge Baues und die Baskets wollen sich im NRW-Duell gegen Schwelm durchsetzen. Foto: Jürgen Peperhowe

An ihrer Auswärtsbilanz konnten die WWU Baskets Münster zuletzt nicht arbeiten, coronabedingt – Gastgeber BSW Sixers hatte (mittlerweile unbestätigte) Verdachtsfälle in seinen Reihen – und unverrichteter Dinge zog der Pro-B-Ligist am vergangenen Samstag wieder ab. Dumm gelaufen, zumal die Baskets ihren Schwung aus dem klaren wie überzeugenden Erfolg gegen den damaligen Spitzenreiter ART Giants Düsseldorf gerne nach Sachsen-Anhalt transportiert hätten. Dies soll nun mit Verzögerung am Sonntag (16 Uhr) gelingen in einer nicht minder wichtigen Partie, in der Münster den Tabellendritten EN Baskets Schwelm im NRW-Duell erwartet.

Das Wiedersehen der langjährigen Widersacher ist gemessen an den Ambitionen und dem letztjährigen Abschneiden (Schwelm Zweiter der Nordstaffel-Hauptrunde, Münster Dritter) beider Teams ein Top-Spiel – auch wenn sowohl die Baskets aus Westfalen als auch die Baskets aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis schon jeweils drei (teils knappe) Niederlagen kassierten. „Das ist ein sehr wichtiges Spiel“, sagt Münsters-Coach Philipp Kappenstein daher auch. „Es geht darum, in welche Richtung man sich orientieren kann.“

Heimbilanz soll makellos bleiben

Mit dem vierten Heimerfolg in der vierten Begegnung am Berg Fidel will sein Team den Anschluss an den Top-Favoriten Bochum halten, der sich allerdings nach einem positiven Corona-Test im engen Kaderumfeld in Quarantäne befindet. Aus dieser hinaus ist dagegen Münsters Center Kai Hänig, der seine Präsenz unter den Körben einbringen will und damit Münster Vorteile an den Brettern verschaffen soll. „Wir müssen sehr gut beim Rebound arbeiten, dabei besonders auf Anell ­Alexis und Milen Zahariev achten“, sagt Kappenstein, der dabei ein Duo des gut bekannten Quartetts anspricht, das mit Nikita ­Khartchenkov und Topscorer Montrael Scott (16,3 Punkte im Schnitt) prägend für das Schwelmer Spiel ist. „Wir wissen, was auf uns zukommt. Schwelm ist in der Vorsaison mit fast identischer Mannschaft Zweiter geworden, wir haben sicherlich Respekt.“

Den aber hat der Vizemeister der Nordstaffel auch vor den Münsteranern, auch wenn die Aussage von Schwelms Coach Falk Möller, am Berg Fidel „absoluter Außenseiter“ zu sein, vielleicht eine Spur zu viel des Understatements ist. Obwohl: Vor zwei Wochen hatte auch Düsseldorfs Trainer Kevin Magdowski im Vorfeld die Baskets auf den Schild des Favoriten gehoben – zu Recht, wie die Kappenstein-Truppe beim 92:66 beeindruckend bestätigte. Und gegen eine abermalige Machtdemonstration hat in Reihen der Münsteraner sicher keiner etwas einzuwenden.

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