Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Schwere Aufgabe mit verlockenden Aussichten – Baskets gastieren in Coburg

Münster -

Zwei Spiele, zwei Siege: Die WWU Baskets Münster haben sich in der ersten Gruppenphase der Playoffs eine hervorragende Ausgangsposition verschafft. Diese wollen sie am Sonntag (16 Uhr) beim BBC Coburg veredeln – mit dem Gruppensieg, der auf dem Weg zum möglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga Pro A in der nächsten Phase zwei weitere Heimspiele garantieren würde. Doch vorher waren 40 harte Minuten.

Samstag, 03.04.2021, 17:00 Uhr aktualisiert: 03.04.2021, 17:09 Uhr
Einschwören auf die dritte Aufgabe: Schon direkt nach dem Sieg gegen Stahnsdorf lenkt Trainer Philipp Kappenstein den Fokus seiner Schützlinge auf die Sonntagspartie in Coburg.
Einschwören auf die dritte Aufgabe: Schon direkt nach dem Sieg gegen Stahnsdorf lenkt Trainer Philipp Kappenstein den Fokus seiner Schützlinge auf die Sonntagspartie in Coburg. Foto: Jürgen Peperhowe

Mit dem dritten Spiel binnen acht Tagen endet am Ostersonntag (16 Uhr, live bei Sportdeutschland.tv) für die WWU Baskets Münster die erste Runde der Playoffs. Nach zwei Siegen steht der Pro-B-Ligist fast schon sicher in der zweiten Gruppenphase (wieder mit vier Teams), geht in die anspruchsvolle Partie beim BBC Coburg mit verlockenden Aussichten. Ein weiterer Erfolg, und Münster wäre sicher Gruppenerster – und sogar eine Niederlage mit 15 Punkten könnten sich die Baskets erlauben, sollte der FC Bayern München II parallel bei den TKS 49ers in Stahnsdorf gewinnen.

Auf Rechenspiele aber möchte sich Coach Philipp Kappenstein am liebsten gar nicht einlassen und das Heft des Handelns in den eigenen Händen behalten. Sprich: „Wir wollen gewinnen, wisen aber auch, dass wir zulegen müssen. Coburg ist in allem, was es macht, eine echte Top-Mannschaft mit einer sehr guten Mischung“, sagt der 41-Jährige über den Süd-Zweiten, der von den letzten zehn Hauptrunden-Spielen neun gewann und sich auch zum Playoff-Auftakt gegen Stahnsdorf ungefährdet mit 85:61 behauptete. Dann aber kam die Niederlage an Gründonnerstag bei der verstärkten Bayern-Zweiten, mit der sich der BBC in eine gefährliche Lage manövriert hat. Nur ein Sieg bringt Sicherheit, Münsters Kapitän Jan König sagt daher auch: „Wir haben sicher weniger Druck und können befreiter aufspielen. Für Coburg geht es um alles“, sagt König, der am Donnerstag mit vier Dreier im dritten Viertel die Weichen gegen die 49ers auf Sieg stellte.

Zur Regeneration hatten der 27-Jährige und seine Teamkollegen am Freitag frei, ehe es am Samstagmittag um 14 Uhr in Richtung Oberfranken ging. Dass der Akku nicht mehr vollgeladen sein könnte, glaubt er nicht. „Jeder hat Lust, Vollgas zu geben. Diese Phase der Saison macht doch am meisten Spaß. Unser Vorteil ist, dass wir zwölf vollwertige Teammitglieder haben und so die Spielzeit verteilen können.“

BBC zuletzt mit einigen Ausfällen

Ein Trumpf, auf den auch Coburg setzt – den aber das Team von Coach Valentino Lott zuletzt nicht ausspielen konnte. Kapitän Christopher Wolf (Lymphdrüsenkrebs) fällt ohnehin schon länger aus, dazu mussten in München auch Adrian Bergmann (Bänderriss), Sven Lorber – mit dessen Rückkehr rechnet Kappenstein – und Leon Bulic (beide umgeknickt) passen. So haben die absoluten Leistungsträger Constantin Ebert, Elias Baggette, Mateo Seric (die beiden kommen beim Kooperationspartner Brose Bamberg regelmäßig in der Bundesliga zum Einsatz) und Moritz Plescher sowie der „ganz harte Arbeiter auf der vier, Daniel Urbano, reichlich Spielminuten gesammelt. Vielleicht ein Vorteil der Baskets, die ein wenig mehr rotieren konnten. „Für uns ist es wichtig zu realisieren, wie wichtig Platz eins ist, der uns zwei Heimspiele in der zweiten Runde garantiert. Für Coburg ist es ein Do-or-die-Spiel“, sagt Kappenstein mit Blick auf die nächste Gruppe, die am 23., 25. und 28. April ausgetragen wird.

Christopher Wolf gibt Blutkrebs einen Korb

Der Schock war groß: Anfang des Jahres wurde bei Christopher Wolf, Kapitän des BBC Coburg, eine schwere Erkrankung festgestellt. Der 26-Jährige hat Lymphdrüsenkrebs, der eine Chemotherapie notwendig machte. Offensiv gingen Spieler und Verein mit dem Schicksalsschlag um, informierten auf Wolfs Wunsch die Öffentlichkeit. „Ich möchte kein Versteckspiel“, sagte Wolf damals und fügte kämpferisch hinzu: „Krebs hat sich mit dem falschen angelegt. Gemeinsam mit meiner Familie, meinen Freunden, meinen Teammates, dem Club und ganz Basketball-Deutschland an meiner Seite weiß ich, dass ich es schaffen werde“, schrieb Wolf in den sozialen Medien. Obwohl er selber keine Stammzellspende braucht, gibt es viele Blutkrebspatientinnen und -patienten, die zum Überleben eine Stammzelltransplantation benötigen. Daher möchten er und die gesamte „Barmer 2. Basketball Bundesliga“ auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen. Zusammen mit der DKMS rufen sie im Rahmen der Playoffs die gesamte Basketball-Community dazu auf, sich im Internet als potenzielle Stammzellspenderinnen und -spender zu registrieren, um so vielleicht ein Menschenleben zu retten.  www.dkms.de/BARMER-LIGA-fuer-chris

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Zukunftsmusik. Jetzt zählt erst einmal die Begegnung in Coburg. Und die endet „im Idealfall mit einem Sieg“. Doch sollte es am Ende der ersten Playoff-Phase auch nach einer Niederlage zu Rang eins reichen, würde sich die Enttäuschung der Baskets sicher schnell in Grenzen halten.

WWU Baskets Münster – TKS 49ers

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  • Die WWU Baskets Münster stehen mit einem Bein in der zweiten Playoff-Runde.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Nach dem klaren Erfolg über Bayern München II ließ das Team von Trainer Philipp Kappenstein ein 83:70 (42:36) gegen die TKS 49ers aus Stahnsdorf folgen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Am Ostersonntag geht es in Coburg um den Gruppensieg, eine Steigerung zum Donnerstagsspiel aber müssen die Baskets dort wohl liefern.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
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