Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Im Halbfinale kommt es zu Wiedersehen zwischen WWU Baskets und Bochum

Bochum -

Auch wenn es mit dem Gruppensieg in der zweiten Playoff-Phase nichts wurde, sind die WWU Baskets Münster zuversichtlich für das Halbfinale. Nach dem 92:95 bei den VfL SparkassenStars Bochum geht es genau gegen diesen Gegner am Wochenende weiter und um den Aufstieg in die Pro A.

Sonntag, 02.05.2021, 15:04 Uhr aktualisiert: 03.05.2021, 11:56 Uhr
Jasper Günther (linkes Bild) setzte mit 24 Punktenund sieben Assists einmal mehr die Bestmarken, die nach dem bitteren, dramatischen und hochklassigen 92:95 in Bochum dem Gegner enttäuscht gratulierten.
Jasper Günther (linkes Bild) setzte mit 24 Punktenund sieben Assists einmal mehr die Bestmarken, die nach dem bitteren, dramatischen und hochklassigen 92:95 in Bochum dem Gegner enttäuscht gratulierten. Foto: Jürgen Peperhowe

Die großen Kerle treiben es auf die Spitze. Jetzt geht es also noch zweimal gegen Bochum: Der Sprung ins Playoff-Halbfinale milderte den Zorn der WWU Baskets Münster, die ihr letztes Gruppenspiel der zweiten Playoff-Phase in der allerletzten Sekunde auch wegen einer verwunderlichen Sanktion der Spielleiter mit 92:95 (42:46) im Revier bei den VfL SparkassenStars verloren. Freitag (20 Uhr) in Berg Fidel und Sonntag in der Rundsporthalle am Bochumer Stadion geht es ums Endspiel. Wer das erreicht, steigt auf.

Beide Nordstaffelgrößen profitierten vom Erfolg Hanaus über die Zweite des FC Bayern und setzten sich in ihrer Gruppe durch. „Erst einmal bin ich stolz, dass wir unter den besten vier Pro-B-Teams Deutschlands stehen“, sagte Trainer Philipp Kappenstein, der sein Team aus kritischer Phase „grandios“ zurück ins Spiel kämpfen sah. „Die Entscheidung haben dann leider nicht die Spieler herbei geführt – aber jetzt gucken wir nur nach vorne. Wir können noch einen Schritt zulegen.“ Kappenstein erklärte nach Spielschluss den Referees sein Kopfschütteln. In der Crunch­time schob Marck Coffin den letzten Angriff an, es stand 92:92. Der Pfiff ertönte: Malcolm Delpeche bekam gegen Johannes Joos ein Offensivfoul. Zu erkennen war ein Vorfall nicht. Delpeche musste mit seinem fünften Foul raus, Bochums Aufbau-Ass Niklas Geske setzte mit seinem 13. Assist Elijah Allen ein. Dessen vierter Dreier saß 0,9 Sekunden vor Abpfiff. Der letzte Wurf Jan Königs traf den Ring.

Kommentar: Etabliert

Im ersten Pro-B-Jahr Sieger der Nordstaffel und anschließend Vizemeister, dann in der abgebrochenen Vorsaison Rang drei nach der Hauptrunde und nun Playoff-Halbfinalist – die WWU Baskets sind längst etabliert und respektiert. Hut ab vor der Arbeit, die auf allen Ebenen geleistet wird. Die Aufstiegschance ist greifbar, ist reell. Nun heißt es: Zupacken, Baskets. Henner Henning

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Weil die Baskets im vierten Viertel ständig auf dem Laufenden waren, was das Parallelspiel anging, wussten sie, dass sich die Lage entschärft hatte. Dass Bochum in dieser Saison eine 3:0-Bilanz gegen Münster einspielte, kann Respekt einflößen – oder Trotz und die Hoffnung, dass es wieder bei null losgeht.

Nach fünf Playoff-Siegen in Serie war Selbstbewusstsein vorhanden. Jetzt prägte Jan König die Anfangsphase. Acht Punkte erzielte der Kapitän bis zum 14:9. Nach dem Dunking von Coffin auf Anspiel Delpeches stand es gar 16:9 (6.). Der VfL holte auf. Geske steuerte, der 2,06 Meter große Powerforward „JJ“ Joos (30 Punkte) traf. Es war intensiv und packend, es ging zur Sache in den Zweikämpfen, die Münster aus der Manndeckung heraus konsequent führte. Alle merkten, dass etwas Großes auf dem Spiel steht. Bochums Coach Felix Banobre, der Stammspieler Lars Kamp ersetzen musste, schimpfte lange Zeit ungestraft die Spielleiter an. Das Duo wirkte unsicher, diskutierte oft untereinander.

Günther liefert sich Duelle mit Geske

Jasper Günther, der sich erbitterte Duelle mit Geske lieferte, stellte auf 35:33. Es war die letzte Führung in Halbzeit eins. Bochum drehte auf – und den Spielstand um. Die Baskets zeigten Nerven mit ein, zwei Turnovern und ein paar Fouls zu viel. Ein Joos-Buzzer zum Halbzeitstand schrieb die Rollen fürs dritte Viertel fest. Bochum lieferte, die Baskets reagierten perplex. Den Anschein hatte es. Mit einem 15:5-Lauf riss der VfL, der spielfreudig agierte, die Regie an sich. Auch dank einer hoch agierenden, aggressiven Abwehr. Zwei Dreier von Stefan Weß aber hielten Münster im Spiel. Bochum kassierte nach Unsportlichkeiten drei Strafen.

Körner genug für leidenschaftliche letzte zehn Minuten hatte der Gast. Günther, Jan König, Adam Touray und später vor allem der sich bärenstark durchsetzende Delpeche trafen. 3:13 Minuten vor Schluss war die Partie mit 87:86 wieder völlig offen. Und blieb das auch bis in die letzten Sekunden hinein ...

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