Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Perfekter Abend für WWU Baskets gegen Itzehoe

Münster -

Ein starkes Spiel mit passendem Ende – eigentlich fehlten zum perfekten Abend nur die Zuschauer, die am Sonntag in der Sporthalle am Berg Fidel hundertprozentig auf ihre Kosten gekommen wären. Nach der Schlusssirene hätten sie einen eindrucksvollen 85:81 (53:51)-Erfolg der WWU Baskets Münster gegen die Itzehoe Eagles in der 2, Basketball-Bundesliga ProB feiern dürfen.

Sonntag, 10.01.2021, 18:26 Uhr aktualisiert: 10.01.2021, 18:50 Uhr
Mit 21 Zählern Münster bester Scorer: Jasper Günther.
Mit 21 Zählern Münster bester Scorer: Jasper Günther. Foto: Jürgen Peperhowe

Es wurde, wie heißt es doch in solchen Fällen, das erwartet schwere Spiel. Und ein niveauvolles, das großartigen Sport bot in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B. Tatsächlich setzten sich im nächsten Spitzenspiel die auch ersatzgeschwächt bärenstarken WWU Baskets, die ohne Adam Touray, Cosmo Grühn und Helge Baues auskommen mussten, gegen die Itzehoe Eagles mit 85:81 (53:51) durch. Sieg Nummer sechs im sechsten Heimspiel für die Baskets – was für eine Ausbeute.

Gutklassiger Schlagabtausch

Die erste Halbzeit war ein hochintensiver, gutklassiger Schlagabtausch, der das Prädikat Top-Spiel verdient hatte – und in dem Münster in der Defensive zu Beginn hellwach war. Lediglich den Freiwurf des bulligen Centers Chris Hooper kassierten die Baskets, die ihrerseits unter dem gegnerischen Korb variabel agierten. Mal über Malcolm Delpeche, mal aus der Distanz mit Jasper Günther, mal aus der Halbdistanz mit Marck Coffin oder Stefan Weß – das münsterische Offensivspiel funktionierte gut, über 9:1 und 15:10 ging es nach einem Dreipunktspiel von Delpeche zum 27:18. Es war die höchste Führung der Gastgeber im ersten Viertel, das Günther per Dreier beendete (30:23).

Anlaufprobleme im zweiten Viertel

Im zweiten Viertel aber änderten sich die Vorzeichen, Itzehoe stellte in der Defensive auf eine Zonenverteidigung um, mit der Münster seine Probleme hatte. Knapp drei Minuten dauerte es, bis die Baskets ihre ersten beiden Zähler erzielten, Kai Hänig war zur Stelle (32:29). Doch die Führung hielt nicht mehr lange, Marko Boksic sorgte mit seinem Korb zum 43:42 für den ersten Rückstand der Baskets. 16:31 Minuten waren da gespielt.

Zwischenspurt vor der Halbzeit

Und die Kappenstein-Schützlinge, wie reagierten sie? Unverdrossen nahmen sie mit allem, was sie hatten, die Herausforderung gegen den letztjährigen Meister der Nordstaffel an und hatten die passende Antwort auf den zwischenzeitlichen 46:51-Rückstand. Coffin, Thomas Reuter mit seinen Punkten neun bis elf sowie Günther mit dem Schlusswort des ersten Durchgangs sorgten für die 53:51-Halbzeitführung.

Eng bis zum Schluss

Eine enge Kiste war das Treffen des Drittplatzierten mit dem Tabellenzweiten – und das blieb es auch. Der Wiederbeginn war mit je einem Korberfolg auf beiden Seiten noch etwas zäh, dann aber ging es mit hoher Intensität weiter. Jeder Spielzug war auf beiden Seiten ein hartes Ringen um eine gute Wurfposition, leichte Punkte hatten Seltenheitswert. Das schlug sich im Scoring nieder, beide Seiten taten sich schwer zu punkten. Zunächst fanden die Westfalen die besseren Lösungen, Coffin bescherte seinen Farben mit dem ersten Dreier der zweiten Halbzeit eine vermeintlich komfortable 74:67-Führung (34.).

Aber von wegen komfortabel, es wurde noch einmal eine Zitterpartie. Boksic stellte aus der Distanz auf 78:78, Yasin Kolo legte von der Freiwurflinie zum 78:79 aus münsterischer Sicht nach. Und wieder hatten die Baskets die perfekte Antwort, Coffin, Delpeche und Reuter mit seinem dritten Dreier brachten den Hausherrn entscheidend voran (84:79), Delpeche machte 2,8 Sekunden vor Schluss von der Linie den Sieg endgültig perfekt. Ein Sieg des Willens – und ein ganz wichtiger im Kampf um Platz zwei, der für die Playoffs eine sehr gute Ausgangsposition wäre.

Punkte: Günther (21/3 Dreier), Delpeche (20), Coffin (14/1), Reuter (14/3), Weß (7), Hänig (6), Pahnke (3)

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